Nachfolger-Flaute für JDM-Fans

Nachfolger-Flaute für JDM-Fans

Zukunft japanischer Sportwagen: Kommentar

— 20.11.2017

Bye-bye, JDM?

Das Turbo-Zischen wird leiser: Mit Blick auf die Pläne japanischer Hersteller sieht es vorerst schlecht aus für kultige Sportwagen wie Evo und STI.

Schlechte Nachricht für alle Fans des JDM (Japanese Domestic Market): Der Subaru WRX STI wird zum Frühsommer 2018 auf dem europäischen Markt eingestellt. Dabei hatte der Allradsportler noch für 2017 ein Facelift bekommen. Ein möglicher Nachfolger wird immerhin mit dem VIZIV Performance Concept angedeutet, der auf der Tokyo Motor Show 2017 vorgestellt wurde.

Kein Nachfolger für den Lancer Evo

Wir werden sein Turbo-Zischen vermissen. Für den Lanver Evo ist kein Nachfolger geplant.

Doch es steht nicht gut um die kultigen japanischen Sportautos: Mitsubishi hat den Lancer Evolution nach zehn Generationen endgültig zu Grabe getragen. In den USA legten die Japaner noch für 2015/2016 eine auf 1600 Exemplare limitierte Final Edition der viertürigen Sportlimousine auf. Einen Nachfolger wird es offenbar nicht geben. Wie es mit dem Evo weitergeht, deutet die Studie e-Volution an. Also mehr Crossover als Limousine, und statt Turbo-Zischen hört man zukünftig E-Antriebe summen.

Nissan GT-R R36 kommt nicht vor 2020

Wahrscheinlich gibt es noch zig Facelifts, bevor der R35 endlich einen Nachfolger bekommt.

Auch bei Nissan kam 2015 das Gerücht auf, der Z könne durch einen Crossover wie den Gripz ersetzt werden. Ob der 370Z nach seinem aktuellen Facelift auf einen Nachfolger hoffen kann, bleibt fraglich. Nissan tut sich angeblich schwer, eine Zukunft im Segment des Z zu sehen. Vermutlich wird der Nachfolger des Nissan GT-R noch vor einem möglichen 390Z debütieren. Mit dem Vision Concept 2020 macht Nissan den JDM-Fans seit 2015 den Mund wässerig. Doch der Name ist Programm, und so wird der R36 mit Hybridantrieb nicht vor 2020 erwartet.

Toyota Supra nicht vor 2019

Toyota hat die JDM-Szene bei der Tokyo Motor Show 2017 verprellt, als statt des Supra mit dem GR HV Sports Concept eine Aussicht auf einen möglichen GT86-Nachfolger gezeigt wurde. Den Supra (ja, Toyota sagt offiziell "der") werden wir nicht vor 2019 sehen. Bleibt nur zu hoffen, dass er sich trotz gleicher Basis signifikant vom kommenden BMW Z4 unterscheiden wird und seinen japanischen Charakter beibehält.

2020 könnte mit dem RX-9 der Wankelmotor zurückkommen

Honda ist aktuell der einzige japanische Hersteller, der die JDM-Fans mit frischem Blech beliefert. Der neue Type-R erntet überall Lob für sein expressives Design und den bärenstarken Frontantrieb. Beim NSX ist sogar eine kleinere Variante im Gespräch. Bloß beim Nachfolger des S2000 halten sich die Japaner noch sehr bedeckt. Mit dem RX-9 könnte es bei Mazda ein Revival des Wankelmotors geben, allerdings auch nicht vor 2020. Immerhin wurde 2015 die vierte Generation des MX-5 eingeführt.

Nachfolger-Flaute für JDM-Fans

Robin Hornig

Fazit

Schlechte Aussichten für JDM-Fans? Kurzfristig ja. In den nächsten Jahren müssen sich die Liebhaber japanischer Sportwagen gedulden. Während die Preise für guterhaltene Kult-Japaner wie Honda S2000, Toyota Supra Mk4 und Nissan GT-R R32 bis R34 immer mehr anziehen, lassen die Nachfolger auf sich warten. Aber spätestens Anfang 2020 dürfte es dann ein großes Comeback der japanischen Sportwagen geben – hoffentlich!

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