Vier exklusive Roadster im Vergleich — AUTO BILD SPORTSCARS — 14.01.2009
Offene Träume
Rar und teuer: Diese vier Supersportler belasten die Portokasse des gut betuchten Sportwagen-Aficionados mit insgesamt 2.029.340 Euro!
Kräftemessen der fantastischen Vier: AUTO BILD SPORTSCARS lud Lamborghini Murcielago, Pagani Zonda F, Mercedes SLR 722 S und Ferrari F430 Spider auf einen Flugplatz bei Modena. Rasante Eindrücke.
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"Ihr könnt jetzt mal richtig angasen!"
Keine Fragen mehr. Doch jetzt lenkt es mich ab, bringt mich auf dumme Ideen. Ein kleiner Lenkradschlenker nach links, und der SLR McLaren Roadster würde seine und die Kohlefaserhaut des eine Million Euro teuren Pagani Zonda F anspreißeln. Ein Zucken nach rechts ginge dagegen als Peanuts durch, denn der Kohlefaser-Lambo ist bereits für 323.680 Euro zu haben. Gespreißeltes Carbon sieht richtig eklig aus, zerbröselt und zerknüllt. Und während meine Gedanken bei einer Art Carbon-Rugby hängen bleiben, verpasse ich das Signal von Fotograf Christian Bittmann: "Einstellung im Kasten, ihr könnt jetzt mal richtig angasen."Die Farbe des Ferrari ist seit 1953 im Programm
Kurze Lagebesprechung. Die vier Boliden stehen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt mit offenen Verdecken vor dem Hangar, es ist jetzt ruhig, leise knistern sie vor sich hin. Zeit, sie einzeln vorzustellen: Bei einem Roadster-Vergleich in der Gegend von Modena darf eine Marke natürlich nicht fehlen: Die Schmiede rassiger Pferdchen aus Maranello ist mit dem Ferrari F430 Spider vertreten, der eigentlich kein Roadster ist, weil er – wie auch der SLR – über ein vollautomatisches Verdeck verfügt und auch sonst eher luxuriös daherkommt. Doch im Luxus schwelgen auch die anderen drei Kandidaten, was in dieser Preiskategorie nicht überrascht. Die Farbe wirkt ungewohnt für einen Ferrari, basiert aber auf einer klassischen Mischung, die unter dem Namen "Avorio" schon den 375 MM von 1953 schmückte. Sehr schnell gewöhnt hat man sich dagegen an den Umgang mit dem F430, dessen sinnlich röhrender V8-Sauger nicht nur die Ohren betört. 490 PS beschleunigen den 1520 Kilogramm wiegenden Spider in knapp über vier Sekunden auf 100 km/h und knacken die 300-km/h-Marke locker. Ein wesentlicher Faktor für den gewaltigen Fahrspaß, den der leichtfüßige 430 vermittelt, ist aber auch sein Fahrwerk.ANZEIGE
Der Lambo ist der "Bad Boy"
Der zweite Italiener im Bunde kommt ebenfalls aus der Gegend und bezieht seine Faszination nicht nur aus der Möglichkeit, offen mit 330 km/h durch die Landschaft zu knallen. Denn der Lamborghini Murciélago Roadster ist der wilde Typ mit dem kantig-maskulinen Auftritt, der Bad Boy unter den Supersportlern. So viel zum Image, denn bis auf die ausladende und unübersichtliche Karosserie ist ein Murciélago Roadster ein Supersportler, der sich überhaupt nicht wie eine Diva geriert. Dennoch ist er für den Alltag natürlich viel zu teuer und zu schade. Da lässt es sich auch leicht verschmerzen, dass das "nur" bis 200 Sachen taugliche Notverdeck recht umständlich zu montieren ist. Wer sich den großen offenen Lamborghini leisten kann, nimmt an schlechten Tagen einfach einen seiner geschlossenen Sportwagen.Furchteinflößendes Gedonner vom McLaren

Der Macho-Sportler: Der Lamborghini Murciélago LP-640 Roadster sieht hart aus, ist aber eine ehrliche Haut.
Unterwegs mit dem teuersten Pagani, der je gebaut wurde

Die komplett in Sichtcarbon ausgeführte Karosserie des Pagani wirkt sportlich-edel, ist aber empfindlich.
Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten gibt es in AUTO BILD SPORTSCARS 2/2009. Hier können sich den Vergleich auch bequem als als PDF herunterladen.
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