Automobilhersteller schmücken sich gerne mit Bauteilen, die eigentlich von Zulieferern stammen. Mit dem Einkauf der Komponenten verschwinden diese hinter dem Markenlogo des Herstellers, ihre wahre Herkunft beleibt daher meist verborgen. Zulieferer Continental bricht beim neuen VW ID.4 jetzt sein Schweigen und zeigt, welche Bauteile sich Volkswagen beim Elektro-SUV eingekauft hat.
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Die Liste der von Continental zur Verfügung gestellten Bauteile im neuen ID.4 ist lang. Je nach Markt sind es bis zu 18 unterschiedliche Komponenten, manche von ihnen finden ihre Anwendung sogar modellübergreifend im gesamten MEB-Baukasten. Hierzu zählt unter anderem das Antriebssteuergerät, dass den E-Motoren den nötigen Strom aus dem Akku zuweist. Weitere Bauteile von Continental sind mitunter die Bremsschläuche an der Vorderachse, die Trommelbremsen an der Hinterachse mitsamt elektrischer Parkbremse, der intelligente Batteriesensor und die Raddrehzahlsensoren. Auch was die interne Vernetzung des Fahrzeugs angeht, haben die Niedersachsen einiges an Steuergeräten und Recheneinheiten zugeliefert. In Europa stammen auch ein Teil der Temperaturregulierung des Akkus sowie die Klimaanlage und die optionale Wärmepumpe des ID.4 vom Automobilzulieferer aus Hannover.
Dass Zulieferer eine große Rolle im Autobau spielen, ist nichts Neues. Mit dieser Praxis kaufen Hersteller Know-how ein.

Continental profitiert vom Outsourcing der E-Auto-Hersteller

Der VW ID.4 zeigt also, dass in der Industrie viel Know-how dazugekauft wird. Damit sparen sich die Autohersteller Entwicklungskosten und legen das Risiko und die finanzielle Belastung in die Hände von Continental und Co. Für die Zulieferer ist das Outsourcing der Autobauer ein Millionengeschäft. Im Jahr 2020 erzielte Continental allein im Bereich der emissionsfreien Mobilität einen Umsatz von rund 800 Millionen Euro. Das Unternehmen geht davon aus, diesen Wert über die nächsten Jahre zu vervielfachen.