Audi A6 Avant: Kaufberatung
Gesucht: der beste A6 Avant

Auch für die achte Generation des A6 stellt Audi seine Schaffenslust wieder unter Beweis. Obwohl mehr Evolution als Revolution, zeigt sich Baureihe C8 speziell als Kombimodell Avant von ihrer bisher besten Seite.
- Christoph Richter
Lieben die US-Amerikaner ihren Pick-up, die Japaner ihr Kei-Car, so pflegen die Deutschen ein besonderes Verhältnis zu ihrem Kombinationskraftwagen. Hieß er zu Beginn seiner Erfolgsgeschichte im Falle Audi noch 100 Avant und war mehr Schrägheck denn Kombi, ist der A6 Avant, wie wir ihn heute kennen, ein fester Bestandteil unserer Kombi-Kultur. Generation C8 fällt optisch eher mit gezielter Überarbeitung als durch neues Design auf. Im Vergleich zum Vorgänger bietet der Avant rund 35 Liter mehr Platz hinter der zweiten Reihe. In Zahlen bedeutet das 565 Liter bei aufgestellter Rückbank und 1680, wenn jene in die Waagerechte klappt. Der Designer verrät: Ein stärker ausgeformter Dachhimmel und eine steiler stehende Heckklappe ermöglichen den Raumgewinn.
Die Doppelverglasung reduziert die Geräusche auf ein Minimum
Video: Audi A6 Avant (2018)
Leichtfüßiger Avant
Überblick: Alles zum Audi A6
Fahraktive Assistenz kommt in zwei Paketen

Qualitativ bleiben keine Fragen offen. Dass einige Funktionen nur noch über Touch zu erreichen sind, ist Gewöhnungssache. Die zwei Touchdisplays sind Serie.
Noch ist die Motoren-Palette eingeschränkt
Aktuell (Stand: 15. November 2018) listet der Konfigurator des Avant nur den 40, 45 und 50 TDI. 204 PS mit Vorderradantrieb und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe ziehen ihre Leistung aus vier Zylindern mit zwei Liter Hubraum. 231 und 286 PS, generiert vom Dreiliter-V6 und serienmäßig mit Allradantrieb, verwaltet die fein abgestimmte achtstufige Wandlerautomatik. Die gesamte Motorenpalette setzt zudem auf Mildhybrid-Technik. Das heißt, statt Anlasser und Lichtmaschine kommt ein Riemen-Starter-Generator zum Einsatz, wobei die V6 zusätzlich über ein 48 V-Bordnetz verfügen.Das Serienfahrwerk macht seine Sache gut, lockt aber niemanden hinterm Ofen hervor. Interessant wird es bei den beiden Adaptiv-Optionen. Für 1130 Euro ergänzt das Werk in Neckarsulm das Stahlfahrwerk um eine automatische Dämpferregelung und 10-Millimeter-Tieferlegung. Der Komfort ist erstklassig, keine Frage, aber auf Kopfsteinpflaster leidet das Kreuz ein wenig. Abhilfe schafft das 2000-Euro-Luftfahrwerk, das selbst mit stattlichen 20-Zöllern nur mit Querfugen leichte Probleme hat. Keine Schwierigkeiten bekommen Sie mit der 1900 Euro teuren Allradlenkung, die den Wendekreis nicht nur spürbar verkleinert, sondern auch auf der der Autobahn für mehr Stabilität sorgt.
Fazit
Der neue Avant trifft genau ins Herz unserer Kombi-Nation und wird, da sind wir uns sicher, nahtlos an den Erfolg seines Vorgängers anknüpfen. Für Herzschmerz sorgt dagegen die Ausstattungspolitik. Audi und seine deutsche Konkurrenz lassen sich trotz stolzer Grundpreise kleine Extras wie die Sitzheizung oder die Rückfahrkamera teuer extra bezahlen.
Service-Links



































