BMW belebt die Neue Klasse wieder. Anders als in den 1960ern, als die Marke unter diesem Beinamen ihr erstes Mittelklasse-Auto vorstellte, handelt es sich diesmal nicht um ein konkretes Modell, sondern um eine Plattform. Die soll vor allem die Basis für eine neue Generation von Elektroautos werden und ab 2025 eine vollelektrische Alternative für die Baureihen 3er und den X3 werden. Das hat BMW-Chef Oliver Zipse im Interview mit dem "Car Magazine" verraten. Die neue Architektur soll Front-, Hinterrad- und Allradantrieb ermöglichen. Neue Batterien sollen mehr Reichweite bieten, sich schneller laden lassen und gleichzeitig weniger seltene Erden enthalten.
Vattenfall-Wallbox
Vattenfall-Wallbox

Vattenfall-Wallbox + Ökostrom

Das exklusive Ladepaket in der AUTO BILD-Edition: Charge Amps Halo™ für 499 Euro statt 1189 Euro UVP.

In Kooperation mit

Vattenfall-Logo
Aber: Zipse deutet an, dass die Neue Klasse auch als Plattform für Verbrenner dienen kann. Das passt zur Strategie, denn BMW hat sich, anders als andere Hersteller, kein finales Ziel für das Ende des Verbrenners gesetzt; die Münchner wollen möglichst viel Auswahl beim Antrieb bieten. Aktuell läuft das Projekt unter dem Namen NK1. Ob damit der BMW 3er ersetzt werden soll, lässt der BMW-Chef noch offen. Beim aktuellen G20, der seit 2019 verkauft wird, steht 2022 ein Facelift an. Eine neue Generation dürfte zeitlich etwa mit der geplanten Präsentation des NK1 zusammenfallen.

Elektrischer BMW 3er könnte als i3 verkauft werden

Das weiß auch Oliver Zipse – der BMW-Chef stellt in Aussicht, dass es möglicherweise eine Zeit lang zwei Modelle nebeneinander geben wird. Wie das aussehen könnte, lässt sich aktuell nur spekulieren. Vielleicht wird das auf der Neuen Klasse basierende Modell als i3 verkauft, während die Verbrenner-Version zunächst weiterhin auf der CLAR-Architektur basiert und später die Plattform wechselt. Zum Design gibt es noch keine handfesten Infos. "Autocar" berichtet, dass der Mitteltunnel entfallen wird. Für mehr Platz im Innenraum soll die A-Säule weiter nach vorne wandern und der Radstand vergrößert werden. Außerdem sind kürzere Überhänge an Front und Heck zu erwarten.