Das Elektroauto hat noch einen weiten Weg in die Herzen der deutschen Autofahrer. Das zeigen die Ergebnisse der Marktforschungsstudie DAT Report 2025. So äußern rund 77 Prozent der Befragten, die Entwicklung der Elektromobilität noch abwarten zu wollen, bevor sie sich ein E-Auto zulegen. Insgesamt allerdings nimmt das Interesse zu – vor allem dann, wenn die Person schon mal am Steuer eines E-Autos saß.
"Elektromobilität ist eine Antriebsart, die man 'er-fahren' muss", stellen daher die Verfasser des DAT Reports 2025 fest. Das belegt die Studie: Die große Mehrheit – nämlich gut drei Viertel (74 %) – der Befragten saß noch nie am Steuer eines Elektroautos. Kein Wunder, dass bei vielen eine skeptische bis ablehnende Haltung besteht. Bei Gebrauchtwagenkäufern ist die Unkenntnis noch ausgeprägter: Nur knapp jeder zehnte (11 %) steuerte schon einmal ein E-Auto.
Kabel für E-Autos
Noch immer wird die öffentliche Ladeinfrastruktur in Deutschland als Problem empfunden – die meisten E-Auto-Käufer laden zu Hause.
Bild: Christoph Boerries
Diejenigen aber, die bereits elektrisch fuhren, sind gegenüber der alternativen Antriebstechnologie deutlich aufgeschlossener: Fast die Hälfte dieser Gruppe (48 %) halten E-Autos für "perfekte Alltagsautos", noch mehr (49 %) erkennen darin "die Antriebsart der Zukunft" und fast zwei Drittel (62 %) heben den "hohen Fahrspaß" hervor.
Auch die Haltung zum Neuwagen-Verbrennerverbot ab 2035 verändert sich, hat die befragte Person bereits ein E-Autos gelenkt: Während allgemein nur 20 Prozent der Autofahrer die Ausrichtung der EU auf E-Mobilität begrüßen, tut es mehr als ein Drittel (36 %) derjenigen mit Elektroauto-Erfahrung.
Dennoch bleiben auch bei Nutzer-Kenntnissen signifikante Zweifel: Drei Viertel (76 %) derjenigen mit E-Auto-Erfahrung stören sich an hohen Anschaffungspreisen, mehr als zwei Drittel (70 %) hält die Batterie für einen "großen Unsicherheitsfaktor", und weit mehr als die Hälfte (61 %) beurteilen die Technologie weiterhin als "unausgereift".

Zahl der Zweifler geht langsam zurück

Die E-Mobilität ist offenbar dennoch auf dem richtigen Weg: Die Menschen nehmen Elektroautos zunehmend ernst, hat die Marktforschungsstudie DAT Report 2025 ermittelt. Allerdings vollzieht sich die Erkenntnis quälend langsam: Hielten 2024 ganze 80 Prozent den "Unsicherheitsfaktor Batterie" für ein Problem, waren es im aktuellen DAT Report 2025 dann noch 77 Prozent. Der Vorjahresstudie vertrauten immerhin 75 Prozent an, dass sie die Technologie für "noch nicht ausgereift" hielten – aktuell sind es nur noch 73 Prozent.
Batterieproduktion bei Mercedes
Viele Menschen trauen Elektroauto-Akkus (im Bild: Fertigungsanlage) noch nicht über den Weg und halten die Energiespeicher für defektanfällig.
Bild: Mercedes-Benz AG
Auch die sinkenden Preise für elektrische Neuwagen ebenso wie gebrauchte Elektroautos zeigen Wirkung auf die Autofahrer: Waren im vergangenen Jah noch 87 Prozent der befragten Autofahrer der Meinung, E-Autos seien viel zu teuer, verkleinerte sich diese Gruppe im aktuellen DAT Report auf 83 Prozent. Auch beeinflusst Skepsis offenbar die Haltung, denn wer schon einmal ein Elektroauto gesteuert hat, revidiert das: Unter den E-Auto-Erfahrenen kritisierten lediglich 76 Prozent einen zu hohen Anschaffungspreis.

Wenig Kenntnisse über Haltbarkeit von E-Autos

Der DAT Report 2025 enthüllt auch, wie wenig bisher über die Langlebigkeit von Traktionsakkus bekannt ist. Demnach glauben 58 % der befragten Autofahrer, dass Verbrenner eine längere Lebensdauer haben als E-Autos. 16 % gehen von einer gleich langen Lebensdauer aus, nur 9 % erwarten vom Elektroauto die größere Vitalität. Tatsächlich gehen Studien inzwischen davon aus, dass moderne Akkus länger halten als die Elektroautos, in denen sie installiert wurden.

E-Mobilität: Wie viele Autofahrer planen den Umstieg?

Viele Menschen denken zwar intensiv über den Kauf eines neuen oder gebrauchten E-Autos nach. Doch mehrere Umfragen zeigen, dass den Befürwortern eine Vielzahl von Menschen gegenübersteht, die die elektrische Mobilität komplett ablehnen.

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    Umfragen ergeben E-Auto-Befürworter wie auch -Gegner

    Den zuletzt schwachen Verkaufszahlen bei E-Autos steht eine weitgehend unwillige Käuferschaft gegenüber. Nach einer repräsentativen Umfrage von AutoScout24 (ein Partner von AUTO BILD) beabsichtigten 43 Prozent der Befragten im Jahr 2024 nicht, ein Elektroauto zu besitzen. Und nur ein Viertel der Befragten konnte sich den Kauf eines gebrauchten batterieelektrischen Wagens vorstellen – allerdings nur, wenn sich Technologie, Infrastruktur oder andere Faktoren ändern würden.
    Dabei sticht hervor, dass ältere Menschen deutlich weniger aufgeschlossen gegenüber gebrauchten E-Autos sind als jüngere: In der Gruppe der 50- bis 65-Jährigen schlossen 56 Prozent den Kauf eines gebrauchten E-Autos komplett aus. Unter den 18- bis 39-Jährigen könnten sich dagegen 30 Prozent den Kauf vorstellen. Von den Befragten waren elf Prozent bereits Besitzer eines E-Autos, oder sie schauen sich nach einem neuen Gebrauchten um.
    Elektroauto kaufen
    Viele Autokäufer verschieben die Anschaffung eines Elektroautos auf später, um die Entwicklung der Technologie abzuwarten.
    Bild: Adobe Stock

    Skepsis gegenüber E-Autos nimmt weiter ab

    Im DAT Report 2025 gaben gut 39 Prozent der Autohalter an, sich den Kauf eines E-Autos zumindest vorstellen zu können. Drei Jahre zuvor waren es noch 46 Prozent. Vier Prozent besitzen sogar schon ein E-Auto. Und immerhin ein Fünftel der befragten Neuwagenkäufer äußerten damals, der alternative Antrieb sei eine Motivation für ihre aktuelle Fahrzeugwahl gewesen. Allerdings wächst auch die Zahl derjenigen, die sich den Umstieg auf ein Elektroauto "nicht vorstellen" können – im DAT Report 2025 sind es ebenfalls 39 Prozent, 2021 waren es nur 31 Prozent.
    Die Vorsicht der Autokäufer vor Investitionen zu Zeiten der Krise schlägt auch auf das E-Auto durch: Von denjenigen, die sich den Umstieg vorstellen können (39 Prozent), planen allerdings nur fünf Prozent die Anschaffung eines E-Autos in den nächsten zwölf Monaten. Die überwiegende Mehrheit will noch drei bis fünf Jahre (33 Prozent) oder sogar länger (47 Prozent) warten.

    Die Hoffnung auf nutzerfreundlichere, günstigere E-Autos lässt Kunden abwarten

    Was führt zu dieser Vorsicht? Offenbar liegt bei vielen eine Abwägung zugrunde, wenn sie die Anschaffung eines E-Autos noch auf die Zukunft verschieben. Das ist insbesondere das Bewusstsein bzw. die Annahme von technischen Schwächen, die erst in Zukunft überwunden würden. Die wichtigsten Kritikpunkte sind "zu teuer in der Anschaffung" (83 Prozent), "Unsicherheitsfaktor Batterie" (77 Prozent) und allgemein "Technologie noch nicht ausgereift" (73 Prozent).
    Konkreter wird die nächste Umfrage im DAT Report 2025 unter befragten Autokäufern, die sich schließlich doch für einen Verbrenner entschieden: Wichtigste Gründe gegen die Anschaffung eines Elektroautos waren "begrenzte Reichweite" (41 Prozent), "unausgereifte Infrastruktur" (42 Prozent), "lange Ladezeiten" (30 Prozent) und erneut "hohe Anschaffungskosten" (36 Prozent).
    Wer sich hingegen am Ende für ein E-Auto entschied, begründete dies mit "Umweltgedanke" (39 Prozent), "Lust auf neue Technologie" (59 Prozent), "Passt zu meinem Mobilitätsbedarf" (48 Prozent) und "kann zu Hause laden" (36 Prozent). Dazu passt, dass 71 Prozent derjenigen, die 2024 ein E-Auto kauften, privat laden. Für fast ein Viertel (23 Prozent) der E-Auto-Käufer stellten übrigens auch die hohen Kraftstoffpreise ein Argument pro E-Auto dar.
    Diese Aspekte legen den Eindruck nahe: Die Käufergruppe der First Mover, der bewussten Käufer mit besonderer Affinität zu einer (neuen) Produktart, sind bereits im Kaufprozess – oder fahren bereits elektrisch. Die weiteren Konsumenten dürften schwieriger zu erreichen sein. Die ausgefallene Förderprämie hat das Interesse und die Käufe deutlich verringert.

    Zurückhaltung gegenüber E-Autos aus China sinkt

    Hatte der DAT Report vom vergangenen Jahr noch eine große Zurückhaltung gegenüber Autos aus China registriert, scheint sich auch diese Skepsis allmählich zu legen. Im DAT Report 2025 glaubte ein Viertel der Befragten, ein chinesisches Produkt käme für sie infrage. 2024 waren es noch 17 Prozent.
    Die Preisentwicklung spielt auch weiterhin eine Rolle bei der Kaufentscheidung: Im Vorjahr erwarteten 62 Prozent der E-Auto-Käufer, dass die Elektroauto-Preise in naher Zukunft deutlich sinken würden. Im diesjährigen DAT Report sagten 64 Prozent der Autofahrer, die bereits Erfahrungen mit einem Elektroauto hatten, dass sie sich erst durch Preissenkungen bei Elektroautos mit dieser Antriebsart gedanklich beschäftigen würden. Umgekehrt stellte exakt die Hälfte dieser Gruppe fest, ihr würden "aktuell bezahlbare Elektroautos auf dem Markt" fehlen. Auch interessant: Die mit der E-Auto-Erfahrung glauben, dass Autohändler als Informationsquelle für diese Produkt wichtiger geworden seien.
    Gebrauchtwagenkäufer sind übrigens noch ablehnender gegenüber Elektroautos: "Grundsätzlich" gegen ein E-Auto votierten 47 Prozent, von den Neuwagenkäufern lehnten nur 34 Prozent eine Anschaffung kategorisch ab.

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    Spannend ist auch eine Befragung der Kategorie "Wünsch-Dir-was": Gebrauchtwagenkäufer wurden im Auftrag der DAT darum gebeten, Verkaufsinstrumente anzukreuzen, die den E-Auto-Kauf für sie attraktiver machen könnten. Von denjenigen, die Erfahrung mit der Antriebsart hatten, votierten 59 Prozent für eine "lebenslange Batterie-Garantie", 44 Prozent würden sich von einem aktuellen Batteriezertifikat überzeugen lassen, 38 Prozent von der kostenlosen Bereitstellung und/oder Installation einer Wallbox. Für immerhin noch 30 Prozent genügt schon die Verfügbarkeit einer öffentlichen Ladestation in Gehreichweite.
    Auch die andauernde Krise beeinflusst die Menschen, aufgrund gestiegener Kosten sinkt ihre Aufgeschlossenheit für Neues. Viele fahren ihren alten Gebrauchtwagen weiter. Die meisten Autofahrer (32 Prozent) warten mindestens 5 Jahre, 31 Prozent 2 bis 3 Jahre bis zum nächsten Autokauf. Damit hat sich die Situation gegenüber vergangenem Jahr noch leicht verschärft. Interessant: Nach den Gründen befragt, 2024 kein Auto gekauft zu haben, antworteten 77 Prozent: "Ich werden mein aktuelles Auto länger fahren, um Entwicklung der E-Mobilität abwarten." Das sagten 80 Prozent der Über-50-Jährigen, aber immerhin auch 69 Prozent derjenigen bis 29 Jahre alten Autofahrer.