Continental: neue Assistenzsysteme

Neue Assistenten fürs Auto

ESP mit Schwarmintelligenz, Überwachungskameras, clevere Sprachsteuerung – diese Assistenten stecken demnächst im Auto!
Continental zeigt die Assistenzsysteme von morgen! Auf seiner "TechShow 2019" zeigte der Automobilzulieferer, was bei den Autoherstellern streng geheim in die Produktion geht. Natürlich durfte keiner bei Continental verraten, bei welchem Hersteller und erst recht nicht bei welchem Modell die neuen Technologien zum Einsatz kommen. Da Continental aber zu den weltweit größten Zulieferern gehört, wird man die Neuerungen in recht vielen künftigen Autos wiederfinden. Das sind die Highlights der kommenden Assistenzsysteme:

Neue Generation ESP mit Schwarmintelligenz

Continental gehört zu den Hauptproduzenten von Elektronischen Stabilisierungsprogrammen (ESP). Das ESP sorgt dafür, dass ein Auto in kritischen Situationen nicht von der Fahrbahn fliegt. Bisher kann das Programm nur mit fahrzeugeigenen Daten (z. B. Reibwerten) arbeiten. Mit dem PreviewESC (Elektronische Stabilitätskontrolle) von Continental kann das System künftig auch Daten aus einer Cloud beziehen und vorausschauend auf Gefahren reagieren
 

PreviewESC warnt mit cloudbasierten Daten vor Gefahren und greift aktiv ein.

Fährt man beispielsweise bei Regen auf eine Kurve zu, dann erfährt PreviewESC aus der Cloud, dass die Systeme eines anderen Fahrzeugs dort Aquaplaning festgestellt haben. Das nachfolgende Auto bekommt diese Infos, warnt den Fahrer kurz vor Eintritt in die Kurve und passt die Geschwindigkeit für eine sichere Durchfahrt an. Das PreviewESC soll wie das gewöhnliche ESP deaktivierbar sein. Bereits jetzt gibt Assistenten, die Schwarmintelligenz nutzen, um Fahrer beispielsweise vor Geisterfahrern zu warnen. Sie greifen bisher aber nicht auf Fahrzeugfunktionen zu. Das PreviewESC wird wahrscheinlich bis 2021 erstmals in einem Serienmodell verfügbar sein.

Überwachung des Fahrers

Automatisiertes Fahren Level 3 wird bald möglich sein. Viele neue Modelle wie der VW ID.3 sollen es dem Fahrer dann ermöglichen, länger als gewohnt die Kontrolle ans Auto abzugeben. Damit der Fahrer rechtzeitig wieder ans Steuer greift, muss das Fahrzeug wissen, was der Fahrer gerade tut. Dafür wurde bereits im aktuellen BMW 3er eine Kamera fürs Eyetracking hinter dem Lenkrad verbaut. Sie gibt dem 3er bereits im automatisierten Level 2 die Anweisung, nach einem Stillstand wieder eigenständig anzufahren – oder aber stehenzubleiben, falls der Fahrer gerade abgelenkt ist und nicht auf die Straße schaut. 
 

Für automatisiertes Fahren Level 3 muss das Auto wissen, was der Fahrer tut. 

Im nächsten Schritt wird es nötig sein, den Fahrer auch dann zu erfassen, wenn er nicht direkt vorm Lenkrad sitzt. 
Dazu wird eine Kamera auf Höhe des Innenraumlichts installiert. Rückt der Fahrer beispielsweise mit dem Sitz weit vom Lenkrad ab, um im Level 3 zu entspannen, registriert das die Kamera und veranlasst eine frühere Meldung zur Übernahme des Steuers oder einen geänderten Airbagwinkel beim Unfall. Hersteller wie Volvo haben bereits angekündigt, den Fahrer künftig stärker auf seine Fahrtüchtigkeit hin zu überwachen. Die ersten Überwachungssysteme werden wir schon innerhalb eines Jahres sehen, also bis Mitte 2020.

Clevere Sprachsteuerung weiß, wo es Kaffee gibt

Clevere Sprachsteuerung im Auto ist weiter auf dem Vormarsch.

Continental zeigt, wie es mit Sprachassistenten wie Mercedes MBUX oder dem Intelligent Personal Assistant von BMW schon bald weiter geht. Die Sprachsteuerung wird noch cleverer, kann Doppelfragen sowie funktionsübergreifende Befehle verstehen und umsetzen. Wenn man künftig auf dem Weg zur Arbeit den Wunsch nach einem Kaffee äußert, sucht der Assistent nach einer Möglichkeit für einen Coffee to go auf der Route, berücksichtigt sogar Vorlieben für vorher gewählte Cafés. Continental unterstützt mit seiner Technik die Sprachassistenten der Hersteller, aber auch anderer Anbieter wie Amazon mit Alexa.

Selbsttönende Scheiben und digitales HD-Licht

Conti und Osram arbeiten am digitalen HD-Licht. 

Selbsttönende Scheiben 
auf Basis von Flüssigkristallen sind bereits auf dem Markt, so wie bei Mercedes der "Magic Sky" im Dachhimmel eines Maybach S 600. Künftig sollen noch mehr Spielereien mit dem Glas möglich sein und die Technologie auch auf Seitenscheiben ausgeweitet werden. Zudem forscht Continental in Zusammenarbeit mit Osram am digitalen HD-Licht. Dazu wurden im Demofahrzeug Laser-LED-Frontscheinwerfersystem mit je mehr als 4000 einzeln ansteuerbaren Pixeln verbaut. Der digitale Aufbau reduziert Komplexität und spart Bauraum. Zudem verfügen die Scheinwerfer über eine höhere Auflösung als bisherige moderne Lichtsysteme. Die Lichtverteilung soll sich damit künftig noch präziser steuern lassen. Zudem werden Symbol- oder Textprojektionen rund ums Auto möglich. Das Fahrzeug kann dadurch mit seiner Umgebung kommunizieren. Außerdem hat Continental einen Abbiegeassistenten für Pkw gezeigt, der ab 2021 in die Fahrzeuge kommt.
Wer sich selbst ein Bild von den neuen Assistenzsystemen machen will, der wird auf der IAA 2019 auf dem Stand von Continental die Gelegenheit dazu haben.

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Assistenzsystem

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