BYD TI7 kommt nach Großbrittannien
Sieht aus wie ein Defender, ist aber ein BYD

BYD hat mit dem TI7 bald ein großes SUV mit Plug-in-Hybridantrieb im Angebot. Und das sieht von außen verdächtig nach Defender aus.
Bild: BYD Europe
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Wir dachten eigentlich, die Zeit der China-Klone sei vorbei. Doch scheinbar liegen die Designkopien erfolgreicher Modelle wieder im Trend. Zuletzt zeigte Chery mit dem Arrizo S eine coupéhafte Limousine, die außen nach Audi und innen nach Mercedes aussah. Und jetzt auch noch BYD: Die Marke bringt mit dem TI7 ein SUV nach Europa, das dem Defender verdammt ähnlich sieht. Und dieses Auto soll auch noch im Heimatland von Land Rover zuerst auf den Markt kommen – Großbritannien.
Defender-Design bei BYD
Die starke Ähnlichkeit startet schon bei der Form. Die ist typisch kastig. Dazu gibt's eine sehr gerade Fensterlinie samt rechteckigem Element in Wagenfarbe.
An der Front fällt sofort das Unterfahrschutzelement ins Auge. Das ist wie beim Defender Metallfarben und zieht sich weit nach oben über den unteren Lufteinlass. Bei den Scheinwerfern geht BYD wiederum eigene Wege. Hier ist die Lichteinheit zweigeteilt. Die Signatur bilden zwei waagerechte Striche.
Das Licht wird am Heck wieder aufgenommen. Das Reserveradfach am Heck haben die Designer wiederum berücksichtigt. Es ist allerdings anders gestaltet, wirkt eckiger. Zudem ist nicht klar, ob hier wirklich ein Rad reinpasst oder es um die Optik geht.

Der reduzierte Innenraum erinnert an andere BYD-Modelle.
Bild: BYD Europe
Das Innenraumdesign wiederum hat wenig mit dem Defender zu tun. Das hoch aufbauende Armaturenbrett ist typisch für SUV, die eher hemdsärmlig wirken wollen. Dazu ist der Bildschirm beim BYD aufgesetzt. Beim Defender schmiegt er sich ans Armaturenbrett. Mit 15,6 Zoll ist der Bildschirm im BYD zudem größer.
Bei den Abmessungen ist der TI7 mit 5,15 Metern ganze dreizehn Zentimeter länger als ein Defender 110. Die anderen Maße sind allerdings beim BYD etwas kürzer: 1,96 Meter ist er breit (Defender 110: 2,01 Meter) und 1,87 Meter hoch (Defender 110: 1,97 Meter mit Luftfederung).
Die chinesische Defender-Version soll in Großbritannien als Plug-in-Hybrid auf den Markt kommen. Diese Antriebsart gibt's auch für den Defender. Land Rover gönnt seiner Offroad-Ikone 300 PS. Was der BYD leistet, ist noch offen.

4,8 Sekunden für den Sprint von null auf 100 km/h und bis zu 127 Kilometer rein elektrische Reichweite verspricht BYD.
Bild: BYD Europe
Offiziell ist jedoch, dass er wie der Defender einen Allradantrieb bekommt. Zwei Elektromotoren und ein 1,5-Liter-Turbobenziner sorgen für Vortrieb.
Den Preis hält BYD ebenfalls noch geheim. Sicher ist nur: So günstig wie in China wird er in Europa nicht. Dort wird der TI7 unter der Marke Fangchengbao vertrieben. Zu Preisen ab nur umgerechnet 22.900 Euro.
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