Vor- und Nachteile von Android Auto

Connected Car: Android Auto

So funktioniert Android Auto

Mit Android Auto kommen Funktionen des Android-Smartphones in den Pkw. AUTO BILD zeigt Vor- und Nachteile von Android Auto und gibt Tipps zum Einsatz.
Android Auto von Google holt Funktionen von Smartphones mit Android-Betriebssystem ins Auto. Neben Google Maps, SMS und Musikdiensten wie Spotify können über den Google-Sprachdienst auch Whatsapp- und Facebook-Nachrichten sowie Mails diktiert und vorgelesen werden. Im Gegensatz zu Apple CarPlay kann Google per Sprachbefehl Musik abspielen und greift bei Fragen auf Internet-Inhalte zurück. "Was kostet der neue Opel Astra? Wer ist Präsident der USA?" Google hat die Antworten.

Android Auto 2.0 braucht kein Infotainment-System

Android Auto hat das ältere Mirrorlink weitgehend verdrängt. 2014 tat sich Google mit Autobauern und Chip-Hersteller Nvidia in der Open Automotive Alliance zusammen, um sein Betriebssystem in den Pkw zu bringen. In der Version 1.0 ist Android Auto zwingend auf ein Infotainment-System im Pkw angewiesen. Version 2.0 funktioniert auch ohne Auto-Schnittstelle. Dann laufen die Apps über den Smartphone-Bildschirm und ermöglichen es auch Eignern von Fahrzeugen ohne modernes Infotainment-System, während der Fahrt auf die Funktionen ihres Smartphones zuzugreifen. Mindest-Voraussetzung für die Nutzung ist Android in der Version 5.0.

Die Verbindung mit Android läuft via USB-Kabel

Üblicherweise wird das Android-Smartphone per USB-Kabel mit dem Auto verbunden. Zusätzlich braucht es eine Bluetooth-Verbindung, um die Telefonie nutzen zu können. Theoretisch ist auch die kabellose Nutzung wie bei Apple CarPlay seit 2018 möglich. Praktisch wird das aber eingeschränkt. Zwar funktioniert Android Auto prinzipiell seit April 2018 auch drahtlos. Auf der Handyseite aber kommunizieren nur Googles eigene Smartphones kabellos mit Android Auto, wie die Pixel- und Nexus-Modelle, sowie und ein paar Nachrüst-Infotainmentsysteme, die Wireless unterstützen. 

Gleiche Nutzeroberfläche in allen Autos

Der Startbildschirm von Android Auto zeigt alle kompatiblen Apps, das Wetter, die letzten Anrufe und ähnliches. Die Bedienung ist in jedem Auto gleich und für Android-Nutzer selbsterklärend. Hat sich das Telefon mit dem Infotainment-System des Fahrzeugs verbunden, wird von dort aus bedient. Gesteuert wird über einen Touchscreen in der Fahrzeugmitte oder per Spracheingabe. Je nach Pkw lassen sich Funktionen wie die "Laut"- und "Leise"-Einstellung auch über die Tasten am Lenkrad bedienen.

Hohes Datenvolumen beim Mobilfunkvertrag nötig

Die Rechenleistung für sämtliche Funktionen kommt vom Smartphone. Das belastet zum einen den Akku, zum anderen könnte ein großes Datenvolumen im Mobilfunkvertrag von Vorteil sein, also eine großvolumige Flatrate.

Nur ausgewählte Apps sind zugelassen  

Nur bestimmte Apps schaltet Google für Android Auto frei. Zum Beispiel den Community-Navigationsdienst Waze. Die Anwendung, die seit 2013 zu Google gehört, liefert Nutzern Informationen zu Staus, Unfällen und Blitzern. Das Besondere: Alle Nutzer können das Navigationssystem mitgestalten, Kartenfehler, Staus und mehr melden. Je größer die Interaktion, desto höher steigt der Rang des Users.

Diese Hersteller unterstützen Android Auto

Folgende Autohersteller unterstützen Android Auto bisher: Abarth, Alpine, Alfa Romeo, Aston Martin, Audi, Bentley, Citroen, Fiat-Chrysler, Ford, Honda, Hyundai, Jaguar, Jeep, Kia, Maserati, Mazda, Mercedes-Benz, Mitsubishi, Nissan, Peugeot, Opel, Renault, Seat, Skoda, Smart, Subaru, Suzuki, Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN), Volvo. BMW und Toyota tun es bisher nicht. Sie begründen das mit Datenschutz.

Nachrüstlösungen für Android Auto

Nachrüstlösungen für Android Auto gibt es bei Herstellern wie Sony und Alpine. Sie bieten Audio-Systeme an, mit denen das serienmäßige Autoradio ersetzt werden kann. DAB+, Touchscreen und sogar Sprachsteuerung ist bei einigen Herstellern möglich.

Vor- und Nachteile von Android Auto

Fotos: AUTO BILD

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