BMW 3er: Rückruf gefährlicher Takata-Airbags

BMW 3er (E46) und Audis (A4, A6): Rückruf wegen Airbag-Problemen

Rückruf verursacht Fahrverbot für viele BMW

Weil BMW defekte Takata-Airbags vorerst nicht reparieren kann, sollen Kunden ihre betroffenen 3er stehen lassen. Auch Audi ruft weltweit ältere Modelle zurück!
Die BMW-Fahrerin Claudia B. ist verzweifelt. Im November 2019 hatte sie einen gut erhaltenen BMW 3er (Baureihe E46) von 1998 gekauft. Er sollte ihren Sohn zum Studium von München nach Regensburg bringen. Aber dann, Anfang Januar: Rückrufmaßnahme 0032 970 200, fehlerhafte Takata-Airbags. Das Problem: BMW hat keine Ersatzteile auf Lager. Stattdessen wird im Kundenanschreiben empfohlen, "bis zur finalen Klärung der Gefährdungslage bzw. bis zur Bereitstellung der Ersatzlösung das Fahrzeug nicht mehr zu bewegen". Teile sollen frühestens ab dem dritten Quartal 2020 verfügbar sein. Für Claudia B. kommt diese Empfehlung einem Fahrverbot für ihren 3er gleich, womöglich für den Rest des Jahres. Denn eine "Ersatzmobilität wird aufgrund des Alters des Fahrzeugs" von BMW nicht angeboten.
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Stand 30.04.2020

56.000 BMW 3er werden überprüft

4000 BMW der Baureihe E46 sollen sofort stehen bleiben. Ersatzteile erst frühestens ab dritten Quartal 2020.

Die Münchnerin ist kein Einzelfall. 56.000 Exemplare des 3er aus dem Bauzeitraum November 1997 bis Juni 2000 sind noch auf den deutschen Straßen unterwegs und werden im Rahmen des Rückrufs geprüft. Davon seien rund 25 000 Exemplare "mit kritischen Airbags ausgestattet". Von denen wiederum sollen 4000 sofort stehen bleiben, so BMW. Die restlichen 21.000 Autos "können bis zur Verfügbarkeit der Ersatzteile weiter genutzt werden". Worin sich die 4000 von den 21.000 anderen Exemplaren unterscheiden, ließ BMW offen.

Zahlreiche Hersteller sind betroffen

Nicht nur BMW ist von fehlerhaften Takata-Airbags betroffen, auch bei Ford, Chrysler, Honda, Nissan, Mazda und Toyota kamen sie zum Einsatz. Weltweit wurden in den vergangenen Jahren mehr als 100 Millionen Autos zurückgerufen, die mit Airbags des inzwischen insolventen Zulieferers ausgerüstet waren. Zahlreiche Verletzungen und 29 Todesfälle werden damit in Verbindung gebracht. Das Problem: Das Treibmittel des Fahrerairbags kann feucht werden, sodass sich der Luftsack bei einem Unfall nicht richtig entfaltet. Oder, noch schlimmer: Ist das Treibmittel wieder getrocknet, kann es zu einer aggressiven Verbrennung kommen. In der Folge können Teile bersten, dem Fahrer Metallsplitter ins Gesicht fliegen.

Auch Audi ruft weltweit zurück

Auch Audi TT (8N) aus den Baujahren 1997 bis 1999 werden zurückgerufen.

Auch Audi verbaute NADI-Generatoren von Takata. In Australien müssen deshalb bis zu 4000 Autos der Baureihen A4 (B5), A6 (C5), A8 (D2), Cabriolet (Typ 89) und TT (8N) in die Werkstatt. Ein Rückruf, den Audi nun weltweit ausweitet. "Da für Audi die Sicherheit der Kunden an erster Stelle steht, hat sich das Unternehmen nach intensiven technischen Analysen dazu entschieden, den bereits in einem Markt laufenden Rückruf zu Fahrzeugen aus den Baujahren 1997 bis 1999 mit einem solchen Airbag-Typ vorsorglich auszuweiten. Audi kennt keinen Vorfall weltweit, in dem bei einem Audi-Fahrzeug mit einem NADI-Gasgenerator der Airbag nicht auslegungskonform reagiert hat", so ein Sprecher. Darauf wollte AUTO BILD-Leser Robert M. nicht warten. Er ließ den Airbag seines TT (8N) von 1999 gegen ein Ersatzteil von 2014 in einer Fachwerkstatt tauschen. Kosten: 903 Euro.
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