BMW M440i im Test

BMW M440i im Test

BMW 4er Cabrio (2020): Test, Motor, Preis

Das BMW 4er Cabrio gibt richtig Stoff – erste Fahrt im M440i xDrive

Erstmals dürfen wir die Cabrioversion des neuen BMW 4er bewegen – und zwar als 374 PS starken M440i xDrive. Der macht richtig Laune.
Alle Trends haben irgendwann mal ein Ende. So auch der zum Stahlklappdach. Vor rund 20 Jahren musste plötzlich jedes Cabrio im SLK-Stil wintertauglich gemacht werden – was teils fürchterlich unförmige Hinterteile zur Folge hatte. BMW schaffte es zwar, sowohl das letzte 3er-als auch das erste 4er-Cabrio verhältnismäßig ansehnlich hinzubekommen, doch Fahrdynamik-Narren waren wenig angetan von der schweren und sperrigen Konstruktion.
Also jetzt: Rolle rückwärts. Die Verdeckentwicklung hat große Fortschritte gemacht, Wärmedämmung und Schallisolierung sind auf hohem Niveau. Da steht einem klassischen Stoffverdeck nichts mehr im Wege. Zumal die neue Dachkonstruktion bei den Akustikwerten im geschlossenen Zustand sogar besser abgeschnitten haben soll als ein baugleiches Coupé. Zudem ist das sogenannte Flächenspriegelverdeck ultrastabil: "Da können Sie sich sogar draufstellen", behauptet der Entwickler. 
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Wir testen es mal lieber nicht – der Autor ist nach dem Winter noch nicht im Leichtbaumodus unterwegs. Das kann auch das Cabrio nicht von sich behaupten, obwohl die Dachkonstruktion für sich genommen rund 40 Prozent leichter geworden ist und der Schwerpunkt bei geschlossenem Dach sogar 23 Millimeter tiefer liegt als der einer gleich motorisierten 3er-Limousine. Trotzdem sind 1690 Kilogramm beim 420i schon eine Ansage.

Im Reihensechser-Motor steckt viel Freude am Fahren

Der drei Liter große Sechszylinder spricht spontan an und bringt den M440i in 4,9 Sekunden auf 100 km/h.

©BMW AG

Das von uns gefahrene M440i xDrive Cabrio bringt noch mal 200 kg mehr auf die Waage. Allrad, Mehrausstattung und der Sechszylinder schlagen auf den BMI. Der Motor sorgt mit seinen 374 PS für den notwendigen Gegenpol und katapultiert uns in 4,9 Sekunden auf Tempo 100. Ein M4 mit 510 PS und Hinterradantrieb kann das nur eine Sekunde schneller. Zudem begeistert das spontane Ansprechverhalten des Dreiliters mit seinem turbinengeometrisch variablen Twinscroll-Lader. Dazu gesellt sich die bekannt einwandfrei abgestimmte Achtstufenautomatik, die besonders im Sportmodus mit hellwachen Schaltabfolgen gefällt. Fahrwerksseitig freut uns, dass uns der Allrad (zum Sommerreifen-Test 2021) im M440i xDrive viel freie Hand für kontrolliertes Leistungsübersteuern lässt – selbst wenn das ESP nur im Sportmodus läuft und nicht gänzlich abgeschaltet ist. Hier zeigt sich die Wirkung des im M440i serienmäßig verbauten Sportdifferenzials.
Um in puncto Fahrdynamik nicht merklich gegenüber dem Coupé abzufallen, hat BMW das Chassis vor allem im Bereich der Seitenschweller und im Heck verstärkt. Doch zurück zur eigentlichen Neuerung dieses 4ers – der Dachkonstruktion. Die faltet sich in 18 Sekunden vollautomatisch und elegant choreografiert unter den Heckdeckel. All das funktioniert auch während der Fahrt bis 50 km/h.

Preis: Beim Topmodell langt BMW richtig zu

Das Cabrio kostet 7500 Euro mehr als das Coupé. Beim offenen M440i xDrive macht das dann 75.900 Euro.

©BMW AG

Und wer offen mit der oder dem Liebsten ins lange Wochenende aufbricht, wird sich über einen der großen Vorteile freuen: Der Gepäckraum büßt von seinen 385 Litern nur 85 ein. Beim Vorgänger mit dem starren Klappdach mussten noch sage und schreibe 150 Liter Platz für das Dach machen (370 geschlossen, 220 Liter offen). Für den Anfang geht BMW mit dem von uns gefahrenen M440i xDrive ins Rennen, der bis zur Premiere des M4 Cabrio im Frühsommer die fahrdynamische Speerspitze darstellt. Darunter rangieren die vierzylindrigen 420i mit 184 PS und 430i (258 PS). Gegen Jahresende schiebt BMW zudem den 340 PS starken M440d xDrive als Biturbo-Reihensechszylinder-Diesel nach. Verglichen mit dem Coupé reißt das Cabrio ein um 7500 Euro größeres Loch ins Portemonnaie. Der offene 420i startet bei 54.800 Euro, der 430i kostet ab 59.800 Euro, das Topmodell M440i xDrive mindestens heftige 75.900 Euro. (Unterhaltskosten berechnen? Zum Kfz-Versicherungsvergleich)

BMW M440i im Test

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Das Fazit: Das Verdeck ist ein Highlight in Sachen Komfort und Dämmung. Das lässt sich BMW allerdings gut bezahlen. Das 4er-Cabrio ist ein dynamisch angehauchter Parade-Gleiter. AUTO BILD-Testurteil: 2
Technische Daten BMW M440i xDrive Cabrio • Motor: Sechszylinder, Turbo, vorn längs • Hubraum: 2998 cm³ • Leistung: 275 + 8 kW (374 + 11 PS) bei 5500-6500/min • max. Drehmoment: 500 Nm bei 1900-5000/min • Antrieb: Allrad, Achtstufenautomatik • Länge/Breite/Höhe: 4770/1852/1394 mm • Leergewicht: 1890 kg (DIN) • Kofferraum: 300-385 l • 0-100 km/h: 4,9 s • Vmax: 250 km/h • Verbrauch: 7,8 l S/100 km • Abgas CO2: 177 g/km • Preis ab 75.900 Euro (zum Angebot: Ersparnis bei carwow.de bis zu 13.283 Euro).

Fotos: BMW AG

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Sportwagen Cabrio

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