DTM: Die besten Bilder vom Lausitzring 2019

DTM: 500. Rennen

"Du brauchtest einen sensiblen Hintern"

Die DTM feiert ihr 500. Rennen. Vor 35 Jahren fiel der Startschuss in Zolder. Sieger Harald Grohs erinnert sich an die Gründerzeit.
Die DTM wird 500! Am Lausitzring fährt sie an diesem Sonntag ihr 500. Rennen. Wir blicken zurück auf die Premiere: Der Startschuss fiel am 11. März 1984. Da erlebte die Tourenwagenserie (damals noch als Deutsche Produktionswagen-Meisterschaft) mit ihrem ersten Rennen auf dem Circuit Zolder ihre Geburtsstunde.
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Harald „Nippel“ Grohs schrieb als Debütsieger Geschichte. Der 75-Jährige erinnert sich im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT: „Die Serie boomte von Anfang an. Das Feld war hochkarätig besetzt, es wimmelte von Superstars. Es war faszinierend.“ In Zolder unter den 24 Startern: Hans-Joachim Stuck, Volker Strycek, Olaf Manthey, Jörg van Ommen oder Leopold Prinz von Bayern.

Der Rennstart in Zolder 1984

1984 waren Marken am Start, die Rang und Namen hatten. Wie BMW, Mercedes, Rover, Audi, VW, Ford, Volvo, Chevrolet, Opel, Alfa Romeo oder Fiat. Keine Werksengagements, sondern werksunterstützte Privatteams oder aber Privatfahrer. „Als Fahrer brauchtest du einen sensiblen Hintern, technisches Verständnis und eine gute Mannschaft“, erklärt Grohs, der im BMW 635 CSi des Vogelsang-Teams saß: „Ein fantastisches Auto, sehr stabil.“
Während die aktuelle DTM 2019 in eine neue Ära gestartet ist – mit Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotoren in den bis zu 640 PS starken Prototypen von Audi, BMW und Aston Martin – leistete der Sechszylinder-Motor mit 3,5 Liter Hubraum im seriennahen BMW vor 35 Jahren 286 PS. Die Kosten? Lagen für eine Saison bei rund 400 000 D-Mark. Heute verschlingt ein Hightech-Bolide für ein Kundenteam pro Jahr rund drei Millionen Euro.
Im Auto ging es schon damals zur Sache. 60 Grad im Cockpit, keine Servolenkung, klassische Handschaltung. Grohs: „Die Lenkkräfte waren gewaltig, dazu kamen 90 Kilogramm Bremsdruck, permanent schalten, beschleunigen, bremsen. Man musste austrainiert sein.“ 
Und auf der Strecke? „Das waren brutale Kämpfe, es ging richtig rund. Jeder hat ausgeteilt. Aber die Rennen haben einen fantastischen Spaß gemacht.“ Grohs siegte zum Auftakt („Ein tolles Gefühl und schöne Erinnerungen“), nachdem Stuck zwei Runden vor Schluss ein Vorderrad verlor. Er gewann noch drei weitere Rennen. Den Titel holte aber BMW-Kollege Volker Strycek (61) – ohne einen einzigen Sieg.

DTM: Die besten Bilder vom Lausitzring 2019

Autor: Andreas Reiners

Fotos: Bildagentur Kräling; DTM

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