Der Dacia Spring ist das erste vollelektrische Modell der rumänischen Marke und seit 2021 auf dem Markt. 2024 wurde das Elektroauto neu aufgelegt. Bis heute ist der Spring das günstigste E-Auto in Deutschland.
Die Preise für das Facelift dürften Dacias Anspruch, mit dem Spring das günstigste E-Auto auf dem Markt anzubieten, weiterhin untermauern: Denn der Basis-Spring startet auch nach dem Leistungs-Update bei nur 16.900 Euro.
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Sogar das Topmodell bleibt unter der 20.000-Euro-Grenze. Das kommt in der Ausstattung "Extreme" mit 32 PS mehr, also 102 PS, einen genauen Preis nennt Dacia allerdings nicht. Zum Vergleich: Die bisherige 65 PS-Version startete bei 19.900 Euro. Der Spring hat dann unter anderem das zehn Zoll große Touchdisplay serienmäßig an Bord.
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Bei der Optik könnte man fast denken: Die haben den Duster geschrumpft. Besonders an der Front erinnert vieles an das größere SUV. Der angedeutete Kühlergrill mit den quer eingelegten Streifen fällt jetzt deutlich kleiner aus, geht in die neuen Tagfahrleuchten über. Darunter sitzen die Hauptscheinwerfer, immer in LED und gegen Aufpreis auch mit Matrix-LED-Technik.
Eigenständiges Heckdesign: Die Rückleuchten werden durch ein Zierelement miteinander verbunden, was dem Spring optisch etwas mehr Breite verleiht.
Bild: S.C. Automobile Dacia S.A
Untermauert wird das neue Design von Frontschürzen, auf dem in der höchsten Ausstattungsstufe ein Muster im Stadtplan-Look klebt – als Anspielung auf die urbane Nutzung. Dieses Element findet sich auch am Heck des Spring wieder, dazu kommen neue Rückleuchten, die durch eine Zierleiste mit diagonal angelegten Streifen miteinander verbunden sind.
Der Neue ist etwa drei Zentimeter kürzer als sein Vorgänger, misst nur noch 3,70 Meter. Breite, Höhe und Radstand bleiben hingegen nahezu unverändert.
So stark der Spring außen und innen erneuert wurde – an der Technik unter dem Blech hielt Dacia zunächst fest. Bis jetzt, denn zum Modelljahr 2026 hat Dacia an der Leistungsschraube gedreht. Statt der bisherigen 45 PS leistet die Einstiegsvariante künftig 70 PS (52 kW), also fünf PS mehr als die alte Topversion.
Auch die stärkere Version legt zu, sie kommt in der höchsten Ausstattungslinie "Extreme" zum Einsatz und bringt es künftig auf 102 PS (75 kW). Die kleinere Motorisierung ist in den Ausstattungen "Essential" und "Expression" erhältlich.
Bullige Front: Vorne nähert sich der Spring optisch dem größeren Duster an, hinter dem Dacia-Logo steckt die Ladeklappe.
Bild: S.C. Automobile Dacia S.A
Angesichts einer Reichweite, die Dacia weiterhin mit 225 bzw. 228 Kilometern für den kleineren bzw. größeren Motor angibt, ist klar: Der Spring bleibt ein Stadtauto. Schade: Das "Schnellladen" mit jetzt 40 kW ist weiterhin optional und aufpreispflichtig.
Im Cockpit geht es dank neuer Technik digitaler zu – wenn man mal vom Basismodell absieht. In der Grundausstattung besteht das Infotainment genau aus dem, was die eigene Hosentasche bereithält: Denn das Smartphone wird in einer aufklappbaren Vorrichtung befestigt und fungiert per Bluetooth-Verbindung als Navi und Musikanlage.
Das große Zehn-Zoll-Zentraldisplay gibt es optional oder ab den höheren Ausstattungen serienmäßig, die Technik dahinter stammt von Renault.
Bild: S.C. Automobile Dacia S.A
Gegen Aufpreis oder serienmäßig bei den höheren Ausstattungen gibt's ein großes 10-Zoll-Infotainment sowie kabellose Smartphone-Anbindung. Im Armaturenbrett, in der Mittelkonsole und im Handschuhfach bietet der Spring jede Menge Stauraum. Wer möchte, kann sich noch Zubehörteile wie Becherhalter oder andere clevere Lösungen ins Auto holen.
Ergänzt wird das komplett lederfreie Interieur von Zierteilen in Akzentfarbe. Beim Platzangebot ist er typisch Kleinwagen: Auf der Rückbank wird es besonders für große Menschen sehr eng. Vorne lässt es sich schon bequemer sitzen.
Schon auf den ersten Metern wird klar: Ein Kraftzwerg ist der Dacia Spring Electric 100 nicht – aber ein überraschend munterer Geselle. Die 100 PS sorgen dafür, dass das knapp eine Tonne schwere E-Mobil flott aus den Puschen kommt. Nach 9,6 Sekunden steht die 100 auf dem Digitaltacho, bei 120 km/h ist elektronisch Schluss. Für Stadt und Landstraße reicht das allemal.
Mit 100 PS Systemleistung tritt der Dacia Spring electric 100 jetzt deutlich flotter an als die etwas schwachbrüstigen Geschwister.
Bild: Dacia
Auf der ersten Fahrt machte das Batterie-Management einen guten Job. Die Rekuperation arbeitet spürbar und effizient, der Verbrauch hielt sich mit knapp 14 kWh im Rahmen. Der Spring bleibt damit auch im realen Betrieb nah an seinen Versprechen – zumindest auf der Kurzstrecke.
Weniger charmant zeigt sich das Fahrwerk. Bodenwellen und Schlaglöcher reicht der kleine Stromer nahezu ungefiltert an die Insassen weiter. Komfort ist nicht seine Kernkompetenz. Die Lenkung hingegen hinterlässt einen passablen Eindruck und wäre durchaus in der Lage, den Spring flotter ums Eck zu bewegen.
Ein Kurvenräuber wird aus dem Dacia Spring electric 100 nicht, aber das will er auch gar nicht sein.
Bild: Dacia
Doch genau hier setzen die schmalen 15-Zoll-Pneus Grenzen. Wird das Tempo in der Kurve zu ambitioniert gewählt, schiebt der Fronttriebler deutlich über die Vorderräder. Das ESP bleibt dezent im Hintergrund, dürfte aber gern etwas früher eingreifen.
Im urbanen Alltag fallen andere Dinge stärker ins Gewicht: Der linke Fuß findet keinen vernünftigen Ruheplatz und droht mangels Stütze unter das Bremspedal zu rutschen. Zudem drückt die großzügig bemessene Türtasche gegen die Wade. Kleinigkeiten – aber solche, die im täglichen Gebrauch auffallen.
Mit unter 20.000 Euro ist der Dacia Spring electric 100 immer noch eines der interessantesten Einsteigerangebote in die E-Mobilität.
Bild: Dacia
Unterm Strich fährt sich der Spring unkompliziert, direkt und zweckorientiert. Kein Rennwagen, kein Komfortwunder – sondern ein ehrlicher City-Stromer mit ausreichend Temperament für den Alltag.
Fazit von Holger Preiss: Der Dacia Spring Electric 100 ist kein Langstreckenheld und kein Komfortwunder. Doch wer ein alltagstaugliches E-Auto für kurze Wege sucht, bekommt hier ein ehrliches Angebot mit ordentlicher Fahrleistung und überschaubaren Ladewerten zu einem Preis, der E-Mobilität greifbar macht.
Elektrisierende Frühlingsgefühle im Dacia Spring?
Auch nach dem Facelift ist der Spring nicht auf Dynamik getrimmt. Und wer versucht, ihn flotter um die Kurve zu schieben, sollte bedenken, dass er immer noch die chinesischen Reifen vom Typ Linglong Eco Master auf den 14 oder 15 Zoll großen Felgen trägt, die in den Maßen 165/65 nicht sonderlich breit sind. Hinzu kommt, dass die rolloptimierten Gummis bei nasser Fahrbahn recht wenig Grip bieten.
Insofern schiebt der lediglich 987 Kilogramm leichte Spring ordentlich über die Seite – und beim spontanen Beschleunigen scharren die Vorderräder rüpelhaft über den Asphalt, als wollten sie den wildesten Kavalierstart hinlegen. Überraschend ist, dass man bei derartigen Kapriolen keinerlei Eingriff des ESP spürt. Auch ein blinkendes Lämpchen mahnt nicht, dass die Traktion hier an ihre Grenzen stößt.
Der Dacia Spring fährt erstaunlich agil. Allerdings sollten die chinesischen Linglong-Reifen unbedingt gewechselt werden.
Bild: Dacia
Dafür zeigt sich der Dacia Spring im fließenden Verkehr recht agil, beschleunigt beim Überholen so, dass man sich nicht sechsmal überlegen muss, ob man den Blinker setzt. Und tatsächlich wird er sogar bis zu 130 km/h (Tacho) schnell. Ob man diese Geschwindigkeit gerne und lange fährt, hängt von zwei Dingen ab. A: wie sehr man arge Wind- und Rollgeräusche verkraftet; B: wie viel Zeit man beim Laden aufbringen kann. Denn wie sich das hohe Tempo auf den Energiebedarf niederschlägt, kann an dieser Stelle nicht gesagt werden.
Gangwahlhebel jetzt mit Rekuperationsstufe
Auf den Testrunden im Hinterland von Bordeaux hielt sich der Verbrauch mit 11,4 und 13,8 kWh in Grenzen. Während der Fahrt sammelt der Spring Rekuperationsenergie beim Rollen und Bremsen ein. Wer will, kann mit der Einstellung B über den Gangwahlhebel die Rekuperation verstärken. Fürs One-Pedal-Driving reicht es aber nicht.
Ansonsten federt der geliftete Spring recht ausgewogen, bügelt Straßenunebenheiten gut weg und lässt sich mit einer verbesserten Lenkung erwartbar um die Ecken steuern. Lediglich wenn es zu schnell über die in Frankreich berüchtigten Speedbumper geht, kann sich die Hinterachse schon mal aushängen, um dann hart einzuschlagen.
Fazit von Holger Preiss: Der Dacia Spring könnte sich als elektrischer Stadtflitzer einen Namen machen. Er bietet, gemessen am Markt, viel für wenig Geld. Ob das in Summe reicht, möge jeder für sich entscheiden.
Durchschnittlich fährt ein Spring nicht mehr als 37 Kilometer am Tag, geladen wird meist an der heimischen Steckdose. Das hat Dacia aus den Daten der Kunden ausgewertet.
Optisch ist der Dacia Spring komplett neu, erinnert etwas an den größeren Duster, unter dem Blech ist er aber ganz der Alte geblieben. Seitens der Kunden scheint es dort auch keinen Handlungsbedarf zu geben. Also ist der neue Spring eher eine Frage des Geschmacks.
Diese Reise wurde unterstützt von Dacia. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie unter go2.as/unabhaengigkeit.
Dacia Spring
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Der Dacia Spring ist das erste vollelektrische Modell der rumänischen Marke und seit gerade einmal 2021 auf dem Markt. 2024 wurde das Elektroauto neu aufgelegt.
Bild: S.C. Automobile Dacia S.A
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Bei der Optik könnte man fast denken, die haben den Duster geschrumpft. Der angedeutete Kühlergrill mit den quer eingelegten Streifen fällt jetzt deutlich kleiner aus, geht in die neuen Tagfahrleuchten über. Darunter sitzen die Hauptscheinwerfer, immer in LED und gegen Aufpreis auch mit Matrix-LED-Technik.
Bild: S.C. Automobile Dacia S.A
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Untermauert wird das neue Design von Frontschürzen, auf denen je nach Ausstattung ein Muster im Stadtplan-Format klebt – als Anspielung auf die urbane Nutzung.
Bild: S.C. Automobile Dacia S.A
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Dieses Element findet sich auch am Heck des Spring wieder. Dazu kommen neue Rückleuchten, die durch eine Zierleiste mit diagonal angelegten Streifen miteinander verbunden sind.
Bild: S.C. Automobile Dacia S.A
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Im Cockpit geht es dank neuer Technik digitaler zu – wenn man einmal vom Basismodell absieht. In der Grundausstattung besteht das Infotainment genau aus dem, was die eigene Hosentasche bereithält: Denn das Smartphone wird in einer aufklappbaren Vorrichtung befestigt und fungiert per Bluetooth-Verbindung als Navi und Musikanlage.
Bild: S.C. Automobile Dacia S.A
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Gegen Aufpreis oder serienmäßig bei den höheren Ausstattungen gibt's ein großes 10-Zoll-Infotainment sowie kabellose Smartphone-Anbindung. Im Armaturenbrett, in der Mittelkonsole und im Handschuhfach bietet der Spring jede Menge Stauraum.
Bild: S.C. Automobile Dacia S.A
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Wer möchte, kann sich noch Zubehörteile wie Becherhalter oder andere clevere Lösungen ins Auto holen. Ergänzt wird das komplett lederfreie Interieur von Zierteilen in Akzentfarbe.
Bild: S.C. Automobile Dacia S.A
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Auch nach dem Facelift ist der Spring ist kein Dynamiker. Und wer versucht, ihn flotter um die Kurve zu schieben, sollte bedenken, dass er immer noch die chinesischen Reifen vom Typ Linglong Eco Master trägt, die nicht sonderlich breit sind. Hinzu kommt, dass die rolloptimierten Gummis bei nasser Fahrbahn recht wenig Grip bieten.