Die Formel für gute Plug-in-Hybride ist komplex: Es soll viel Elektro drinstecken, Reichweite und Ladetempo müssen passen, der Verbrenner-Motor darf nicht zu mickrig ausgelegt sein, gleich drei Verbrauchswerte – elektrisch angetrieben, als Benziner sowie im Verbund – sollen im Fokus bleiben.

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Antriebsduo in zwei Leistungsstufen

Offensichtlich nicht für Audi. Die haben ihren neuen A5 e-hybrid quattro am Start und lösen diese Plug-in-Rechnung äußerst sorgfältig auf. Gleich vier Varianten des A5 e-hybrid stehen bereit, von Limousine und Avant gibt es je zwei Leistungsstufen (220 kW und 270 KW im System).
Audi A5 e-hybrid
Vierfach-Auswahl: Den neuen e-hybrid gibt es mit 220 oder 270 kW für den A5 Avant (links) oder die A5 Limousine (rechts).
Bild: AUDI AG
Für alle Typen gilt: Die Kraft des Zweiliter-Turbobenziners (TFSI) geht über ein Siebengang-Automatikgetriebe (S-Tronic) an alle vier Räder. Einstiegsmodell ist der ab 62.500 Euro teure Viertürer mit kleiner Maschine, Top-Modell der Avant 270 kW für mindestens 72.550 Euro.

Bis zu 116 Kilometer rein elektrisch

Den stärkeren Antrieb konnten wir bereits fahren. Dank erweiterter Akkukapazität auf 25,9 kWh kostet der A5 seinen lautlosen Fahrmodus unerwartet intensiv aus. Im Idealfall kommt der A5 nämlich 116 Kilometer weit, ohne den Vierzylinder zu bemühen. Immerhin 140 Km/h schnell wird er dabei.
Audi A5 Avant e-hybrid quattro
Teilzeitstromer: Dank der auf 25,9 kWh erweiterten Akkukapazität schafft der Hybrid-A5 bis zu 116 km rein elektrisch.
Bild: AUDI AG
Auch im Hybrid-Fahrmodus stimmt die Auslegung. Beeindruckend mühelos nimmt der A5 beispielsweise aus dem Stand heraus Fahrt auf. Dabei drückt der E-Motor in allen Gängen fleißig mit. So stehen im Grunde schon ab Leerlauf satte 500 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung.
Erst bei weiter durchgetretenem Gaspedal nimmt man den dann zugeschalteten Benzinmotor wahr, allenfalls unter voller Last bei hohen Drehzahlen hört man den TFSI dann "ernsthaft" raus. Als Gegenleistung gibt es dafür eine hellwache Maschine mit Laufkultur und Drehfreude, gleichzeitig viel Durchzugskraft und Reserven für stolze 250 km/h Endgeschwindigkeit.

Kräftemanagement sorgt für Strom

Auch die Ladesituation hat Audi bestens im Griff. Der A5 speist per TFSI Strom (ab 65 km/h Fahrgeschwindigkeit) über ein ausgeklügeltes Kräftemanagement in die Akkus, kann darüber hinaus in zwei Stufen rekuperierend Energie bunkern oder eben per Steckdose Strom nachfassen.
Audi A5 Avant e-hybrid quattro
Viele Wege führen zum Strom: Der Akku erhält seinen Saft vom Verbrenner (ab 65 km/h), beim Rekuperieren oder über das Kabel.
Bild: AUDI AG
Das klappt mit 11 kW an der Wallbox. In nur zweieinhalb Stunden wären dabei leere Batterien wieder komplett befüllt. Schön gelöstes Detail: Über einen Slider im MMI-Bediensystem lässt sich der Ladezustand der Akkus für den Verlauf der Fahrt festlegen. Auch portioniert der A5 seine E-Kraft von Navigationsdaten gestützt, kann beispielsweise Reserven für das letzte "lautlose" Stück im Wohngebiet bereithalten.

Fahrwerk mit Agilität und Komfort

Bis hierhin also: Der A5 zählt zu den Musterschülern der PHEV-Liga! Auch sonst mischt der e-hybrid ganz oben mit: Das Auto bewegt sich leise, sicher und sehr komfortabel. Trotz 19 Zoll großer Räder mit staksig-harten Reifenflanken (40er-Querschnitt) tigert der e-hybrid sanft über den Asphalt, Buckel und Bodenwellen arbeitet die Federung passabel ab.
Audi A5 Avant e-hybrid quattro
Trotz der 19-Zöller geht der e-hybrid sanft über den Asphalt. Die agile und zielgenaue Lenkung kaschiert die 2,2 Tonnen Gewicht.
Bild: AUDI AG
Gleichzeitig lässt sich der A5 seine fast 2,2 Tonnen Leermasse nicht anmerken, fühlt sich agil und zielgenau an. Dazu passt das angenehme Sitzgefühl – eine Mischung aus guter seitlicher Stütze und sanftem Abfangen über die Flächen. Kurz: uneingeschränktes Wohlfühlprogramm. Fast.

Nur die Bedienung hat Schwächen

Das MMI-Bediensystem stresst dann doch ein wenig. Nahezu alles müssen Fahrer und (auf Wunsch per dritter Anzeige) der Beifahrer über Berührbildschirme aus unzähligen Menüs und Unterpunkten heraus angeln, kleine Schriften lesen und winzige Icons treffen.
Audi A5 Avant e-hybrid quattro
Die Verarbeitung ist tadellos, die Sitze sind sehr angenehm, die Grafiken hochwertig, aber nahezu alles muss über den Touchscreen bedient werden – das stresst ein wenig.
Bild: AUDI AG
Selbst im Fahrerdisplay verstecken sich (zu) viele Ebenen. Trost spenden tolle Details: Die hochwertige Grafik, der sensationelle "Bang & Olufsen"-Sound, die tadellose Verarbeitungsqualität im Innenraum – nach bewährter Audi-Formel halt.

Fazit

Die guten Fahreigenschaften und das hohe technische Niveau (Assistenz, Multimedia) des A5 bringt Audi nun auch mit sehr intelligenter Hybridtechnik zusammen. Für Dienstwagenfahrer: Die elektrische Auslegung beschert dem A5 e-hybrid die 0,5 Prozent Besteuerung!