Vorschau: die CC-Flotte von VW

— 14.08.2012

Eine ganz schön schräge Familie

Der CC bekommt Gesellschaft. In Planung sind neben einem neuen Passat-Ableger drei weitere Crossover-Coupés auf Basis von Jetta, Tiguan und Touareg. Die neuen Modelle sollen der Vernunftmarke VW endlich mehr Emotionen verleihen.



Erst hoch bauen, dann tieferlegen und die Dachlinie kappen – nach dieser eigentlich sinnfreien Formel funktionieren die Crossover-Coupés, die in den nächsten Jahren den SUV-Markt fluten werden. Ab 2015 will sich auch VW ein Stück vom Kuchen sichern. Einen ersten Vorgeschmack auf den neuen Tiguan CC lieferte die Crossover-Studie auf der Tokyo Motor Show Ende 2011. Im Gegensatz zum Modell mit voller Dachhöhe verzichtet das Coupé auf das dritte Seitenfenster. Windschutzscheibe und Heckscheibe sind deutlich flacher angelegt, die massive C-Säule ist nach vorn gepfeilt, die Dachlinie verläuft fast eine Handbreit flacher.

Touareg CC – der X6-Konkurrent

Touareg CC: Der BMW X6 wurde erst verlacht, dann bestaunt – jetzt wird er kopiert. Ab 2015 auch von VW.

VW plant drei verschiedene Tiguan-Spielarten: das bekannte Grundmodell, dazu CC und XL mit längerem Radstand. Die aktuell nur in China angebotene XL-Version mit um acht Zentimeter gestreckter Plattform wäre die ideale Basis für den CC, dessen sportlich-elegante Silhouette die Grundfläche nicht ganz so perfekt ausnutzt wie das Gegenstück mit hohem Dach. Anders als der Jetta CC, der sich im Golf-Baukasten bedient, verwendet der Tiguan CC Elemente des nächsten Passat. Das betrifft neben Karosserie und Fahrwerk die Elektrik/Elektronik sowie Fahrer-Assistenzsysteme. Gleichzeitig übernimmt die zweite Auflage des Tiguan diverse Technik-Bausteine vom Golf VII. Dazu gehören das verbesserte und erweiterte Infotainment-Angebot, das komfortabler abgestimmte Adaptivfahrwerk, sieben Airbags, lichtstärkere Scheinwerfer, unterschiedliche Einparkhilfen sowie ein preisgünstiger Tempomat mit Auffahrschutz und "Stop & Go"-Funktion. Stärkere Motoren mit bis zu 210 PS (Benziner) beziehungsweise 180 PS (Diesel) runden das Angebot beim Tiguan ab.

Jetta CC – der extravagante Rucksack-Golf

Über den Jetta CC hat VW noch nicht endgültig entschieden. Start wäre sowieso erst 2017.

Warum Jetta CC statt Golf CC? Gute Frage, zwei Antworten. Erstens: Die Stufenheck-Karosserie des Jetta passt besser zum CC-Thema als das Heckklappen-Layout des Golf. Zweitens: Der Jetta braucht dringend Schützenhilfe, denn auf vielen Märkten spielt die Limousine nur eine Nebenrolle. Doch noch ist nichts entschieden. Noch könnte aus dem viertürigen Jetta CC ein fünftüriger Golf CC werden. Noch könnte sich VW dazu entschließen, den kompakten CC vorerst nur in China und Nordamerika anzubieten. Noch bleibt genug Zeit für strategische Feinarbeit. Denn der Jetta-Nachfolger, der als Basis für den Einsteiger-CC dienen soll, kommt erst Anfang 2016 auf den Markt. Entsprechend spät dürfte das Coupé ins Rennen gehen – die Produktplaner aus Wolfsburg nennen hinter vorgehaltener Hand das Modelljahr 2017. Ein Golf CC wäre viel früher machbar. Schließlich klafft zwischen Touran (Juni 2014) und Jetta/Scirocco (Frühjahr 2016) ein 18-monatiges Zeitfenster, das durch ein Produkt gefüllt werden will.

Mit 2,70 Metern soll der Achs abstand des CC gegenüber dem aktuellen Jetta um fünf Zentimeter zulegen. Das schafft in Verbindung mit dem platzsparender unter gebrachten Motor nicht nur einen luftigeren Innenraum, sondern auch die Voraussetzung für entspanntere Proportionen. Wie alle CC-Derivate setzt auch der kleinste Vertreter auf rahmenlose Seitenfenster. Technisch unterscheidet sich der Jetta CC nur in Nuancen vom Golf VII. VW plant nicht weniger als drei sportlich angehauchte Modelle: den 180 PS starken GT 1.8 TSI, den GTI 2.0 mit 220 PS sowie den CC R mit 280 PS, Allradantrieb und DSG-Getriebe. Auch bei den Dieseln wird aufgestockt: Der kräftigste Zweiliter-TDI leistet künftig 184 PS. Elektroantrieb und Plug-in-Hybrid sind problemlos möglich, aber noch nicht endgültig definiert.

Passat CC – die Oberklasse von VW

Ab 2016 heißt das viertürige Coupé wohl wieder Passat CC – das verlangen die weiteren CC-Ableger.

Diese Modellbezeichnung hatten wir schon mal, doch seit dem Facelift heißt der flache Viertürer nur noch VW CC. Auf Dauer dürfte dieser nur noch aus vier Buchstaben bestehende Name aber nicht haltbar sein – das gäbe Probleme mit den anderen CC-Modellen. Deshalb wird es ab März 2016 vermutlich wieder einen Passat CC geben. Mit seinem auf 2,84 Meter gestreckten Radstand wäre der Nachfolger des Skoda Superb der ideale Genspender für den neuen Passat CC. Warum? Weil mehr Länge die Problemzonen der Coupé-Karosserie entschärft und gleichzeitig einen großen Auftritt garantiert. Die Dachlinie bleibt zwar so flach wie gehabt, aber sie fällt nach hinten später ab und schafft so mehr Kopffreiheit im Fond. Außerdem gelingt der Ein- und Ausstieg hinten entspannter. Schlankere Dachsäulen und eine großzügigere Fenstergestaltung verbessern die Sicht nach hinten und lassen mehr Licht in den aufgewerteten Innenraum. Nein, der Passat CC ist kein geschrumpfter Phaeton, er profitiert aber von der mit dem Golf VII begonnenen Interieur-Qualitätsoffensive. Unter der Haube des stärksten Passat CC schnurrt ein Zweiliter-Turbo mit 280 PS und 400 Nm, der alle vier Räder antreibt. Alternativ gibt es einen Zweiliter-Bi-TDI, dem 231 PS und 600 Nm nachgesagt werden. Nicht grün genug? Dann nehmen Sie doch den Plug-in-Hybriden. Ein 150 PS starker 1,5-Liter-TSI plus 100 Elektro-PS stellen eine Systemleistung von 200 PS in Aussicht.

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Die CC-Familie von VW wächst

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VW Jetta CC, VW Passat CC, VW Tiguan CC, VW Touareg CC

Veröffentlicht:

01.08.2012

Preis:

1,00 €


Fotos: Jan Schmitt

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