Dritter Saisonsieg für Eric Scalvini in der ADAC TCR Germany. Der Italiener dominierte in seinem Cupra Leon Competición TCR vom Team Wimmer Werk Motorsport den ersten Lauf der spektakulären Tourenwagen-Serie beim vierten Rennwochenende der Saison auf dem Hockenheimring und raste von der Pole-Position zu einem nie gefährdeten Sieg.
„Wir haben bis in die Nacht am Set-up gearbeitet. Das hat sich heute ausgezahlt. Ich hatte einen grandiosen Start und gleich ordentlich gepuscht. Morgen im zweiten Rennen hier auf dem Hockenheimring will ich natürlich versuchen, wieder auf derselben Position einzulaufen“, richtete Scalvini den Blick nach der Siegerehrung gleich nach vorn auf den zweiten Lauf am Sonntag (Start: 13.30 Uhr)
Der Italiener erwischte einen perfekten Start und setzte sich an der Spitze des Feldes ab. Der Allgäuer Luca Engstler läutete auf Platz zwei zwar direkt die Verfolgung des Cupra ein, konnte den Italiener aber nie ernsthaft in Bedrängnis bringen. Ein starker Rennstart gelang auch dem von Platz fünf losgefahrenen Marcel Fugel, der in seinem Honda Civic TCR schon in der ersten Runde auf Rang drei vorpreschte.
Tabellenführer Luca Engstler verteidigt mit Rang zwei seine Führung in der Gesamtwertung.
Noch besser machte es allerdings sein Bruder Dominik Fugel, der in der ersten Runde von Rang zehn kommend gleich fünf Positionen gut machte und wenig später auch den viertplatzierten Hyundai-Piloten Martin Andersen kassierte. Mit Blick auf die Meisterschaft, in der Dominik als Dritter deutlich vor Marcel (Rang sechs) liegt, überließ Marcel seinem Bruder kampflos den dritten Platz.
Eine Kollision im Mittelfeld zwischen René Kircher im VW Golf GTI TCR und Robin im Hyundai führte kurz darauf zu einer Safety-Car-Phase zur Bergung des VW. Der Vorsprung von Scalvini war damit zunächst dahin, doch nach dem Re-Start setzte er sich sofort wieder von seinen Verfolgern ab.
An der Spitze passierte im restlichen Rennen nichts mehr. Scalvini gewann nach 17 Runden mit 2,877 Sekunden Vorsprung vor Engstler und Dominik Fugel. Die ersten drei in der Gesamtwertung standen damit gemeinsam auf dem Siegerpodium.
Hinter Engstler und Dominik Fugel lieferten sich Marcel Fugel und Andersen einen sehenswerten Zweikampf um Platz vier, den ein technischer Defekt entschied. Beim Einbiegen auf die langgezogene Parabolica rollte der Honda von Fugel mit gerissenem Keilriemen ohne Vortrieb aus und der Dänen erbte den vierten Platz.

Ergebnis ADAC TCR Germany Hockenheim 1

1. Eric Scalvini (Cupra)
2. Luca Engstler (Hyundai)
3. Dominik Fugel (Honda)
4. Martin Andersen (Hyundai)
5. Nico Gruber (Hyundai)
6. Jonas Karklys (Hyundai)
7. Roland Hertner (Honda)
8. Peter Gross (Audi)
9. Robin Jahr (Hyundai)
10. Christian Voithofer (Cupra)

Von

Thomas Arndt