Winterreifen 225/45 R 17: Test

Winterreifen der Größe 225/45 R 17 im Test Winterreifen der Größe 225/45 R 17 im Test

Winterreifen 225/45 R 17: Test

— 08.10.2008

Eine runde Sache?

Von außen sind sie alle gleich: schwarz und rund. Was wirklich in ihnen steckt, verrät dieser Vergleich: Zehn Winterreifen treffen auf zwei Ganzjahresreifen und einen Sommerreifen im eiskalten Test.

Kaum steht der Winter vor der Tür, sind sie wieder da: die drei Fragen zum Thema sicher unterwegs auf Eis und Schnee. 1. Frage: Welche Bereifung verlangt der Gesetzgeber bei winterlichen Straßenverhältnissen? 2.: Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Räderwechsel? Und 3.: Welches ist der beste Winterreifen für meine Bedürfnisse – oder reicht sogar ein Ganzjahresreifen? Die erste Frage ist schnell beantwortet, denn an der in 2006 in Kraft getretenen Neufassung der StVO hat sich nichts geändert. Danach ist es so: Eine generelle Winterreifenpflicht besteht nicht! Die gesetzliche Forderung beschränkt sich lediglich auf eine "den Witterungsverhältnissen angepasste" Ausrüstung, insbesondere die "einer geeigneten Bereifung".
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Zehn Winter-, zwei Ganzjahres- und ein Sommerreifen

Auf dem Handlingkurs kann der Michelin Primacy Alpin seine Stärken ausspielen.

Wie diese genau aussieht, ist jedoch nach wie vor nicht definiert. Die Polizei handhabt die Sache deshalb unbürokratisch: Findet sich die "M und S"-Kennzeichnung auf der Reifenflanke, handelt es sich für sie um Winterreifen. Dabei sagt das Kürzel "M und S" nichts über die tatsächlichen Wintereigenschaften aus. Auch Sommer- und Allwetterreifen können es auf der Flanke tragen. Das klassische M+S-Symbol ist rechtlich nicht geschützt. Zu erkennen sind echte Winterreifen auch von Laien an den vielen kleinen Einschnitten in den Profilblöcken, den sogenannten Lamellen. Die Frage nach dem besten Zeitpunkt für die Umbereifung ist schwierig zu beantworten. Wie bei Geschäften an der Börse, trifft man nie den perfekten Termin. Fakt ist: Der Sommerreifen bietet auf nasser und trockener Fahrbahn optimale Haftung. Wird man jedoch vom Schnee überrascht, hat man verwachst. Denn Sommerreifen sind etwa so wintertauglich wie eine Badehose.

Beim Kurvenaquaplaning bietet der Sommerreifen die besten Sicherheitsreserven.

Wer auf Nummer sicher fahren will, montiert die Wintergummis deshalb vor dem ersten Morgenfrost oder Schneefall. Der Winterreifen greift zwar auf nasser und trockener Piste geringfügig schlechter als der Sommerpneu, bietet dafür aber bei Eis und Schnee optimalen Grip. Die letzte Frage nach der Wahl des passenden Winterreifens beantwortet unser Test, den Sie oben in der Bildergalerie – zumindest für die Testdimension 225/45 R 17, die meistverkaufte Umrüstgröße in der Kompakt- und Mittelklasse. Zehn Winterreifen treffen dabei auf zwei Ganzjahresreifen und einen Sommerreifen, der bei allen Testdisziplinen als Maßstab mit von der Partie ist.

Fazit der Reifen-Profis

Auf verschneiter Piste sind die Winterreifen von Dunlop, Goodyear, Pirelli und sogar der Billiganbieter Kyoto einsame Spitze. Ein ausgewogener Winterreifen muss aber sowohl bei Nässe als auch auf trockener Fahrbahn für sichere Fahreigenschaften sorgen. Und das gelingt nicht allen Herstellern gleich gut. Abschreckendes Beispiel: der Kyoto, der bei Regen zum Sicherheitsrisiko wird. Die beiden Ganzjahresreifen erreichen im Schnee nicht das Niveau eines reinen Winterreifens, zum Durchkommen reicht es aber allemal. Schade nur, dass sie sich beiden Nass- und Trockendisziplinen von den Winterreifen nicht wirklich absetzen können.

Den kompletten Reifentest mit allen Wertungstabellen im Überblick, können Sie hier bequem als PDF herunterladen.

Autor: Dierk Möller-Sonntag

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