BMW 745e im Test

BMW 745e: Plug-in-Hybrid, Test, Motor, Preis

Der 7er mit Stecker im Test

Der BMW 7er als Plug-in-Hybrid lockt mit Mini-Verbrauch und Maxi-Komfort. Ob das auch in der Praxis funktioniert, klärt unser Test.
Lassen Sie uns nicht über den Grill diskutieren. Nutzt ja eh nix, er ist nun einmal dran am neuen 7er. Wäre eh schade, den großen BMW einfach nur auf seine Optik zu reduzieren. Denn unter der Haube steckt alles, was den Charakter der Limousine ausmacht. Und das sorgt für einen Wechsel-Strom der Gefühle. Außen protziges Feindbild der Fridays-for-Future-Bewegung, innen dann Vorbild.

Der Hybrid-7er verbraucht erstaunlich wenig

Spritknauser: Mit sanftem Gasfuß gefahren, kommt der 745e mit bescheidenen 6,6 l/100 km aus.

Wie das geht? Ganz einfach – BMW baut in den 7er nicht nur den heiß geliebten Reihensechser ein, sondern auch gleich noch ein großes Akkupack und einen 113 PS starken Elektromotor. Macht zusammen 394 PS und einen Werksverbrauch von 2,3 Litern je 100 Kilometer. Was natürlich Blödsinn ist, die von uns zusammengesparten 6,6 Liter alle 100 Kilometer sind aber trotzdem erstaunlich. Ein Zwei-Tonnen-Trumm mit der Leistung eines Sportwagens, dem Platz einer Lounge und dem Verbrauch eines Golf TDI (ohne dessen Stickoxidwerte)? Ziemlich cool, finden wir. Und hat man sich erst mal von der martialischen Optik erholt und die Fahrertür hinter sich geschlossen (mit solidem Mercedes-Plopp), ist Wellness angesagt.

Die rein elektrische Reichweite ist groß genug

Lautloser Gleiter: Mit vollem Akku schafft der große BMW 42 Kilometer ohne den Verbrenner anzuwerfen.

Die weichen Sitze vorne sind riesig, mit so edlem Leder bezogen, dass die Rolf-Benz-Couch zu Hause wirkt wie eine Gefängnispritsche. Kombiniert mit feinem Holz – und schon heute der Bedienung von morgen. Im 7er darf nämlich nach Herzenslust gedrückt, getoucht, geredet und sogar gewinkt werden. Sogar auf der Rückbank, dort wartet ein kleines Tablet, mit dem sich allerhand Unfug treiben lässt. Wie etwa heimlich das Radio lauter stellen. Einzig an den gegenläufigen Drehzahlmesser gewöhnen wir uns nie, rund war er irgendwie a) schöner und b) übersichtlicher. Zumindest im 745e ist das nicht ganz so schlimm, die digitale Nadel ruht eh ziemlich oft auf der Null. Denn der Akku des Plug-in-Hybrid ist groß genug, um den Verbrenner am Stück für 42 Kilometer in den einstweiligen Ruhestand zu verabschieden.
Was ökologisch toll ist – aber eigentlich eine Schande. Denn wir können es gar nicht oft genug schreiben: Dieser Reihensechszylinder ist ein Sahnestück, besser kann Motorenbau nicht mehr werden. Ja, während Audi im neuen Q5 TFSI e einen quakigen Vierzylinder elektrifiziert, beherrscht der BMW eine Klangkulisse von summ bis brumm. Also von lautlosem Gleiten über sämig brabbelndes Cruisen bis hin zu zornig trompetendem Vollgas.
Das Fazit von Stefan Voswinkel: "Ja, eine große Limousine ist unvernünftig: Viel Verkehrsfläche trifft auf wenig Nutzwert. Für Langstreckenfahrer ist der 745e aber eine gute Wahl, punktet mit viel Komfort und niedrigem Verbrauch." AUTO BILD-Testnote: 2+
Alle weiteren Details zum Test gibt es in der Bildergalerie.

BMW 745e im Test

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Stichworte:

Plug-in-Hybrid

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