VW, Porsche und BMW mit Rekordzahlen

VW, Porsche und BMW mit Rekordzahlen

— 13.03.2012

Geldregen für deutsche Autobauer

Als hätten sie sich abgesprochen: VW, Porsche und BMW präsentieren Rekordzahlen für das vergangene Geschäftsjahr. Der Erfolg macht sich auch in den Kassen der Angestellten bemerkbar.

(dpa/mw) Für das abgelaufene Geschäftsjahr kann der Volkswagen-Konzern Rekordzahlen präsentieren. 159,3 Milliarden Euro Umsatz habe man 2011 erzielt. Das verkündete VW-Chef Martin Winterkorn jetzt auf der Bilanzpressekonferenz in Wolfsburg. 8,3 Millionen Fahrzeuge konnten die zehn Konzernmarken 2011 verkaufen, gegenüber 7,2 Millionen im Jahr 2010. Den Konzerngewinn schraubte VW auf 15,8 Milliarden Euro und konnte ihn mehr als verdoppeln (2010: 7,2 Milliarden Euro). Der operative Gewinn wuchs von 7,1 auf 11,3 Milliarden Euro. Die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr formulierte Winterkorn eher vorsichtig. Man wolle zwar mehr Autos verkaufen als 2011, das Gewinnwachstum werde aber nicht weitergehen. Der VW-Chef peilt auch für 2012 ein operatives Ergebnis von etwa 11,3 Milliarden Euro an. Er begründet dies mit "Investitionen in neue Produktionssysteme" und "Marktrisiken".

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VW-Chef Martin Winterkorn will mit der Baukastenstrategie Milliarden sparen.

Der Konzern will seine Produktion verstärkt auf gemeinsame Baukästen stützen, aus denen rund 40 verschiedene Modelle aufgebaut werden sollen. Allein die Baukastenstrategie lässt sich VW bis 2016 rund 62 Milliarden Euro kosten. Mittel- bis langfristig soll das bis zu 30 Prozent Einsparungen bringen. Die guten Zahlen machen sich auch in den Geldbeuteln der Angestellten bemerkbar. Der achtköpfige Vorstand kassiert über 70 Millionen Euro für das vergangene Jahr, allein Martin Winterkorn verdiente 17,4 Millionen Euro. Festangestellte VW-Arbeiter bekommen einen Jahresprämie 7500 Euro pro Nase.

Erste Bilder: Neuer Cayman in L.A.

Porsche-Chef Matthias Müller will Jahr für Jahr den Absatz steigern - bis auf 200.000 Autos im Jahr 2018.

Wie VW hat auch Porsche 2011 das besten Verkaufsjahr seiner Geschichte hingelegt. Die Schwaben verkauften im vergangen Jahr fast 120.000 Autos und erzielten einen Umsatz von 10,9 Milliarden Euro, ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr und neue Bestmarke. Das operative Ergebnis des Sportwagenbauers stieg um 22 Prozent auf 2,04 Milliarden Euro. Zum Gewinn machte Porsche-Chef Matthias Müller bei Bekanntgabe der Zahlen am 13. März 2012 keine Angaben. Das hohe Niveau will er halten. Die Absatzzahlen sollen Jahr für Jahr gesteigert werden. 2018 will Porsche 200.000 Autos verkaufen. Möglich machen soll das ein Ausbau der Modellpalette. Bereits 2011 präsentierte Porsche die Neuauflage des 911, Ende 2012 wird er neue Cayman gezeigt. Ab 2014 soll der "kleine Cayenne", der Macan, für einen Verkaufsschub sorgen.

Studien: BMW der Zukunft

Ebenfalls am 13. März 2012 verkündete BMW-Chef Nobert Reithofer, dass die Münchener bei Absatz, Umsatz und Gewinn neue Bestwerte eingefahren haben. BMW verdiente 2011 rund 4,9 Milliarden Euro, 51,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz kletterte von 60,5 auf 68,8 Milliarden Euro. 1,67 Millionen Fahrzeuge lieferten die Konzernmarken BMW, Mini und Rolls Royce im letzten Jahr aus. Der BMW-Vorstandsvorsitzende Reithofer will auch 2012 – aller Konjunktursorgen zum Trotz – mehr Autos verkaufen. Er setzt vor allem auf Wachstum in Nordamerika und Asien. In Europa hingegen rechnet er mit einem "schwierigem Geschäft".

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