Sieben Marken, ein Abend, eine klare Botschaft: Guter Service zahlt sich aus. Gemeinsam mit dem VDIK hat AUTO BILD in diesem Jahr zum ersten Mal den Automotive Aftersales Award verliehen. Das sind die Gewinner.
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Es ist eine Premiere mit Ansage: Auf der Automechanika in Frankfurt haben AUTO BILD, die Automechanika und der Verband der internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) erstmals den „Automotive Aftersales Award" (AAA) vergeben – und damit ein Zeichen gesetzt, dass Werkstatt und Service längst nicht mehr das Anhängsel des Autokaufs sind, sondern selbst zum Wettbewerbsfaktor geworden sind. In der Festhalle Frankfurt nahmen Vertreter von sieben Marken die Trophäe entgegen, ausgewählt aus 29 Nominierungen in sechs Kategorien plus einem Sonderpreis.
Das Publikum wartet gespannt auf die Verleihung der Preise beim ersten Automotive Aftersales Award 2026.
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Der Grundgedanke des Awards: Wer heute ein Auto kauft, kauft ein Serviceversprechen gleich mit. Ob Batteriediagnose beim Elektroauto, digitale Terminbuchung per App oder die Frage, wie kulant ein Hersteller nach Ablauf der Garantie noch repariert – all das entscheidet über Kundentreue und Wiederverkauf. Genau hier setzt der AAA an.
So wurde gewählt: Leser, Daten und Fachjury
Damit die Auszeichnung nicht nur Marketing-Kür bleibt, wurde ein dreistufiges Verfahren aufgesetzt. Den Anfang machten die Leserinnen und Leser von AUTO BILD, die im Frühsommer online über ihre Service-Favoriten abstimmen konnten. Ergänzt wurde dieses Votum um die Ergebnisse des jährlichen „IfA Marken-Monitors" des Instituts für Automobilwirtschaft, der die Zufriedenheit der Handelspartner misst. Den Schlusspunkt setzte eine Expertenjury, die die eingereichten Konzepte noch einmal fachlich einordnete und bewertete: Robin Hornig (AUTO BILD), Guido Kutschera (DEKRA Germany), Ralph M. Meunzel (AUTOHAUS), Prof. Dr. Stefan Reindl (Institut für Automobilwirtschaft, IfA), Karsten Schulze (ADAC) sowie Joachim Bühler (TÜV-Verband).
„Ein starker Service schafft Kundenloyalität und Vertrauen", brachte VDIK-Präsidentin Imelda Labbé es bei der Verleihung auf den Punkt. „AUTO BILD, Automechanika und VDIK haben den Automotive Aftersales Award ins Leben gerufen, um die herausragenden Leistungen des Markenservice im Aftersales sichtbar zu machen. Ich gratuliere allen Gewinnern herzlich und danke den AUTO BILD Lesern sowie der neutralen Jury für ihre Stimme. Die große Zahl und hohe Qualität der Bewerbungen hat gezeigt, wie viele starke Initiativen es im Markenservice gibt."
Kategorie 1 – Werkstatt- und Servicekonzepte: CUPRA
Den Auftakt macht CUPRA, prämiert für ein rundum durchdachtes Servicekonzept. Die Marke bietet fünf Jahre Herstellergarantie (seit Dezember 2023) und acht Jahre beziehungsweise 160.000 Kilometer auf die Hochvoltbatterie. Dazu kommt ein kostenloser Hol- und Bringservice im Umkreis von 20 Kilometern bei jedem Werkstattbesuch, eine monatliche kostenlose Außenreinigung inklusive Kontrolle der Funktionsflüssigkeiten sowie individuelle Wartungspakete mit festen monatlichen Raten. Abgerundet wird das Programm „CUPRA CARE" durch Reifengarantie, Reparaturfinanzierung und eine Anschlussgarantie auch für Gebrauchtwagen und ältere Modelle – ein Servicepaket, das weit über die reine Reparatur hinausgeht und Kunden über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus begleitet.
Der Preis für das beste Werkstatt- und Servicekonzept geht an Cupra. Überreicht von Robin Hornig (AUTO BILD Chefredakteur, links) und Imelda Labbé (VDIK-Präsidentin, 2.v.r.) sowie Michael Johannes (Geschäftsbereichsleiter Mobility & Logistics, Messe Frankfurt Exhibition GmbH, rechts). Entgegengenommen haben ihn Stefan Kahlenberg, Irina Keller, Oliver Vogt und Jorge Luna (Aftersales Manager, CUPRA-SEAT Deutschland)
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Kategorie 2 – Batterie- und Hochvoltservices: Volvo
Mit dem Siegeszug der Elektromobilität wächst auch die Bedeutung eines professionellen Umgangs mit Hochvoltbatterien. Volvo überzeugt hier mit einem durchdachten Gesamtkonzept: Statt immer die komplette Batterie zu tauschen, können auch nur einzelne Module ersetzt oder – außerhalb der Garantie – generalüberholte Batterien mit vier Jahren beziehungsweise 80.000 Kilometern Garantie eingebaut werden. Drei internationale Battery Center in Europa, den USA und China sorgen für kurze Reparaturzeiten und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Bei Modellen wie dem EX90 und ES90 macht ein digitaler Batteriepass mit QR-Code, Gesundheitszustand, CO₂-Fußabdruck und Recyclinganteil transparent – Nachhaltigkeit und Kundenorientierung Hand in Hand.
Der Preis für die besten Batterie- und Hochvoltservices geht an Volvo. Bei der Preisübergabe: Michael Johannes (Messe Frankfurt), Robin Hornig (AUTO BILD), Torben Meyer (Director Business & Retailer Development, Volvo Cars Deutschland) und Jürgen Bachem (Leiter Service Business) und Imelda Labbé (VDIK, v.l.n.r.).
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Kategorie 3 – Wartungs- und Reparaturlösungen: Renault
Renault überzeugte die Jury mit einer Kombination aus Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Über das Programm „renative" bietet die Marke hochwertige Aufbereitungsteile an und macht Reparaturen dadurch günstiger und ressourcenschonender zugleich. Eine verlässliche Teileversorgung über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus sichert außerdem die Mobilität auch älterer Modelle. Besonders zukunftsweisend: vorausschauende Wartungsinformationen, Over-the-Air-Diagnosen, Remote Repair und KI-gestützte Geräuschanalysen, die Werkstattaufenthalte verkürzen und für mehr Transparenz beim Kunden sorgen.
Der Preis für die besten Wartungs und Reparaturlösungen geht an Renault. Bei der Preisübergabe: Robin Hornig (AUTO BILD), Oliver Schieritz (Direktor Kundenservice und Aftersales) und Alexander Jess (VDIK-Geschäftsführer, v.l.n.r.).
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Kategorie 4 – Digitale Aftersales-Services: Škoda
Škoda setzte sich in der Kategorie „Digitale Aftersales-Services" durch – und unterstreicht damit seine ohnehin starke Erfolgsserie. Von der Online-Terminvereinbarung über digitale Teile- und Zubehörlösungen bis zur vollständig digitalen Serviceabwicklung entsteht ein nahtloses Kundenerlebnis. Künstliche Intelligenz unterstützt bereits heute bei der Schadensmeldung und Serviceberatung, weitere digitale Funktionen sind in Arbeit. Wichtig für die Jury: Bei Škoda ersetzt die Technik nicht den persönlichen Kontakt im Autohaus, sondern ergänzt ihn – und stärkt so die Kundenbindung nachhaltig.
Der Preis für die besten digitalen Aftersales Services geht an Škoda. Bei der Preisübergabe: Robin Hornig (AUTO BILD), Marco Jochmann (Leiter Service Technik & Kundenbetreuung) und Frank Barwasser (Sprecher der Geschäftsführung, Škoda Auto Deutschland) sowie Imelda Labbé (VDIK) und Michael Johannes (Messe Frankfurt, v.l.n.r.).
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Kategorie 5 – Innovative Kundenbindungskonzepte: Toyota
Vertrauen ist die Basis jeder Kundenbindung, und Toyota schafft es mit einem ungewöhnlich weitreichenden Versprechen: Über „Toyota Relax" verlängert sich die Garantie mit jeder Wartung in der Vertragswerkstatt automatisch – auf bis zu 15 Jahre oder 250.000 Kilometer. Das Konzept gilt für Neu- und Gebrauchtwagen, ist an das Fahrzeug gebunden und lässt sich sogar bei älteren Modellen reaktivieren, was auch den Wiederverkaufswert stützt. Ergänzt wird das Ganze durch ein digitales Service-Ökosystem samt MyToyota-App, das Kunden proaktiv über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus begleitet.
Der Preis für die innovativsten Kundenbindungskonzepte geht an Toyota. Bei der Preisübergabe: Robin Hornig (AUTO BILD), Mario Köhler (Präsident & CEO, Toyota Deutschland), Michael Brucker (Toyota-Händlerverband), Nadine Busch (Direktorin Value Chain) und Imelda Labbé (VDIK, v.l.n.r.).
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Kategorie 6 – Newcomer, Servicenetz: BYD
In der Newcomer-Kategorie zeichnete die Jury den rasanten aber dennoch qualitätsorientierten Aufbau des BYD-Servicenetzes aus. Vom aktuellen Stand von rund 150 Standorten will die Marke bis Ende 2026 auf 300 Standorte wachsen. Ein zentrales Ersatzteillager in Deutschland mit Overnight-Lieferungen und einer Fulfillment-Rate von mindestens 95 Prozent sorgt für Verfügbarkeit, eine eigene Akademie samt Schulungsprogrammen und dem KI-Tool „ChatBYD" für qualifizierte Servicepartner. Ergänzt wird das Angebot durch KI-gestützte Diagnoseprozesse, Remote Services und eine leistungsfähige App als zentralen Kunden-Hub.
Der Preis für die Kategorie Newcomer Servicenetz geht an BYD. Bei der Preisübergabe: Robin Hornig (AUTO BILD), Daglef Seeck (Aftersales-Direktor, BYD Deutschland) und Alexander Jess (VDIK, v.l.n.r.).
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Sonderpreis „Aftersalesmarke der Herzen": Subaru
Den Sonderpreis der Jury erhielt Subaru – eine Auszeichnung, die weniger die Innovationskraft als vielmehr die gelebte Verlässlichkeit würdigt. Statt Bauteile pauschal zu tauschen, setzt Subaru konsequent auf Reparatur: Reparatursätze, die Wiederverwertung wertvoller Materialien und spezialisierte Reparaturservices verlängern die Lebensdauer der Fahrzeuge. Hinzu kommt eine langfristig gesicherte Ersatzteilversorgung sicherheitsrelevanter Komponenten sowie ein digitales Händlerportal (ASP), das Werkstätten Reparaturwissen, Reparaturhandbücher, Wartungslisten und ein Ticketsystem für technische Anfragen an die Hand gibt. „Eine starke Kundenbeziehung entsteht vor allem dann, wenn der Kunde auch Jahre nach dem Kauf das Gefühl hat, bei seiner Marke gut aufgehoben zu sein" – dieser Anspruch beschreibt Subarus Auftritt beim AAA 2026 treffend.
Der Sonderpreis für die Aftersales Marke der Herzen geht an Subaru. Bei der Preisübergabe: Robin Hornig (AUTO BILD), Jürgen Ehlenberger (Leiter Presse / PR und Unternehmenskommunikation, Subaru Deutschland) und Marc Wingenter (Vorstandsmitglied Subaru Partnerverband) sowie Michael Johannes (Messe Frankfurt, v.l.n.r.).
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Fazit: Der Aftersales rückt ins Rampenlicht
Die Bandbreite der prämierten Konzepte zeigt, wie unterschiedlich sich die Hersteller dem Thema Service nähern – und wie sehr sich die Branche gerade neu erfindet. Digitale Prozesse, Nachhaltigkeit bei Reparaturen und langfristige Garantieversprechen treffen auf die Herausforderungen der Elektromobilität, allen voran den professionellen Umgang mit Hochvoltbatterien. Der VDIK kündigte an, den Automotive Aftersales Award auch künftig zu vergeben, um innovative Konzepte sichtbar zu machen und den Austausch zwischen Herstellern, Handel und Werkstätten zu stärken – ein Termin, den sich Autofahrer wie Branchenbeobachter gleichermaßen vormerken können.
Automotive Aftersales Award 2026
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Hintergrund zum Award
Der Automotive Aftersales Award wurde vom VDIK initiiert und in diesem Jahr erstmals ausgeschrieben. Angekündigt im April 2026, startete die Leserwahl bei AUTO BILD kurz darauf und lief bis Ende Juni; die Verleihung fand am 8. September 2026 im Rahmen der Automechanika in der Festhalle Frankfurt statt.