Test Mini One D Seven

Mini One D Seven Mini One D Seven

Test Mini One D Seven

— 14.02.2006

Mehr Mini-Mumm

Nur acht Prozent der Käufer greifen zum Selbstzünder-Mini: Mit 88 PS soll jetzt auch der Diesel endlich zu großer Form auflaufen.

Trotz 88 PS enttäuscht der Diesel zunächst

Ja, er ist mini, der Diesel im Mini. Ein Mini-Motor in jeder Hinsicht: kleiner Hubraum, kleiner Durst, aber auch kleine Nachfrage. Man mag es kaum glauben, bei der Dieseleuphorie der Deutschen: Nur acht Prozent aller Mini-Modelle fahren mit Selbstzünder. Auch für einen Kleinwagenhersteller ist dieser Anteil, na, was schon? Mini. Um den Dieselanteil zu vergrößern, steigerte die BMW-Tochter die Leistung des Common-Rail-Motors um 13 PS.

Jetzt leistet der Vierzylinder 88 statt wie bisher 75 PS, verbraucht spatzenhafte 4,9 Liter und beschleunigt spürbar besser. Klingt gut, oder? Trotzdem enttäuscht der neue Diesel zunächst. Beim Anfahren wirkt er etwas schlapp. Erst mit zunehmender Drehzahl steigt auch der Spaß, den Mini D durch die Stadt zu bewegen. Dafür arbeitet das 1,4-Liter-Aggregat so leise wie ein Benziner. Lärmempfinden: mini, gemessen nicht lauter als der 90 PS starke Mini One mit Ottomotor.

Ein großes Kompliment für einen kleinen Diesel, der auch nach der Überarbeitung immer noch von Toyota zugeliefert wird. Um mehr Leistung aus dem 1,4-Liter-Motor herauszuholen und die aktuelle Abgasnorm Euro 4 zu erfüllen, stellten die Ingenieure das Motormanagement neu ein und erhöhten den Ladedruck. Einen Partikelfilter bauten sie bei dieser Gelegenheit aber nicht ein. Das gibt maximalen Punktabzug für den Mini.

Technische Daten, Preis und Wertung

Dafür schenkten sie ihm neuen Schmuck für die Fassade, etwas Leder und andere Sitzbezüge. Zum aktuellen Seven-Modell gehören mehrere stilisierte Sieben-Schriftzüge unterhalb der Blinker, auf den schwarzen Einstiegsleisten und rechts auf dem Heckdeckel. Außerdem reservierte Mini die Farbe "Solar Red" exklusiv für diese Ausstattung zu der noch ein Lederlenkrad, Klima und das Radio "Wave" gehören.

Alles zum Mini-typischen Preis, der erfahrungsgemäß etwas höher ausfällt. Für den D Seven verlangt der Hersteller 18.550 Euro, so daß sich der Diesel im Vergleich zum 90 PS starken Benziner (16.900 Euro) erst bei einer Fahrleistung von etwa 20.000 Kilometern pro Jahr rechnet. Ansonsten bewegt sich der Kleine gewohnt souverän, kommt vor der 40-Meter-Marke zum Stehen, schaltet ohne Widerstände und fährt den bekannt intensiven Dialog mit der Straße. Typisch Mini eben, nur jetzt mit mehr Diesel-Spaß.

Autor: Margret Hucko

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