Dacia Hipster Concept im ersten Check
Dacia Hipster: der coolste Drei-Meter-Viersitzer

Schon der Dacia Spring ist klein, aber die Studie Hipster Concept legt noch einen drauf: ein drei Meter langes Microcar mit Platz für vier Personen. AUTO BILD saß schon drin!
Bild: AUTO BILD / Kevin Schiefler
Wer selbst den Spring als zu groß empfindet, für den gibt's gute Nachrichten: Mit dem Hipster Concept gibt die rumänische Marke einen Ausblick auf ein noch kleineres E-Auto, das ab 2027 an den Start gehen könnte.
Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Microcar – in dieser Kategorie sind schon Opel Rocks, Microlino oder Fiat Topolino unterwegs. Anders als diese Modelle soll der Hipster aber nicht nur als L6e-Version, sondern auch als L7e-Variante kommen. Heißt: Die Basis wird mit einem AM-Führerschein fahrbar sein, der größere Hipster verlangt einen herkömmlichen Führerschein.
Erstaunlich viel Platz für die Passagiere
Der wohl größte Unterschied zu den Konkurrenten: Der Hipster Concept bietet tatsächlich Platz für bis zu vier Personen, wobei das mit Blick auf die Abmessungen zunächst nach einer Kuschelpartie klingt. Immerhin ist er mit seiner Außenlänge von gerade mal drei Metern gut 70 Zentimeter kürzer als der ohnehin schon sehr kleine Spring. Außerdem ist der Hipster sieben Zentimeter schmaler, nur die Höhe ist identisch.

Die Sitzlehne vorne besteht nur aus einem dünnen Netz, was der Beinfreiheit hinten zugutekommt. Die Polster sind sehr bequem und mit lila-blauem Stoff bezogen.
Bild: Dacia
Aber Obacht, einmal eingestiegen bin ich überrascht, wie geräumig der Mini-Stromer ist. In Reihe zwei kann ich bequem sitzen, nur die Fußmulden könnten etwas komfortabler ausgestaltet sein. Und vorne? Mindestens genauso bequem, die als Netze ausgelegten Sitzlehnen schmiegen sich um den Rücken und fühlen sich richtig gut an. Ganz serientauglich scheint das aber noch nicht zu sein.
Selbst fürs Gepäck ist erstaunlich viel Platz, wenn man bedenkt, wie klein das Auto ist. Bei umgeklappter Rücksitzbank gehen immerhin 500 Liter ins Ladeabteil. Mit vier Personen an Bord sind es aber nur noch 70 Liter.
Elf YouClip-Elemente für Zubehör an Bord
Der Innenraum ist eher spartanisch ausgestattet. Mit elf sogenannten YouClip-Elementen lässt sich der Hipster Concept aber mit von Dacia angebotenem YouClip-Zubehör ausstatten, darunter eine Smartphone-Halterung, Cupholder, eine Mini-Soundbar und ein Ventilator.

Das kantige Design erinnert etwas an Hummer, nur im Miniformat. Die Scheiben lassen sich manuell vor- und zurückschieben, um für gute Durchlüftung zu sorgen.
Bild: Dacia
Optisch geht der Hipster Concept in eine ganz neue Richtung, er ist kein komprimierter Spring. Die Kanten und das sehr boxige Design lassen den Kleinen eher wie einen radikal geschrumpften Hummer wirken – die Schürzen sind unlackiert und mit Recyclingmaterial ausgestattet, die Scheiben plan und nicht geschwungen. Grobstollige Reifen sollen den robusten Outdoor-Charakter des Mikro-Elektroautos unterstreichen.
Zwei Versionen mit 45 und 90 km/h Höchstgeschwindigkeit
Motorenseitig soll der Hipster – wenn er 2027 auf den Markt kommt – in zwei Varianten angeboten werden. Die Einstiegsversion wird auf 45 km/h gedrosselt und ist somit L6e-fähig. Bedeutet: Der Basis-Hipster kann auch von Fahranfängern unter 18 Jahren mit dem AM-Führerschein bewegt werden. Damit will Dacia die Ableger von Fiat, Opel und Co angreifen.

Zweigeteilte Heckklappe: Die Scheibe lässt sich nach oben öffnen, der untere Teil bildet eine Sitzfläche.
Bild: Dacia
Die zweite Variante wird hingegen mit einer Höchstgeschwindigkeit von etwa 90 km/h kommen und erfüllt daher nicht mehr die Anforderungen für die Führerscheinklasse AM – man darf damit sogar auf die Autobahn. Ob das zwischen den ganzen Lkw eine gute Idee ist, sei mal dahingestellt.
Von der Preisgestaltung hat Dacia eine klare Vorstellung: Die Marke will die urbane E-Mobilität bezahlbar machen und setzt auf kleine Autos statt auf große E-SUV. Während VW, Renault und Co noch immer keinen Stromer für rund 20.000 Euro im Programm haben, will Dacia die Messlatte weiter senken – auf unter 10.000 Euro.
Diese Reise wurde unterstützt von Dacia. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie unter go2.as/unabhaengigkeit.
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