Der chinesische Auto-Riese BYD (Build Your Dreams) nimmt den europäischen Markt weiter ins Visier – und bringt noch 2025 seinen bislang günstigsten Stromer auf unsere Straßen. Das berichtet das britische Magazin Autocar unter Berufung auf BYD-Vizepräsidentin Stella Li.
Der neue Fünftürer wird nicht wie in China „Seagull“ (Möwe) heißen, sondern unter dem Namen Dolphin Surf nach Europa kommen. Preislich soll der kleine Stromer zwischen 20.000 und 25.000 Euro starten – damit würde BYD in direkter Konkurrenz zu geplanten Einsteiger-Elektros wie dem Renault Twingo oder dem VW ID.1 stehen, die allerdings frühestens 2026 erwartet werden.

BYD Dolphin Surf: Kein echtes Billigauto in Europa

Ein echtes Billigauto will BYD dabei nicht liefern: Der Dolphin Surf soll laut Li vor allem mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis punkten. Technische Details und Ausstattung sind noch nicht offiziell, in China fährt der Seagull mit rund 300 Kilometern Reichweite – ein ähnliches Paket dürfte auch für Europa geplant sein.
Da der BYD Seagull hauptsächlich für den Stadtverkehr konzipiert ist, wird der er in China mit einem 55 kW-Motor (75 PS) angeboten. Eine größere Maschine mit angekündigten 75 kW (102 PS) lässt noch auf sich warten. Dazu kommen zwei Akkugrößen mit 30 Kilowattstunden und noch ein größerer Akku mit 38 kWh.

Rund 300 Kilometer Reichweite

Immerhin: Mit der kleinen Batterie soll eine Reichweite von 305 Kilometern nach dem chinesischen Testzyklus CLTC drin sein, der größere Akku soll sogar 405 Kilometer ermöglichen. Falls sich die bisherigen Gerüchte bewahrheiten, könnte die chinesische Seemöwe bzw. der surfende Delphin das erste Serienauto mit Natrium-Ionen-Batterie sein.
Entsprechend seines urbanen Einsatzgebietes ist das Elektroauto sehr kompakt, misst gerade einmal 3,78 Meter in der Länge, ist 1,72 Meter breit und 1,54 Meter hoch – damit positioniert er sich als kleinstes Auto noch unterhalb des Dolphin, Seal oder Song L. Der Radstand von 2,5 Metern dürfte dabei den Passagieren zugutekommen.

Basispreis von rund 10.400 Euro in China

Der BYD Seagull verfügt über vier Sitzplätze und zwei Monitore. Der kleinere (5 Zoll) sitzt als Digital-Cockpit hinter dem Lenkrad. Mittig im Armaturenbrett befindet sich ein 12,8-Zoll-Infotainment-Touchscreen im Tablet-Format. Zwischen ihm und den zentralen Lüftungsdüsen positioniert BYD haptische Tasten für einige wichtige Funktionen.
Die Preise für den chinesischen Markt liegen bei 80.000 bis 100.000 Yuan (aktuell umgerechnet etwa 10.400 bis 13.300 Euro).