Audi sieht schwieriges Jahr voraus
Audi meldet Gewinnrückgang trotz Verkaufsrekord

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Audi fährt Absatz hoch, doch der Gewinn schaltet einen Gang zurück.
Bild: Audi
(dpa/AUTO BILD/KI) Audi konnte im vergangenen Geschäftsjahr sowohl Absatz als auch Umsatz steigern, musste jedoch einen Rückgang beim Gewinn hinnehmen. Nach Steuern fiel das Ergebnis um zwölf Prozent auf rund 6,3 Milliarden Euro. Als Hauptgrund für den Rückgang nannte Finanzvorstand Jürgen Rittersberger die Folgen von Rohstoffsicherungsgeschäften, die das Unternehmen am Dienstag in Ingolstadt erläuterte.
Trotz der positiven Entwicklung bei Verkaufszahlen und Umsatz, der um 13 Prozent auf 69,9 Milliarden Euro kletterte, weist der Ausblick für das laufende Jahr Herausforderungen auf. Nach zwei Jahren ohne ein neues Modell und angesichts mehrerer bevorstehender Modellanläufe wird ein Umsatzrückgang auf 63 bis 68 Milliarden Euro erwartet. Rittersberger betonte, dass 2024 ein besonders anspruchsvolles Jahr werden wird, welches als Übergangsjahr für Audi gelten soll. Er verwies auf den zunehmenden Wettbewerb und die Notwendigkeit, an einigen Stellen Rabatte zu gewähren. Hinzu kommen steigende Investitionen und vorübergehende Umsatzbelastungen durch den Modellwechsel und die Anläufe des Audi Q6 e-tron, des A6 e-tron und des A5.
Versorgungsprobleme bei Motoren tragen weiterhin zu den Herausforderungen bei. Vorstandschef Gernot Döllner bekräftigte zwar die festgelegten Termine für den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor, möchte sich jedoch die Flexibilität bewahren, um auf Kundenwünsche eingehen zu können. Audi plane, sein letztes neues Verbrenner-Modell 2026 vorzustellen und strebt den Ausstieg für das Jahr 2033 an, wobei die EU-Pläne für ein Verbot neuer Verbrenner ab 2035 im Jahr 2026 nochmals überprüft werden. Döllner prognostiziert, dass Audi bis zum Ende des Jahrzehnts ebenso viele Elektroautos wie Verbrenner verkaufen und damit auch eine vergleichbare Profitabilität erreichen wird. Derzeit sind neun Prozent der 1,9 Millionen verkauften Audis vollelektrisch.
Kurz vor der Jahrespressekonferenz präsentierte Audi den Elektro-SUV Q6 e-tron, das erste Fahrzeug der Marke auf der gemeinsam mit Porsche entwickelten PPE-Plattform für Oberklasseautos. Mit aktuell drei vollelektrischen Modellreihen auf drei verschiedenen Plattformen hat Audi seine E-Flotte weiter ausgebaut. Der Marktstart des Q6 e-tron in Deutschland und den USA ist für das zweite Halbjahr 2024 geplant, die Produktion in China soll im nächsten Jahr beginnen. Das Modell soll eine Reichweite von bis zu 670 Kilometern bieten. Software-Probleme hatten zuvor zu einer Verzögerung von zwei Jahren geführt.
Im Vergleich zum Vorjahr hat Audi seine Verkäufe um 17 Prozent auf 1,9 Millionen Fahrzeuge gesteigert, während das Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen um 18 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro sank. Die Umsatzmarge im Kerngeschäft ging zurück auf neun Prozent. Für das laufende Jahr wird eine Umsatzmarge zwischen acht und zehn Prozent erwartet, trotz des prognostizierten Umsatzrückgangs. In Deutschland beschäftigt Audi 53.000 Menschen.
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