Die Auswahl an geräumigen SUV mit wohlklingendem V8-Motor ist fast gänzlich ausgetrocknet. Hier in Europa und speziell in Deutschland, wohlgemerkt. Denn anderswo auf der Welt bieten die Autokonzerne, auch die europäischen, durchaus noch die Art von Autos an, die hierzulande aus den Preislisten getilgt wurden, um CO2-Strafzahlungen zu vermeiden.
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Eines dieser wohltönenden Gefährte ist der Dodge Durango. Grundsätzlich ist die aktuelle dritte Generation schon elf Jahre auf dem Markt. Er ist technisch ein Verwandter des bis 2021 verkauften Jeep Grand Cherokee der vierten Generation (WK2) – war aber immer schon eine Nummer größer und mit drei Sitzreihen lieferbar.
Dodge Durango 5.7 R/T LPG
Spontane Kraft, hohe Laufkultur, herrlicher, aber nicht prollig-aufdringlicher Klang: der 5,7-Liter-Achtzylinder.

Nun gibt es zwar den neuen Grand Cherokee 5 (WL) ebenfalls als siebensitzige Langversion, aber die wird hier nicht offiziell erhältlich sein. Denn der lange Grand Cherokee wird nicht als Plug-in-Hybrid gebaut – und reine Verbrenner der Marke Jeep holt Stellantis nicht mehr nach Europa: Sie wissen schon, die CO2-Strafzahlungen für Pkw.

Sparen dank Flüssiggasanlage

Ob diese Lücke durch den Parallelimport geschlossen wird, bleibt abzuwarten; bis dahin bleibt der Dodge Durango als Alternative für alle, die sich mit dem dünnen Klang und der gewöhnungsbedürftigen Kraftentfaltung der Vierzylinder-Hybride nicht anfreunden mögen.
Dodge Durango 5.7 R/T LPG
Immerhin ausreichend Bodenfreiheit und ein gut funktionierender Allradantrieb: Der Dodge schlägt sich wacker.

AEC Europe bringt ihn ins Land; daran hat sich nichts geändert, seit aus Fiat-Chrysler Automobiles Stellantis wurde. Und AEC rüstet ihn auch gleich mit einer Flüssiggasanlage aus – mit der man richtig Geld an der Tankstelle spart.
Von der Größe her passt der Durango in die Liga von Mercedes GLS und Audi Q7; er rangiert unterhalb der US-Fullsize-Klasse – da hat Stellantis ja jetzt (außerhalb Europas) den neuen Jeep Grand Wagoneer auf RAM-Basis im Sortiment.
FAHRZEUGDATEN
DODGE DURANGO 5.7
Abzweigung
Motor Bauart/Zylinder 
Abzweigung
Abzweigung
Hubraum 
Abzweigung
Abzweigung
Leistung bei 1/min 
Abzweigung
Abzweigung
Drehmoment bei 1/min 
Abzweigung
Abzweigung
Abgasnorm 
Abzweigung
Abzweigung
Radaufhängung 
Abzweigung
Abzweigung
Reifengröße 
Abzweigung
Abzweigung
Getriebe 
Abzweigung
Abzweigung
Allrad/Kraftverteilung v:h 
Abzweigung
Abzweigung
L/B/H 
Abzweigung
Abzweigung
Radstand/Wendekreis 
Abzweigung
Abzweigung
Bodenfreiheit/Wattiefe 
Abzweigung
Abzweigung
Böschungs-/Rampenwinkel 
Abzweigung
Abzweigung
Ladevolumen (SAE-Norm) 
Abzweigung
Abzweigung
Leergewicht/Zuladung 
Abzweigung
Abzweigung
Anhängelast gebr./ungebr. 
Abzweigung
Abzweigung
Höchstgeschwindigkeit 
Abzweigung
Abzweigung
Normverbrauch 
Abzweigung
Abzweigung
Tankgröße 
Abzweigung
Abzweigung
Norm-CO2-Ausstoß 
Abzweigung
Abzweigung
Preis 
Abzweigung
V-Achtzylinder-Benziner, vorn längs 
5654 cm3 
268 kW (364 PS) bei 5150/min 
529 Nm bei 4250/min 
Euro 6d-ISC-FCM 
Einzelrad, Schraubenfedern v. + h. 
265/50 R 20 
8-Stufen-Wandleraut. m. Geländered. 
semiperman. üb. Kupplg./0:100–50:50 
5110/1924/1827 mm 
3042 mm/13,1 m 
200/510 mm 
v. 18,5°, h. 21,5°/16° 
490/1340/2410 l 
2510/711 kg 
3500/750 kg 
179 km/h (abgeregelt) 
13,8 l S/100 km 
93 l Benzin • 72 l Autogas 
346 g/km 
ab 69.500 Euro

Dennoch reist man alles andere als beengt; selbst die dritte Sitzreihe genügt Erwachsenen, wenn sie erst einmal hineingeklettert sind. Und der Kofferraum ist riesig. (Dodge bringt Muscle Cars Challenger und Charger bald nur noch elektrisch)
Beim Fahrwerk ist der Durango, obwohl nicht mehr ganz taufrisch, durchaus noch auf der Höhe der Zeit. Die Schraubenfedern schlucken Unebenheiten willig, nur ganz kurze Stöße kommen überraschend deutlich in die Sitze durch – da machen sich die flachen 20-Zoll-Reifen bemerkbar.
Dodge Durango 5.7 R/T LPG
Der Gastank nimmt den Platz des Ersatzrads ein und fasst brutto 90, netto 72 Liter. Das reicht für 423 km.

Leider trat der Testwagen mit Winterreifen an. Das darf als Grund dafür gelten, dass er in Kurven etwas träge reagiert und dass die standfeste Brembo-Festsattel-Bremsanlage ihre Stärken nicht ausspielen kann.

Umschalter auf Flüssiggas hinterm Lenkrad

Recht konventionell kommt das nur zurückhaltend digitalisierte Cockpit daher: Auch beim letzten Facelift widerstanden die Designer der Versuchung, sämtliche Knöpfe zugunsten ablenkender Touchscreen-Menüs einzusparen; hier wird überwiegend noch echt gedrückt und gedreht.
Der wichtigste Knopf für alle, die beim Tanken sparen wollen, versteckt sich links hinterm Lenkrad: derUmschalter auf Flüssiggas – ein einfacher Taster, garniert mit der fünfsegmentigen Anzeige für den Füllstand des Gastanks.
Dodge Durango 5.7 R/T LPG
Zurückhaltend digital: Im Durango gibt es noch jede Menge echter Knöpfe und Regler.
Dessen Füllstutzen sitzt mit unter der normalen Tankklappe – eine optisch saubere, wenngleich etwas fummelige Lösung. Dass man gerade mit Gas statt mit Benzin fährt, erkennt man nur am Aufleuchten des "Prins"-Schriftzuges – im Übrigen ist kein Unterschied zu spüren.

Kein spürbarer Leistungsverlust

Der holländische Umrüstspezialist hat die Anlage offensichtlich so sauber in die Motorsteuerung integriert, dass trotz der geringeren Energiedichte von Flüssiggas gegenüber Benzin kein spürbarer und ein nur in Nuancen messbarer Leistungsverlust eintritt.
Der im Grunde seines OHV-Blocks stockkonservative V8 reagiert so spontan und nachdrücklich aufs Gas, wie man das im Zeitalter verzögert antretender Turbotriebwerke allenfalls wieder von E-Autos kennt. Und die Zylinderabschaltung – hörbar an der veränderten Motor-Tonlage – funktioniert im Gasbetrieb ebenso fein wie die Verbrauchsanzeige des Bordcomputers.
MESSWERTE
DODGE DURANGO 5.7
Abzweigung
Beschleunigung 0–50 km/h 
Abzweigung
Abzweigung
0–100 km/h 
Abzweigung
Abzweigung
0–130 km/h 
Abzweigung
Abzweigung
Elastizität 60–100 km/h 
Abzweigung
Abzweigung
80–120 km/h 
Abzweigung
Abzweigung
Bremsweg aus 100 km/h 
Abzweigung
Abzweigung
Testverbrauch 
Abzweigung
Abzweigung
Durchschnitt 
Abzweigung
Abzweigung
Werksangabe 
Abzweigung
Abzweigung
Abweichung 
Abzweigung
Abzweigung
CO2 (Testverbrauch) 
Abzweigung
Abzweigung
Reichweite (Testverbrauch) 
Abzweigung
Abzweigung
Abzweigung
2,6 s • Gas: 2,6 s 
7,3 s • Gas: 7,4 s 
11,5 s • Gas: 11,7 s 
4,3 s • Gas 4,3 s 
4,8 s • Gas 4,8 s 
kalt 47,5 m warm 47,7 m
14,3 l Super/100 km 
17,0 kg Gas (LPG)/100 km 
13,8 l S/100 km 
+ 4 % 
332 g/km 
Benzin: 650 km 
Gas: 423 km 
Spürbar wird der "dünnere" Treibstoff nur im Verbrauch: Der liegt nach unseren Messungen im Gasbetrieb 18 Prozent höher als mit Benzin. Aber weil der Literpreis um rund 90 Cent günstiger ist, liegen die Kraftstoffkosten für den dicken Durango noch unter dem Niveau eines kompakten Benziners wie dem Mercedes GLC mit 211 PS.
So bleibt der Achtzylinder-Genuss finanzierbar – und praktikabel: Das LPG-Tankstellennetz ist dicht genug, auch im Ausland – wo die Preise oft noch weit unter den hiesigen liegen.
Und der 90-Liter-Tank – nur 72 davon sind nutzbar – genügt für Reichweiten, von denen E-Fahrer unter gleichen Bedingungen nur träumen. Zudem kann man ja 93 Liter Benzin bunkern, sodass sich eine erst recht respektable Gesamtreichweite von über 1000 Kilometern ergibt. Die man sich allerdings leisten können muss: Ein Discountangebot ist der Dodge Durango nicht.

Fazit

von

Thomas Rönnberg
Jaja, wir wissen, wir sollen alle E-Autos kaufen, um die teuren Spritpreise zu umgehen. Aber wer sich damit nicht anfreunden kann, für den ist Autogas die Alternative. Und im Dodge Durango spart man mit Kraft und Freude.

Von

Thomas Rönnberg