VW Passat Vorschau

VW Passat Vorschau

— 20.04.2010

So sieht der neue VW Passat aus

Im Spätherbst 2010 kommt der neue VW Passat – der siebte in der Ahnengalerie. Sein Versprechen: mehr Komfort, mehr Fahrspaß und mehr Charakter. AUTO BILD zeigt, was Wolfsburg plant.

Wie neu ist der neue Passat wirklich? Wird die biedere Familienkutsche jetzt zum durchgestylten Herzensbrecher? So, wie es die Erlkönigbilder vermuten lassen? Nicht ganz, um übertriebene Hoffnungen gleich im Keim zu ersticken. Aber den coolen, weil leicht unterkühlten VW-Look von Polo, Golf und Touareg wird er bekommen – Stilrichtung: Weltniveau statt Niedersachsen. Straffer soll er wirken, schlanker und innen erheblich nobler. Weniger nett gesagt: VW setzt voll auf den neuen Einheitslook. Doch für Chefstylist Walter de’Silva ist das Strategie: "Zunächst müssen wir die Formensprache der gesamten Palette auf einen Nenner bringen, wobei nachhaltige statt vordergründige Elemente dominieren. Erst wenn der Kunde das neue Erscheinungsbild verinnerlicht hat, ist die Zeit reif für behutsame Differenzierungen." Da sind wir gespannt.

Überblick: Alle News und Tests zum VW Passat

Folgt im Frühjahr 2011 dem Look von Limousine und Variant: der Passat CC.

Vorläufig erinnert der Designschritt an die Verwandlung des Golf V zum Golf VI. Die Blechteile werden auf Linie gebracht, Details aufgewertet – hauptsächlich durch mehr Glanz: Klavierlack innen wie außen, funkelnde LED-Lichter, mehr Chrom. Schön schlicht fällt die neue Passat-Frontpartie aus. "Konsequent und präzise", nennt de’Silva das neue Gesicht. "Die Identität der Marke werden wir nur ganz sensibel ändern. Das VW-Design soll über viele Jahre ähnlich stabil bleiben wie das von Apple." Modern, aber unaufgeregt also. Zu den Hauptmerkmalen gehören die umlaufende schmale Chromleiste auf Höhe der Türschweller, die glänzenden Einfassungen der Haupt- und Nebelscheinwerfer, der chromige, selbstbewuste Kühlergrill, die querbetonte Grafik der Rückleuchten und die schlankeren Spiegel. Aber natürlich kommt auch die Funktionalität nicht zu kurz, auch das ist VW dem Image schuldig. Neue Extras wie das automatisch und stufenlos abblendende Dauerfernlicht (Vorbild Touareg), Spurhalte-Assistent, Totwinkelassistent (mit Warnblinker im Spiegeldreieck), der bis zum Stillstand operierende Tempomat (ACC) oder die elektrisch betätigte Anhängekupplung bringen den Passat auf die Höhe der Zeit.

Im Passat-Cockpit soll in Zukunft mehr Gediegenheit einziehen

Feiner, edler, hochwertiger: Beim Passat-Cockpit bedient sich VW am Coupé.

Speziell für den Variant, der fast zeitgleich mit der Limousine auf den Markt kommen soll, ist zudem ein Panoramaglasdach in Vorbereitung. Das Cockpit kommt weitgehend vom Passat CC – inklusive Oberklasse-Materialien, mehr Holz und Leder, zusätzlicher Farbkombinationen und optimierter Bedienung. Dazu gibt es Komfortextras wie den aktiven Klimasitz, ein beheizbares Multifunktionslenkrad, eine adaptive Ambientebeleuchtung für den Innenraum, ein großes Navi mit Sprachsteuerung. Der Variant verwöhnt obendrein mit verschiebbarem Ladeboden, elektrisch betätigter Heckklappe und Einpark-Automatik. Aber auch bei der Basistechnik impfte VW den Passat mit Frischzellen. Das Fahrwerk präsentiert sich neu abgestimmt. Mehr Leichtbau senkt das Gewicht, Änderungen an Kinematik und Achsgeometrie sollen die Fahrdynamik und den Komfort verbessern. Insider berichten von präziserem Handling, besserer Straßenlage und einer geschmeidiger ansprechenden Federung in Tateinheit mit kräftigeren Bremsen und mehr Stabilität in kritischen Situationen.

Es wird die Neuerfindung des Volkshelden Passat, aber weniger wäre wohl auch zu wenig. Sollen Emporkömmlinge wie der Skoda Superb dem Passat nicht die Butter vom Brot nehmen, muss er erwachsener werden und mehr Verwöhnaroma bieten. Und nach oben, zum Phaeton hin, ist in der VW-Hierarchie ohnehin noch viel Luft. Die Passat-Palette reicht künftig vom 1,2-Liter-TSI-Benziner (105 PS) bis zum 300 PS starken 3,6-Liter-V6. Wobei sich die Auswahl nicht auf die reinen Diesel oder Benziner beschränkt: Zusätzlich zur EcoFuel-Erdgasvariante kommt ein 1,4-Liter-TSI-Aggregat, das mit E85-Ethanolgemisch läuft. Die Leistung des Passat BlueMotion TDI steigt von 105 auf 140 PS. Start-Stopp-Automatik, Bremsenergie-Rückgewinnung und Hochschaltanzeige gehören bei allen Diesel-Modellen und beim TSI mit 122 PS zur Serie.

Fast alle Motoren lassen sich mit dem Direktschaltgetriebe kombinieren

Das DSG gibt es für fast alle Motoren – nur die Basis-Aggregate bekommen es nicht.

Hier die Motorenpalette: • 1.2 TSI, 105 PS, 5-Gang • 1.4 TSI, 122 PS, 6-Gang • 1.4 TSI E85, 150 PS, 6-Gang • 1.4 TSI EcoFuel, 6-Gang • 1.8 TSI, 160 PS, 6-Gang • 2.0 TSI, 211 PS, 6-Gang • 3.6 FSI V6, 300 PS, DSG • 1.6 TDI, 105 PS, 5-Gang • 2.0 TDI, 140 PS, 6-Gang • 2.0 TDI, 170 PS, 6-Gang • 2.0 BiTDI, 220 PS, DSG Mit Ausnahme der TSI- und TDI-Basismodelle sind alle Motorisierungen mit einem DSG-Doppelkupplungsgetriebe kombinierbar. Im 3.6 FSI und im Biturbo-Diesel (2.0 BiTDI) ist auch 4Motion-Allradantrieb Serie (auf Wunsch für 1.8 TSI und für die schwächeren Zweiliter-Diesel). Wann es den starken 220-PS-Diesel gibt, steht indessen noch nicht fest. Hintergrund: Ursprünglich plante VW diesen Motor erst ab 2013, doch Audi braucht ihn schneller, um gegen die starken Vierzylinder von BMW und Mercedes bestehen zu können. Wenn sich die Ingolstädter durchsetzen (und momentan sieht es so aus), können sich auch VW-Kunden früher freuen. Immerhin werden dem Bullen-TDI 450 Nm Drehmoment nachgesagt – und das dürfte genügen, um der lästigen Konkurrenz davonzuziehen

Autor: Georg Kacher

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