Cadillac sorgte in den vergangenen Monaten mit seinen beiden neuen Elektromodellen Lyriq und Celestiq für jede Menge Aufsehen in der Premiumliga. Wie die V8-Elektrifizierung auf Amerikanisch geht, zeigt der US-Konkurrent Dodge bereits. Wer sich noch nicht vollends für die Elektromodelle der nahen Zukunft begeistert, kann einer echten SUV-Legende frönen.
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Der Cadillac Escalade setzt sich mit der sportlichen V-Version eine strahlende Krone auf. Aussteigen möchte man gerade auf langen Strecken nie wieder, und Wettbewerber des Escalade sind nicht nur auf dem USA-Markt dünn gesät.
Cadillac Escalade V
Der Cadillac Escalade V ESV ist gewaltig: 5,76 Meter misst das 682 PS starke Flaggschiff!

"Natürlich gibt es da einen BMW X7, Range Rover oder einen Mercedes GLS, doch eigentlich schauen wir uns eher einen Lincoln Navigator an", erzählt Produktmanager Jordan Garwood. "Die anderen Modelle sind doch deutlich kleiner und bedienen auch ein anderes Publikum, weil es keine Version mit verlängertem Radstand gibt. Unsere Stückzahlen sind dann doch ganz andere."

"Maximaler Luxus, darauf können wir nicht verzichten"

Der Cadillac Escalade klingt in den USA, den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Russland wie Donnerhall. Er ist das Luxusmodell, mit dem eben auch der US-Präsident durch die Gegend kutschiert, wenn "The Beast" einmal in der Garage bleibt.
Die XXL-Version kommt mit sechs Einzelsitzen, die in einem Learjet nicht luxuriöser sein könnten. "Wir haben einen Verkaufsmix von 70:30 zugunsten der normalen Version", erläutert Garwood weiter. "Viele Leute wollen jedoch die ESV-Langversion für maximalen Luxus. Darauf könnten wir nicht verzichten."
Und genau diese XXL-Variante gibt es auch bei der Sportversion des Cadillac Escalade V. Gerade in Schwarz ist der ESV ein mächtiges, aber elegantes Luxus-SUV.
Cadillac Escalade V
36 Lautsprecher sorgen für klangvolle Unterhaltung. Vier davon platzierte GM in den vorderen Kopfstützen.

Luxuriös ist auch der Innenraum: 38-Zoll-Display, klimatisierte Ledereinzelsitzen, getrennte Klimatisierung. Im Fond bietet der Escalade Platz im Überfluss, zwei 12,6 Zoll große Touchscreens und AKG-Nobelsound aus 36 Lautsprechern.
Cadillac Escalade V
38 Zoll groß ist das Tacho- und Infotainmentdisplay. Der Innenraum mit viel Leder wirkt sehr gut verarbeitet.
Die Zeiten sind vorbei, als Cadillac für mäßige Verarbeitungsqualität bekannt war. Der Escalade ist als V-Sportversion in Sachen Lederausstattung und Bedienung eine wahre Augenweide.

V8-Katapult mit 682 PS

Ebenso wie bei der Konkurrenz arbeitet im Escalade V ESV ein aufgeladener Achtzylinder. Hubraum, auch aufgeladen, ist durch rein gar nichts zu ersetzen. Das unterstreicht der sportlichste aller Escalades mit seinem bekannten 6,2-Liter-V8. Jener frei atmende Achtzylinder holt auf Wunsch des Piloten engagiert Luft und presst einen mit 682 PS mächtig ins Gestühl.
Die hauseigene Zehnstufen-Automatik kommt mit dem Gangwechsel kaum nach, wenn der US-Koloss aus dem stehenden Start in rund 4,5 Sekunden auf Tempo 100 spurtet, während der Fahrer den Spurt auf dem gigantischen Screen oder dem Head-up-Display verfolgt.
Cadillac Escalade V
682 V8-PS leistet der Escalade, maximal liefert er 885 Nm Drehmoment. Dafür braucht er auch 20 Liter Benzin auf 100 Kilometer.

Wem der normale Enthusiasmus des Achtzylinders nicht reicht, der drückt auf den vergleichsweise unscheinbaren V-Schalter vor dem etwas blassen Getriebewahlhebel – und der Koloss legt die Ohren an.
Auf dem gigantischen 16:9-Bildschirm spielen sich zentral verschiedene Einstellungen für Fahrwerk, Lenkung, Getriebe und weitere Modi in den Vordergrund.

Ordentlich Sound und 885 Nm Drehmoment

Je nach Gusto und Fahrbahn kann man die V-Modi hier justieren und den Verbrennerkoloss richtig sportlich machen. Das V8-Triebwerk ist in der besonders potenten 682-PS-Variante eine wahre Schau. Die Beschleunigung ist dank der 885 Nm maximalen Drehmoments heftig, auch wenn einem nicht die Gesichtszüge entgleisen wie bei manchem Hypercar.

Dazu genießt der Fahrer den betörenden Klang des bollernden Achtenders, der aus den vier Endrohren in die Umgebung schmettert. So etwas wird einem bei den Elektroautos mit ihrem künstlichen Bastelklang fehlen. Hier gibt es noch sonore Kraftakustik vom Feinsten.

US-Version nur 200 km/h schnell

Mit seinen gewaltigen Abmessungen ist der Cadillac Escalade V ESV eine der schnellsten und stärksten Eigentumswohnungen, die man sich vorstellen kann. Allerdings hapert es bei der Höchstgeschwindigkeit, denn die 155 Meilen pro Stunde (250 km/h), die die Amerikaner viele ihrer V-Topmodelle in den USA rennen lassen, gibt es bei der US-Version nicht. Hier wird nach Aussage von Jordan Garwood aktuell bei schmalen 200 km/h abgeregelt.
Cadillac Escalade V
Stattlich: Der Kofferraum der ESV-Variante schluckt 4043 Liter bei umgeklappten Rücksitzen.

Das wäre in der Liga eines 700-PS-Power-SUV in Europa oder den Emiraten deutlich zu wenig. Die Exportmodelle sollen daher eine deutlich längere Leine bekommen.

Ziel: Reisekomfort statt Rundenzeit

Die meisten Kunden in den USA legen ohnehin Wert auf Reisekomfort. Und der sportliche Koloss lässt bei Ausstattung und Langstreckenqualitäten kaum Wünsche offen.
Die Fahrwerksabstimmung ist straff und nicht hart – allemal gelungen für ein fast 2,8 Tonnen schweres SUV, dessen elektronische Dämpfer auf welliger Fahrbahn oder in schnellen Kurven alle Hände voll zu tun haben, die Nick- und Wankbewegungen im Rahmen zu halten.

Bildergalerie

Cadillac Escalade V
Cadillac Escalade V
Cadillac Escalade V
Kamera
Fahrbericht: Cadillac Escalade V ESV
Das Platzangebot für Fahrer und Passagiere ist ebenso üppig wie das Laderaumvolumen. Dass nicht nur die Heckklappe elektrisch öffnet, sondern sich auch die langen Trittstufen elektrisch entfalten und die Türen wie von Geisterhand zuziehen, passt ins exzellente Bild des Escalade V ESV.
So einer würde auch in Europa seine Fans finden, die die mindestens 150.000 US-Dollar nur allzu gerne bezahlen würden. Und die XXL-Version kostet inklusive einer unüberschaubar großen Zahl von Sicherheitssystemen 3000 US-Dollar mehr – auch das ist Amerika.

Von

Stefan Grundhoff