2015 brachte Audi mit dem R8 e-tron einen Elektro-Ableger des Mittelmotor-Sportwagens auf den Markt. Hinterradantrieb und 340 kW (462 PS) plus 90 kWh-Batterie sorgten für ordentliche Fahrleistungen und einer Reichweite von 450 Kilometern (NEFZ). Doch aufgrund der geringen Nachfrage wurde der R8 e-tron nur ein Jahr später wieder eingestellt.
Für den bereits bestätigten Nachfolger des V10-Supersportlers hat man in Ingolstadt größere Hoffnungen. Laut Autocar soll sich der elektrische Sportwagen bereits in der Entwicklung befinden und gegen Mitte des Jahrzehnts auf den Markt kommen.

Aktueller R8 soll gegen Ende 2023 auslaufen

Das britische Magazin beruft sich auf Quellen aus Ingolstadt und gibt an, dass der R8-Nachfolger mit neuem Namen vorfahren wird, aber der zweitürigen Coupé-Formel treu bleiben soll. Angeblich soll der Ersatz des V10-Boliden der stärkste Audi aller Zeiten werden – und auch weiterhin im Werk Böllinger Höfe vom Band laufen.
Gerüchten zufolge soll das aktuelle Verbrenner-Modell Ende 2023 auslaufen – mit einem ordentlichen Knall. Die Rede ist von einer abschließenden Hardcore-Sonderedition mit Hinterradantrieb.

Porsche-Plattform für den R8-Nachfolger denkbar

Was die Basis des neuen Autos angeht, gibt es zwei mögliche Szenarien – beide haben mit Porsche zu tun. Denkbar wäre die SSP Sport-Architektur, die auch in der nächsten Generation von Taycan und e-tron GT zum Einsatz kommen soll, oder eine neue Sportwagen-Plattform, an der für die Nachfolger des 718 Boxster und Cayman gearbeitet wird.
Welche Basis er auch verwenden wird, der elektrische Ersatz des R8 dürfte wohl stärker und schneller sein als der e-tron GT – der bringt es in der RS-Version auf 646 PS, beschleunigt in 3,3 Sekunden auf Tempo 100.
Audi Sport-Chef Sebastian Grams sagte gegenüber Autocar, dass der R8-Nachfolger zwar Priorität habe, aber der erschwinglichere TT ebenfalls nicht übersehen werde. Der dürfte ebenfalls als vollelektrisches Modell vorfahren. Immerhin hat Audi angekündigt, ab 2026 nur noch Elektro-Modelle auf den Markt zu bringen.

Von

Sebastian Friemel