Mit 843 PS und 1470 Nm war der Mercedes-AMG GT 63 S E Performance eine Zeit lang das stärkste AMG-Serienmodell, bis er vom Hypercar AMG One abgelöst wurde. Für den mehr als unwahrscheinlichen Fall, dass 843 PS und 1470 Nm doch nicht ausreichen sollten, hat Mercedes-Spezialist Brabus eine Lösung parat. Beim 930 ist der Name Programm und ganz nebenbei ist die Limousine auch noch das stärkste Modell, das die Bottroper je präsentiert haben!
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Wo bisher bei 900 PS im Rocket 900 "One of Ten" Schluss war, geht jetzt noch ein bisschen mehr in Sachen Leistung! Die Basis bildet der Mercedes-AMG GT 63 S E Performance. Schon ab Werk leistet der Plug-in-Hybrid beeindruckende 843 PS und 1470 Nm, wovon 639 PS auf den Vierliter-V8-Biturbo entfallen. Zur Unterstützung kommt ein 150 kW (204 PS) starker Elektromotor an der Hinterachse zum Einsatz.
BRABUS 930 - Mercedes-AMG GT 63 S E-Performance
Der Name ist Programm: 930 steht drauf, 930 PS stecken drinnen, auch wenn es sich dabei um eine Systemleistung handelt.
Bild: BRABUS

Bei Brabus widmen sie sich dem V8-Biturbo, mit dem die Mannschaft aus Bottrop in den vergangenen Jahren schon viele Erfahrungen sammeln konnten. Anders als beim Rocket 900 wird der Hubraum allerdings nicht auf 4,5 Liter aufgebohrt. Stattdessen werden neue Turbolader mit einer größeren Verdichtereinheit und einem maximalen Ladedruck von 1,8 bar verbaut. So steigt die Leistung des Verbrenners von 639 auf 726 PS.
Doch das ist beim 930 nur der Anfang. Aufgrund der Hybrid-Technik muss nicht nur mehr Power aus dem V8 geholt werden, sondern diese Mehrleistung auch an den unverändert starken Elektromotor adaptiert werden. Dazu passt Brabus die Motorsteuergeräte an die neue Ladedruckregelung und die E-Maschine an.

930 PS und 1550 Nm

Das Endergebnis sind beeindruckende 930 PS und 1550 Nm Systemdrehmoment, was einem Plus von 87 PS und 80 Nm gegenüber dem GT 63 S E Performance entspricht. Beim Sprint von 0-100 km/h bedeutet das eine Verbesserung von einer Zehntelsekunde. Auf dem Datenblatt stehen 2,8 statt zuvor 2,9 Sekunden. Diese minimale Verbesserung zeigt, dass der 2360 Kilo schwere GT bereits ab Werk am Limit des physikalisch Möglichen unterwegs ist.
BRABUS 930 - Mercedes-AMG GT 63 S E-Performance
Die vier Endrohre und der Heckdiffusor in Carbon sind neu beim Brabus 930.

Bild: BRABUS

Beim Topspeed herrscht Gleichstand, denn trotz 930 PS wird der Brabus (wie das Serienauto) bei 316 km/h elektronisch abgeregelt, was auf den Elektromotor zurückzuführen ist. Hier hat der Rocket 900 mit seinen ebenfalls elektronisch begrenzten 330 km/h die Nase vorn.

Auch bei der Optik legt Brabus nach

Auch optisch legt Brabus beim 930 nach. Das Optik-Paket kann wahlweise in glänzendem oder mattem Sichtcarbon geordert werden und besteht aus einem Frontspoiler, Aufsätzen für die Frontschürze, einem neuen Kühlergrill, Carbon-Spiegelkappen, Blenden für die hinteren Auslässen und einem Diffusoreinsatz. Dazu passend gibt es eine hauseigene Sportabgasanlage mit vier Endrohren und Klappensteuerung. 
Natürlich ist kein Brabus-Umbau ohne die entsprechenden Räder komplett. Im Fall des 930 handelt es sich um die Monoblock Z "Platinum Edition" in den Dimensionen 275/35 ZR21 an der Vorder- und 335/25 ZR22 an der Hinterachse. Ein Modul legt den GT 63 um 20 Millimeter tiefer.
BRABUS 930 - Mercedes-AMG GT 63 S E-Performance
Schwarzes Leder im sogenannten "Triangle-Design", dazu rote Nähte und rot lasierte Teile im Innenraum.
Bild: BRABUS

Das Interieur ist, typisch Brabus, komplett individualisierbar und wird in der hauseigenen Sattlerei hergestellt. Beim schwarzen Fotofahrzeug entschied man sich für schwarzes Leder mit roter Kontraststeppung, doch der Fantasie der Kunden sind praktisch keine Grenzen gesetzt.

Komplettpreis knapp 400.000 Euro

Kaum Grenzen gibt es auch beim Preis. In der Basis kratzt der GT 63 S E Performance mit 199.016 Euro ganz knapp an der 200.000 Euro-Marke. Das Brabus 930-Komplettfahrzeug kostet mit 384.436 Euro fast doppelt so viel.