Audi RS 3/BMW M2: Test
Queres Versprechen

Dank leichterem Fünfzylinder und neuer Allrad-Abstimmung soll’s im neuen Audi RS 3 nun herzhaft quer gehen. Ein Vergleich mit dem M2.
- Guido Komp
Mit Fahrveranstaltungen ist es so eine Sache: Da präsentiert Audi das Facelift des RS 3 im Oman, findet auf dem staubigen Wüstenasphalt mit neu abgestimmtem Haldex-Allrad plötzlich zur Querdynamik, pulverisiert fast schon beiläufig die für die Hot-Hatch-Klasse magische 400-PS-Marke. Auf den breiten Wüstenserpentinen beschenkt der neue ESC-Sport-Modus selbst unversierte Fahrer mit beherrschbarem Quertrieb. Es klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Stellt sich für uns nur die Frage, was von all dem querdynamischen Zauber auf dem griffigen Belag des frisch asphaltierten Sachsenrings übrig bleibt.
Die Gewichtsverteilung des Audi ist ausgewogener geworden

Besser ausbalanciert: Der RS 3 ist nun weniger kopflastig als vorher, der neue Fünfzylinder ist leichter.
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD
BMW geht mit dem M2 einen grundsätzlich anderen Weg

Auf großem Fuß: Unter den breiten Backen des M2 sitzen die Achsen des M4 – eine gute Wahl.
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD
Mit dem neuen Fünfzylinder ist der Audi bestens motorisiert

Heiße Kiste: Die Urgewalt des Fünfzylinders hebt den RS 3 vorne aus den Federn – Längsdynamik kann er.
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD
Beim M2 ist alles der Fahrdynamik untergeordnet

Reiner Sportwagen: Dank seiner straffen Abstimmung fliegt der M2 kurvengierig über den Sachsenring.
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD
Weitere Details zu Audi RS 3 und BMW M2 finden Sie in der Bildergalerie.
Fazit
Ja, der Audi RS 3 hat dazugelernt: Der leichtere Motor belebt die Vorderachse, sein Haldex-Allrad kann nun spürbar effizienter von hinten drücken. Für gewollte Quertreiberei auf griffigem Untergrund reicht es aber nach wie vor nicht. Das würde gar nicht so sehr stören, hätte man dem RS 3 dafür die fiesen Lastwechselreaktionen und seiner Keramikbremse ihre Nachlässigkeit abgewöhnt. So bleibt auch dieser Sieg für den BMW M2 reine Formsache. Vor allem, weil sich seine Fahrdynamik wirklich auf jeder Landstraße entfacht.
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