Mitsubishi i-MiEV in Oslo

Neue E-Autos (2020 bis 2024)

E-Offensive bei VW: Jobverlust

E-Umstieg bei VW kostet tausende Jobs

Volkswagen schwenkt in den Werken Hannover und Emden auf E-Auto-Produktion um. Das kostet mittelfristig Tausende Jobs. Alle Infos!
(dpa/reuters/jr/cj/lhp) Volkswagen steuert mit seiner E-Auto-Offensive in die Zukunft ‚Äď aber das kostet Tausende Jobs. Beim Hochfahren der Stromer-Produktion k√∂nnten an den Standorten Emden und Hannover insgesamt bis zu 7000 Stellen wegfallen. Dies sei jedoch nur m√∂glich, wenn Altersteilzeit-Regelungen voll ausgesch√∂pft w√ľrden, hei√üt es aus Konzernkreisen. Betriebsbedingte K√ľndigungen hatte Vorstandschef Herbert Diess zuvor ausgeschlossen. Allerdings k√ľndigte er wegen der versch√§rften CO2-Grenzwerte f√ľr Neuwagen in der EU ein noch h√§rteres Umbauprogramm f√ľr den VW-Konzern an. Nach dpa-Informationen k√∂nnten √ľber Vorruhestandsregelungen bis zu 4000 Stellen in Hannover und bis zu 3000 in Emden gestrichen werden. Dies sei aber nur auf freiwilliger Basis machbar. In Hannover blieben dann gut 10.000 Besch√§ftigte, in Emden etwa 6000.

Einsch√§tzung: Weniger Mitarbeiter f√ľr Bau von E-Autos

In der Branche gilt die Einsch√§tzung, dass f√ľr den Bau der weniger komplexen Elektroautos weniger Mitarbeiter gebraucht werden. Um die Umstellung an den beiden VW-Standorten abzufedern, wurde eine Besch√§ftigungssicherung bis Ende 2028 vereinbart. Volkswagen hatte k√ľrzlich bekanntgegeben, dass in Emden und Hannover k√ľnftig auch E-Autos gefertigt werden. Mit dem Wandel zur Elektromobilit√§t hat die ganze Industrie mit bundesweit mehr als 800.000 Besch√§ftigten zu k√§mpfen. Branchenexperte Stefan Bratzel geht von einem R√ľckgang der Besch√§ftigung um 15 Prozent bis 2030 aus: Je weniger Verbrenner gebaut w√ľrden, umso st√§rker m√ľsse das n√∂tige Arbeitsvolumen sinken. Nach Einsch√§tzung von VW-Chef Herbert Diess muss Volkswagen angesichts versch√§rfter EU-Klimaschutzvorgaben den Anteil der Stromer am Gesamtabsatz bis 2030 auf √ľber 40 Prozent hieven. "Nat√ľrlich werden wir das Ziel, bis 2030 die CO2-Emissionen nochmals um 37,5 Prozent zu reduzieren, erreichen k√∂nnen. Mit unserer E-Plattform und der starken Pr√§senz in China schaffen wir das", sagte Diess unl√§ngst in BILD. Das bedeute einen enormen Wandel. Der VW-Chef kritisierte, Batterien und CO2-Strafzahlungen f√ľr konventionelle Autos lie√üen Einstiegsmobilit√§t f√ľr viele Kunden unerschwinglich werden. "Und es w√ľrde Arbeitspl√§tze kosten, in einer Gr√∂√üenordnung, die wir in diesem Zeitraum nicht mehr √ľber Vorruhestandsregelungen abbauen k√∂nnten."

Volkswagen gibt Verbrenner-Aus bekannt

Zuletzt hatte Volkswagen den Komplett-Ausstieg aus der Verbrennertechnologie angek√ľndigt. "Im Jahr 2026 beginnt der letzte Produktstart auf einer Verbrennerplattform", sagte VW-Chefstratege Michael Jost am 4. Dezember 2018 auf einer Presseveranstaltung in Wolfsburg. Der gr√∂√üte deutsche Autokonzern setzt k√ľnftig wie die gesamte Branche vornehmlich auf Elektroantriebe und will sich von Benzinern und Diesel trennen. Die Ziele des Pariser Klimaabkommens k√∂nnten nur dann erreicht werden, wenn im Jahr 2050 kein Auto mehr mit Verbrennungsmotor auf den Stra√üen f√§hrt, sagte Jost laut "Handelsblatt". Volkswagen rechne daher damit, die letzten Verbrenner etwa um 2040 zu verkaufen. Demnach d√ľrften die letzten neuen Modelle als Benziner oder Diesel in den fr√ľhen 2030er-Jahren auf den Markt kommen. Der Wolfsburger Autobauer hatte Mitte November angek√ľndigt, seine Investitionen in Elektromobilit√§t, autonomes Fahren und Digitalisierung in den kommenden f√ľnf Jahren auf knapp 44 Milliarden Euro aufzustocken. Davon seien 30 Milliarden Euro f√ľr die Elektromobilit√§t bestimmt, sagte Konzernchef Herbert Diess.

Blick nach Europa:
Großbritannien: Keine neuen Diesel mehr ab 2040

Gro√übritannien plant ein Verkaufsverbot von Diesel- und Benzinautos ab dem Jahr 2040. Das best√§tigte Umweltminister Michael Gove im Juli 2017 in London. Diesel- und Benziner verursachten Gesundheitsprobleme und schadeten dem Klima, sagte Gove der BBC. "Die Konservativen haben in ihrem Manifest versprochen, dass keine Diesel- oder Benzinfahrzeuge bis 2050 mehr auf unseren Stra√üen sind." In Gro√übritannien fallen Hybridautos Medien zufolge ebenfalls unter das Verbot.

Frankreich: Das Land will 2050 CO2-neutral sein

Auch Frankreich hatte erkl√§rt, den Verkauf von Verbrennungsmotoren bis 2040 einzustellen. Frankreich k√§mpft mit dem Verkaufsstopp f√ľr Verbrennungsmotoren vor allem gegen die Erderw√§rmung: Nach der Abkehr der USA vom Pariser Klimaabkommen will das Land seine eigenen Ziele versch√§rfen. Es soll bis 2050 CO2-neutral werden. Das bedeutet: Es wird nur so viel klimasch√§dliches Treibhausgas Kohlendioxid ausgesto√üen wie gleichzeitig etwa durch W√§lder aus der Atmosph√§re geholt werden kann. Andere L√§nder setzen ebenfalls auf emissionsfreie Neufahrzeuge. Indien will ab 2030 nur Elektroautos neu zulassen. Unterdessen hatte BMW mitgeteilt, seinen ersten vollelektrischen Mini ab 2019 trotz des Brexits im englischen Werk Oxford zu bauen. Batterie und Motor f√ľr den Elektro-Mini sollen in den bayerischen Werken Dingolfing und Landshut gefertigt werden.
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Norwegen: Radikaler Schnitt schon 2015

Schon f√ľr die bisher zugelassenen Elektroautos gibt es zu wenig Ladestationen.

Norwegen will im Kampf gegen den Klimawandel noch fr√ľher drastische Ma√ünahmen ergreifen. Den Pl√§nen der Regierung zufolge sollen bereits ab 2025 keine neuen Benzin- und Dieselfahrzeuge mehr zugelassen werden. Damit soll der Aussto√ü von klimasch√§dlichen Abgasen verringert werden. Das Ziel ist im nationalen Transportplan verankert, der derzeit im Land heftig diskutiert wird. Der Transportsektor ist f√ľr ein Drittel des CO2-Aussto√ües in Norwegen verantwortlich. Das Land mit etwas mehr als f√ľnf Millionen Einwohnern ist in Sachen E-Mobilit√§t bereits f√ľhrend. In keinem anderen Staat Europas werden ‚Äď gemessen an der Bev√∂lkerung ‚Äď so viele Elektroautos verkauft. 15 Prozent aller neu zugelassenen Autos fahren elektrisch. Norwegen, dank gro√üer √Ėl- und Gasvorkommen ein reiches Land, gewinnt nahezu 100 Prozent seines Stroms aus umweltfreundlichen Quellen: Wasser und Wind. Die Anschaffung von Elektroautos wird in Norwegen bereits seit Jahren massiv gef√∂rdert, mit Steuererleichterungen und Abgabenfreiheit. Das hat den Verkauf der Stromer m√§chtig angekurbelt.
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