VW Milano Taxi

— 19.04.2010

Modisches E-Taxi von VW

VW zeigt auf der Hannover Messe eine Elektro-Studie für ein Taxi. Das VW MIlano Taxi ist nicht nur schick im Stil von Mailands Taxis lackiert, sondern soll emissionsfrei bis zu 300 Kilometer weit fahren.



Wenn die Kanzlerin kommt, muss man schon was zeigen. Das hat sich wohl auch VW auf der Hannover Messe gedacht und eine Taxi-Studie mit Elektroantrieb mitgebracht. Angela Merkel hat schon Probe gesessen und sich von VW-Chef Martin Winterkorn die Technik der VW-Elektrostudie erklären lassen. Für das Jahr 2013 hat Volkswagen die ersten Serien-Elektrofahrzeuge angekündigt. Nicht nur für Privatleute, sondern auch für den Einsatz als Fahrzeug im öffentlichen Nahverkehr. Mit dem Milano Taxi entstand dafür ein kleiner Cityvan, der mit praktischen Details wie einer nach vorne öffnenden Schwenktür oder individualisierbaren Taxi-Touchscreens auf die Bedürfnisse des Fahrers und dessen Passagiere zugeschnitten wurde. Auf den ersten Blick wirkt das Taxi wie ein umlackierter space up! – das Milano-Taxi ist aber größer.

Überblick: News und Test zu Öko-Autos

Die Beifahrertür schwingt dank einer speziellen Kinematik weit nach vorn.

Die Beifahrertür schwingt dank einer speziellen Kinematik weit nach vorn.

Es kommt mit einer in Grün und Schwarz gehaltenen Zweifarblackierung sehr schick daher und ist eine Hommage an die Modemetropole Mailand. VW mixt das Design mit Zitaten an den legendären Samba Bus und einem emissionsfreien Antrieb. Sehr speziell: das Milano Taxi hat nur vier Türen. Weil Taxigäste im Stadtverkehr am sichersten auf der Gehweg-Seite ein und aussteigen, wurde nur auf der Beifahrerseite eine weit zur Front öffnende Schwenktür verbaut. Dank ihrer völlig neu entwickelten zweiachsigen Kinematik gibt diese Tür ein breites Portal frei. Die Schwenktür reicht bis weit ins Dach, was den Zustieg auf für groß gewachsene Passagiere zusätzlich erleichtern soll. Das E-Taxi ist 1,60 Meter, hoch, 3,73 Meter kurz und 1,66 Meter breit – und damit eben etwas größer als der bekannte space up!.

Blick zurück: Die VW-Studie spac up!

Kofferaum statt Beifahrersitz, trotz kompakter Maße irre viel Platz.

Kofferaum statt Beifahrersitz, trotz kompakter Maße irre viel Platz.

Stilistisch an den Samba Bus der 50er Jahre angelehnt, sind die äußeren Dachbereiche (vorne und rechts hinten als Teil der Türen) transparent ausgeführt. Zusammen mit einem Panorama-Glasdach soll das für ein helles und damit freundliches Innenraum-Ambiente sorgen. Ein Kühlergrill entfällt, dafür dient der transparente Verbindungssteg zwischen den Scheinwerfern als Designelement. Die Schnittstelle zum Aufladen der Batterien befindet sich unter dem nach oben schwenkbaren VW-Logo auf der "E-Motorhaube". Wie das Dach in einer schwarzen, transparenten Optik ausgeführt, ist auch die 60:40 geteilte, seitlich aufschwenkende Hecktür.

Innen ohne Beifahrersitz

Innen gibt es keinen Beifahrersitz. An seiner Stelle befindet sich das Gepäckabteil. Der eigentliche Kofferraum hinter der Rücksitzbank schrumpft auf eine Fach für kleine Utensilien zusammen und schafft so möglichst viel Raum für die Fondgäste. Das bleibt nicht ohne Folgen: Der Knieraum hinter dem Fahrersitz erreicht laut VW das Niveau ausgewachsener Luxuslimousinen. Wer im Fond rechts Platz nimmt, kann seine Beine sogar komplett ausstrecken. Während der Fahrt informiert ein 8-Zoll-Touchscreen neben der Sitzlehne des Fahrers die Passagiere über den Fahrpreis, zeigt Interessante Wegpunkte oder ("Points Of Interest") Navigationsdaten (Routenübersicht, Reststrecke und Ankunftszeit) an und wird nach der Ankunft am Ziel per Kartenleser zur Taxi-Kasse.

Kleiner Elektro-Bruder: Die VW-Studie E-Up!

Bundeskanzlerin Merkel durfte auf der Hannover Messe bereits im VW Milano Taxi probesitzen.

Bundeskanzlerin Merkel durfte auf der Hannover Messe bereits im VW Milano Taxi probesitzen.

Dazu hat das Milano Taxi ein neues Bediensystem für den Fahrer an Bord, bei dem die wesentlichen Anzeigen und zentral in einem 8-Zoll-Touchscreen im Bereich der Mittelkonsole zusammengefasst werden. Dazu kann jeder Taxi-Fahrer seine persönlichen Apps laden und die Reihenfolge der Funktionen im Display individualisieren. Ach ja, sauber fahren soll die Droschke der Zukunft natürlich auch: Angetrieben wird das 120 km/h schnelle Milano Taxi von einem Elektromotor mit einer Spitzenleistung von 115 PS (Dauerleistung: 75 PS). Mit Energie versorgt wird der Motor über eine im Unterboden der Studie integrierte Lithium-Ionen-Batterie mit einer Speicherkapazität von 45 Kilowattstunden (kWh). Bis zu 300 Kilometer Reichweite sollen so möglich sein, mit einer Schnellladefunktion kann die Batterie in gut einer Stunde auf bis zu 80 Prozent ihrer Gesamtkapazität nachgeladen werden. Das dürfte auch der Kanzlerin gefallen haben.

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