Neulich fuhr ich mit unserem elektrischen Dauertestwagen Kia e-Soul aus der Garage, und wissen Sie was? Nach wenigen Hundert Metern habe ich gar nicht mehr über das ­Auto nachgedacht, in dem ich sitze. Ich habe es einfach benutzt. Weil es gut funktionierte und mich in Ruhe ließ.
So wie eine zuverlässige Wasch­maschine – die bei mir zu Hause so ziemlich das Einzige ist, was ­elek­trisch angetrieben wird. Mein Fahr­rad fährt mit Muskelkraft, mei­ne Autos mit Benzin und Diesel. Ich bin also ­Mobilitäts-Traditionalist.
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Dass mich die Fahrt im Elektro-Soul zufrieden macht, liegt daran, dass der Gebrauch ganz und gar mühelos geschieht. Mit Verbrennern beschäftige ich mich dagegen mehr, die Unterschiede sind viel ausgeprägter, während der Fahrt fasse ich gedanklich stets den Charakter des Autos in ein paar Sätzen zusammen (Kostenvergleich Verbrenner vs. E-Auto).

Hubraumzwerge mit miesem Ansprechverhalten

Und zunehmend ärgere ich mich darüber, was uns manche Hersteller vorsetzen. Hubraumzwerge mit viel Aufladung und miesem Ansprechverhalten, Dreizylinder-Geschnatter, Vibra­tionen und Brummfrequenzen, zu lange Getriebeübersetzungen, unharmonisches Rollverhalten wegen unerwartet einsetzender Rekuperation des 48-Volt-Bordnetzes – wer beim Fahren noch etwas spürt, dem vergeht die Lust an so manchem Verbrenner. E-Autos dagegen laufen geschmeidig wie Zwölfzylinder, sprechen so spontan an wie Sportwagen, haben die perfekte Getriebeübersetzung, weil sie nur einen Gang haben. Wenn ein E-Auto ins Nutzungsprofil und die Ladesäule an die Hauswand passt, dann kann der Stromer ein sehr angenehmer Alltagsgegenstand sein.

Wir fahren auch nach 2030 noch mit Verbrennern

Aber ist das nicht auch ziemlich banal? Meiner Waschmaschine schaue ich jedenfalls nicht hinterher, wenn ich die Wäsche sauber entnommen habe. Deshalb: Vernachlässigt die Verbrenner nicht, entwickelt sie weiter, macht sie besser, fas­ziniert uns mit Geschliffenheit, gönnt uns das Erlebnis des kultivierten Hubkolbenmotors. Es lohnt sich! Denn auch wenn 2030 neue Verbrenner bei uns verboten werden, fahren wir damit noch sehr lange – in manchen Ländern noch länger.
Einen Tag später fuhr ich mit einem Toyota ­Supra aus der Garage, und wissen Sie was? Nach wenigen Hundert Metern war ich verliebt.