LED-Scheinwerfer lohnen sich noch nicht, denn ihre Leistung rechtfertigt nicht die hohen Mehrkosten verglichen mit Xenonlicht. Zu diesem Schluss kommt AUTO BILD in der aktuellen Ausgabe (46/2008). 21 Automodelle stellten sich dem groß angelegten Scheinwerfertest. Und das Maß aller Dinge bleiben weiterhin Xenonscheinwerfer. Sie sind vor allem für Leute mit eingeschränkter Nachtsicht zu empfehlen. Doch auch die Leistung herkömmlicher Halogenleuchten hat sich im Vergleich zu früheren Untersuchungen verbessert. Das beste Licht unter den getesteten Fahrzeugmodellen lieferte der Ford Kuga. Seine 860 Euro teuren Bi-Xenon-Scheinwerfer leuchten die Umgebung homogen aus und erreichten mit 70 Metern gemeinsam mit dem Subaru Tribeca die größte Reichweite. Einzig beim Streulicht muss Ford noch etwas nachlegen.
Bei den Halogenleuchten siegte der Renault Laguna, der nur wenig Streulicht ausstrahlt und die Fahrbahn gut ausleuchtet. Sogar die bewährten H4-Lampen im Dacia Sandero überzeugten die AUTO BILD-Tester mit guter Reichweite und breiter Beleuchtung der Fahrbahn. Nur die etwas "fleckige" Ausleuchtung, fehlende Strahlenblenden sowie das starke Streulicht verhinderten eine bessere Platzierung als Rang zwölf. Dass die gleichen Lampen deutlich weniger leisten können demonstriert Opel mit dem Agila, der das Schlusslicht im Test bildet. Mit diesem Wagen ist man am besten nur in der Stadt unterwegs, denn sein Licht ist schwach und die Reichweite mit 45 Metern gering.

Xenon- schlägt LED-Technik

Die Xenon- und LED-Technik setzte sich gegen Halogenscheinwerfer durch. Doch im direkten Vergleich zum getesteten Audi R8 mit serienmäßigem Bi-Xenon-Licht schnitt die LED-Variante etwas schlechter ab und landete mit Platz acht weit entfernt vom Podium. Zwar lieferten die Dioden ein natürlich weißes Licht, doch erzeugten sie direkt vor dem Wagen einen dicken "Lichthaufen", hinter dem es schnell dunkel wurde. Der Aufpreis von 3590 Euro lohnt sich somit noch nicht. Für den Test nutzten die Prüfer einen 140 Meter langen professionellen Lichtkanal. Darin untersuchten sie acht Autos mit Xenon-Licht, den ersten Wagen mit Energie sparenden LED-Scheinwerfern (Audi R8) und zwölf Fahrzeuge mit herkömmlichen Halogenlampen (H4, H7). Bewertet wurden sieben Disziplinen (Reichweite, Verteilung, asymmetrisches Abblendlicht, Fernlicht, Eigenblendung, Fremdblendung sowie Zugänglichkeit).