Aral-Studie zum Autokauf
Schwarze Limo als Traumauto

Bei der Wahl ihres Autos sind die Deutschen höchst konservativ. Schwarz soll es sein und die Form einer Limousine haben. Das ist ein Resultat aus der Studie "Trends beim Autokauf 2009".
- Stephan Bähnisch
Ferrari California – das ist ein Traumwagen. Doch wenn es an den Neuwagenkauf geht, spielen bei den Deutschen ganz andere Werte eine Rolle. Denn der aktuellen Aral-Studie "Trends beim Autokauf 2009" zufolge ist das Traumauto eine schwarze Limousine mit Benzinmotor, die auf jeden Fall klimatisiert und mit ABS vorrollen muss. Es folgen bei den Karosserievarianten Kleinwagen und Kombis, bei den Farben Silber und Blau. Doch allzu viele Autokäufer wird es in den kommenden Monaten nicht geben, denn nur 18 Prozent der insgesamt 1163 Personen wollen binnen 18 Monaten einen Neu- oder Gebrauchtwagen zulegen. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren dachten noch 34 Prozent ernsthaft über einen Autokauf nach. Gründe für die schwindende Kauflust sind das Auslaufen der Abwrackprämie und die längere Haltedauer. Viele Autofahrer haben die staatliche Unterstützung eingestrichen und einen ohnehin geplanten Autokauf nur vorgezogen.
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Markentreue? Von wegen
Wichtigste Argumente beim Autokauf sind "Verbrauch und Wirtschaftlichkeit" mit 60 Prozent (+9) der Nennungen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis hat zwar seinen Spitzenplatz verloren, verbuchte aber eine Steigerung der Nennungen von 54 auf nun 59 Prozent. Der Wunsch nach einem sicheren Auto landete auf Rang drei mit 56 Prozent (-10). Rabatte spielen auch eine Rolle beim Kauf: Im Durchschnitt erwarten die potenziellen Kunden einen Preisnachlass von 14 Prozent und damit ein Prozent mehr als 2007. Und mit der Markentreue ist es nicht mehr weit her: 46 Prozent (+4) der Befragten würden bei zu geringen Rabatten die Marke wechseln. Das beste Image in Sachen Umweltschutz hat VW: 40 Prozent (+11) hält Fahrzeuge aus Wolfsburg für besonders umweltfreundlich. Toyota musste dagegen einen Rückgang um fünf Prozentpunkte auf 27 Prozent hinnehmen und büßte damit seine Vorreiterrolle ein. Dahinter rangiert Mercedes-Benz auf dem dritten Platz mit 19 Prozent (+6).
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