Diese Kaufanreize überzeugen: Bis zu 9000 Euro Umweltprämie gibt es seit Mitte 2020 von Bund und Herstellern beim Kauf eines Elektroautos oder eines Plug-in-Hybridmodells (PHEV). Hinzu kommt die aktuelle Ersparnis bei der Mehrwertsteuer – macht ein sattes Sparpaket von bis zu 9480 Euro!
Die im Juni erhöhte staatliche Förderung elektrifizierter Fahrzeuge in Deutschland läuft nach der Verlängerung bis zum 31. Dezember 2025. Noch bis Ende 2020 sparen Käufer zudem durch den reduzierten Mehrwertsteuersatz von 16 Prozent.
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BAFA-Liste gibt Auskunft über Förderfähigkeit

Für diese 671 Autos gibt es Umweltprämie – und das sind die beliebtesten!
Der Hyundai Nexo ist das einzige förderfähige Brennstoffzellenfahrzeug.
Wichtig: Ob und wie stark das Wunschauto gefördert wird, richtet sich nach dem Nettolistenpreis, also nicht dem im Katalog meist angeführten Brutto-Kundenpreis mit eingerechneter Mehrwertsteuer. Beim zuständigen BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gibt es eine Liste mit allen förderfähigen E-Autos, Plug-in-Hybriden und dem Brennstoffzellenfahrzeug Hyundai Nexo (hier geht es zum Dokument). Insgesamt 729 Modellvarianten mit Nettopreisangabe, darunter auch einige Exoten. Wer sich also für bei einem konkreten Auto fragt, ob er es günstiger bekommt, wird hier fündig.

Antragszahlen ständig auf Rekordniveau

Für diese 671 Autos gibt es Umweltprämie – und das sind die beliebtesten!
Für den Elektro-Kleinwagen Opel Corsa-e gibt es eine Ersparnis von 9480 Euro.
Die 9480 Euro Zuschuss gibt es für E-Autos mit einem Nettolistenpreis unter 40.000 Euro. Für Plug-in-Hybride derselben Preisklasse gibt es 7110 Euro. E-Autos von 40.000 bis 65.000 Euro netto werden um 7900 Euro vergünstigt, entsprechende PHEVs um 5925 Euro. Alle Infos zum Prozedere finden Sie weiter unten. Laut BAFA wurden allein im ersten Quartal 2021 gut 128.000 Anträge auf die Elektro-Kaufprämie gestellt. (Zum Antrag auf Förderung per Umweltbonus geht es hier.)

Das sind die zehn Lieblinge bei der Umweltprämie

Für diese 671 Autos gibt es Umweltprämie – und das sind die beliebtesten!
Der Renault Zoe ist das meistverkaufte Elektroauto in Deutschland – und das am meisten geförderte.
Am beliebtesten bei den Kunden war 2020 der Renault Zoe, für den bislang genau 36.501 Umweltprämien-Anträge gestellt wurden. Dahinter rangieren BMW i3 (19.326), VW e-Golf (19.195), Tesla Model 3 (17.898), Mitsubishi Outlander PHEV (17.299), Smart fortwo EQ (16.509), Streetscooter Work/Work L (12.297), Hyundai Kona Elektro (10.598), Audi A3 e-tron (10.354) und BMW 225xe (7918). AUTO BILD zeigt in der Galerie E-Autos und Plug-in-Hybride, die durch die neue Prämie besonders stark gefördert werden.

Bildergalerie

E-Autos bis 40.000 Euro
E-Autos und Plug-in-Hybride bis 46.400 Euro
E-Autos und Plug-in-Hybride bis 46.400 Euro
Kamera
E-Autos und Plug-in-Hybride bis 40.000 Euro netto
39 Bilder Pfeil

Corona-Kaufprämie

Was ist die Corona-Kaufprämie?

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Nach ursprünglichen Plänen vor allem der Union sollte eine gesonderte Corona-Kaufprämie Teil des Konjunkturpakets der Bundesregierung zur Wirtschaftsförderung nach der Corona-Krise werden. Mit einem staatlichen Zuschuss sollte der Kauf von Elektroautos, aber auch von Neuwagen mit Verbrennungsmotor verbilligt werden. Stattdessen verdoppelte der Bund seinen Anteil am bereits bestehenden Umweltbonus zur Förderung der Elektromobilität, aber nur für E-Autos, Plug-in-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge. Die Autoindustrie ist mit einem Umsatz von mehr als 435 Milliarden Euro und rund 830.000 Beschäftigten (2019) einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland.

Welche Autos sollen nun bezuschusst werden?

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Die Erhöhung der reinen Elektro-Kaufprämie durch die "Innovationsprämie" betrifft nur Fahrzeuge mit emissionsfreiem Antrieb. Für reine Elektroautos bis zu einem Listenneupreis von 40.000 Euro wird der staatliche Zuschuss von 3000 auf 6000 Euro verdoppelt. Hinzu kommt der vom jeweiligen Hersteller gewährte Rabatt von 3000 Euro, plus 480 Euro Einsparung bei der Mehrwertsteuer (16 Prozent). Bei E-Autos ab 40.000 bis 65.000 Euro gibt es 5000 Euro vom Bund plus 2500 vom Hersteller. Plug-in-Hybridmodelle bis 40.000 Euro werden mit 4500 Euro vom Bund und 2250 Euro aus der Industrie bezuschusst, Plug-in-Hybride von 40.000 bis 65.000 Euro mit 3750 Euro vom Bund und 1875 Euro vom Hersteller. Hinzu kommen auch hier jeweils weniger Mehrwertsteuer, da der Herstellerbonus vom Nettopreis abgezogen wird. Das Finanzvolumen dieser Maßnahmen beträgt rund 2,2 Milliarden Euro.

Wann gibt es die erhöhte Kaufprämie?

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Die höhere Förderung begann rückwirkend zum 4. Juni 2020. Sie läuft bis Ende des Jahres 2021.

Welche Corona-Maßnahmen im Bereich Verkehr gibt es noch?

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Die Mehrwertsteuer ist vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 allgemein von 19 auf 16 Prozent gesenkt, der ermäßigte Steuersatz von 7 auf 5 Prozent. Davon werde auch die Autoindustrie profitieren, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei der Bekanntgabe des Beschlusses. Die Kfz-Steuer wird stärker an den Kohlendioxid-Emissionen ausgerichtet. Zudem wurde ein Bonusprogramm für Zukunftsinvestitionen der Fahrzeughersteller und der Zulieferindustrie in Höhe von jeweils einer Milliarde Euro für die Jahre 2020 und 2021 aufgelegt. Weitere Milliarden fließen in den Ausbau der Ladesäulen-Infrastruktur für E-Autos und die Batteriezellenfertigung. Auch der Verkauf von umweltfreundlicheren Lkw und die Umstellung auf moderne Flugzeuge soll gefördert werden.

Wie kommt ein Neuwagenkunde an die Kaufprämie?

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Die Abwicklung des Umweltbonus für Elektromobilität erfolgt über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Zum Antragsformular geht es hier!

Warum war die zunächst geplante Corona-Kaufprämie umstritten?

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Kritiker bemängelten, dass auch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren – im Wesentlichen also Diesel und Benziner – gefördert werden sollten und somit ein falsches Zeichen in Sachen Klimaschutz und Mobilitätswandel gesetzt werde. Zudem wurde kritisiert, dass mit der Autoindustrie Konzerne mit Milliardengewinnen mithilfe von Steuergeldern gestützt würden.