Fahrbericht Cadillac XT4

Cadillac XT4 350d AWD: Test, SUV, Diesel, Motor, Preis

Mit dem Mittelklasse-SUV XT4 zielt Cadillac auf GLC, Q5 und X3

In den USA und China eine große Nummer, probiert es Cadillac mal wieder in Europa. AUTO. BILD war mit dem Mittelklasse-SUV XT4 unterwegs.
Um ein Fahrzeug in der SUV-Mittelklasse kommt man heute kaum herum, wenn man bei Stückzahlen und Image glänzen will. Jetzt greift der Cadillac XT4 die deutschen Platzhirsche Audi Q5, BMW X3 und Mercedes GLC an. Und der 4,59 Meter lange Amerikaner ist ein echter Hingucker im Straßenbild, er fällt auf, ohne sich an ihm zu stoßen.
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 Schick sieht der Cadillac aus Kansas City auch innen aus, wenngleich der Navigationsbildschirm, die analogen Runduhren hinter dem griffigen Lenkrad oder der Dreh-Drücksteller in der Mittelkonsole leicht betagt wirken. Die Bedienelemente sind übersichtlich, die Verarbeitung ist gut, und das Head-up-Display projiziert die wichtigsten Informationen ins Blickfeld des Fahrers. Nettes Detail: Der Innenspiegel zeigt bei Bedarf das Bild einer zweiten Rückfahrkamera. Auf den vorderen, klimatisierbaren Massagesitzen sowie in Reihe zwei herrschen gute Platzverhältnisse. Im Fond sind die Kopfstützen jedoch zu niedrig. Wer die Rückbank umklappt, kann bis zu 1385 Liter Volumen nutzen.

Insgesamt stehen nur zwei Motoren zur Auswahl

Hübsch gemacht: Der Cadillac XT4 ist ein echter Hingucker, ohne jedoch aufdringlich zu wirken.

©GENERAL MOTORS

Beim Antrieb gibt es eher Mittelmaß, die Motorvarianten des Amerikaners sind sind mit exakt zweien an der Zahl überschaubar. Die meisten Kunden dürften sich für das Dieselmodell Cadillac XT4 350d AWD mit 174 PS (128 kW) und 381 Nm entscheiden, der mit mindestens 42.900 Euro in der Liste steht (Unterhaltskosten berechnen? Zum Kfz-Versicherungsvergleich). Der zwei Liter große Selbstzünder ist zwar neuester Bauart, doch alles andere als ein Leisetreter. Nicht nur beim Kaltstart, sondern auch bei höheren Tempi oder starken Lastanforderungen ist er akustisch deutlich zu vernehmen. Er hängt zwar gut und sehr direkt am Gas, ab 170 km/h wird es aber dünn mit dem Vortrieb, ehe die Tachonadel bei 203 km/h ihren Bewegungsdrang beendet. Der Normverbrauch des Allradlers: 6,9 Liter Diesel, was einem CO2-Ausstoß von 180 g/km entspricht. Die Neungang-Automatik arbeitet je nach Fahrprogramm etwas nervös und hebt das Drehzahlniveau im Sportmodus etwas zu ambitioniert für die realen Fahrleistungen an.

Benziner immer als Allradler

Etwas wenig Auswahl: Für den XT4 gibt es lediglich einen Benziner und einen Diesel.

©GENERAL MOTORS

 Ein zwei Liter großer Turbo-Vierzylinder mit 230 PS (169 kW) und 350 Nm ist der einzige Benziner im Angebot. Auch hier bieten sämtliche Konkurrenten deutlich mehr – von den über 400 PS starken Sportversionen ganz zu schweigen. Serienmäßig bietet der Cadillac eine Neungangautomatik; der Diesel ist wahlweise mit Front- oder Allradantrieb zu bekommen, der Benziner immer als Allradler unterwegs. Um Plug-in-Hybride macht Cadillac auch beim XT4 einen Bogen und will mittelfristig auf reine Elektroantriebe setzen.

Fahrbericht Cadillac XT4

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Autor: Stefan Grundhoff

Fotos: GENERAL MOTORS

Stichworte:

SUV Mittelklasse-SUV

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