Viele kennen es: Man gibt ein Ziel ins Navi ein, folgt der angegebenen Route – und plötzlich endet die Fahrt in einer Sackgasse, vor einem Maisfeld oder einer gesperrten Straße. Auch wenn die Routenplanung – egal ob per App oder über ein im Auto integriertes System – dank flächendeckender GPS-Daten immer präziser und verlässlicher wird, sollte man sich nicht blind darauf verlassen. Genau das zeigt jetzt wieder ein Beispiel aus den USA.

Bahnschienen statt Straße

In Seattle fuhr eine 70-jährige Frau mit ihrem Mazda CX-5 auf die Gleise der Straßenbahn. Laut Polizei folgte die Fahrerin blind ihrem Navi – obwohl es sie direkt auf die Schienen führte. Der Vorfall ereignete sich nahe der "Mount Baker Station", wo sie schließlich mit dem SUV stecken blieb. Wäre sie weitergefahren, wenn ihr Mazda nicht gestoppt hätte?

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Kein Alkohol im Spiel

Die Polizei in Seattle erklärte, die Frau habe zunächst verwirrt gewirkt, sei aber stabil gewesen. Sie gab an, einfach ihrem Navigationsgerät gefolgt zu sein. Welches System sie nutzte, ist nicht bekannt. Auch der Rettungsdienst rückte aus und brachte sie vorsorglich zur Untersuchung in ein Krankenhaus. Laut Polizei war sie nicht alkoholisiert, hatte jedoch Schwierigkeiten, die Fragen der Beamten zu beantworten.
Mit ihrem Einsatz legte die Frau den Streckenabschnitt für mehrere Stunden lahm. Per Kran wurde der rote Mazda von den Gleisen gehoben. Kaum auszumalen, wie der Vorfall hätte enden können, wäre der Wagen mit einer Straßenbahn kollidiert.