Bildergalerie Kia e-Soul (2019)

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Kia e-Soul (2019): alle Infos, Fahrbericht

Der Soul wird zum reinen Elektroauto

Den Kia Soul gibt es zukünftig nur noch als reines Elektroauto, mit der Antriebstechnik des e-Niro. AUTO BILD ist ihn schon gefahren und hat alle Infos!

Vorstellung: Den Soul gibt es ausschließlich mit Elektroantrieb

Noch im April 2019 kommt die dritte Generation des Kia Soul auf den Markt. Die Premiere des neuen Modells fand auf der LA Auto Show (30. November bis 9. Dezember 2018) statt. Die Koreaner wagen mit dem Modellwechsel einen radikalen Schritt: Der Crossover wird in Europa zukünftig ausschließlich mit Elektroantrieb angeboten und daher selbsterklärend e-Soul heißen. Die Optik bleibt jedoch gewohnt kastig. Allerdings schaut der e-Soul dank seiner schmalen LED-Scheinwerfer deutlich grimmiger als sein Vorgänger.

Die schmalen LED-Scheinwerfer verpassen dem neuen Soul einen grimmigen Blick.

Die Chromleiste zwischen ihnen lässt den Neuen optisch breiter wirken. In der glatten Frontschürze befinden sich ein großer Lufteinlass und die Tagfahrlichter. Wie bei seinem ebenfalls elektrischen Markenbruder Niro EV befindet sich an der Front der Anschluss zum Laden der Batterien. In der Seitenansicht fällt auf, dass der neue e-Soul nicht mehr ganz so scharfkantig wie sein Vorgänger gezeichnet ist. Die C-Säule reicht nicht komplett bis zum Dach und wirkt dadurch wie eine Haifischfinne. Dem Heck haben die Kia-Designer neue Rückleuchten in Winkelform verpasst, die sich bis zur Oberkante der Kofferraumklappe ziehen.

LA Auto Show (2018): Bildergalerie

Innenraum und Ausstattung: Neues Infotainment

Der Innenraum der neuen Generation ist ein großer Fortschritt im Vergleich zum Vorgänger.

Innen spielt der e-Soul den Pionier: Die Koreaner haben nämlich, in Kooperation mit Vodafone, ein voll vernetztes Infotainmentsystem entwickelt, das im e-Soul debütiert und später in weiteren Kia-Modellen eingesetzt wird. Es wird über einen 10,25 Zoll großen und mittig platzierten Touchscreen, oder die integrierte Sprachsteuerung bedient. Einige Tasten zur Navigation und zwei Drehregler befinden sich allerdings noch unter dem Bildschirm. Laut Kia bietet das neue System Echtzeit-Verkehrsinfos, hilft bei der Parkplatzsuche, kann bei der Fahrzeugdiagnose helfen und zeigt wo sich die nächsten Ladestationen befinden. Neben Bluetooth, lassen sich Smartphones natürlich auch über Android Auto und Apple CarPlay koppeln. Auch optisch hat sich das Interieur des Crossovers deutlich weiterentwickelt. Das sportliche Dreispeichen-Lenkrad und mit Klavierlack überzogene, beziehungsweise beleuchtete Elemente lassen das Cockpit deutlich moderner wirken. Die Gänge werden übrigens über einen Drehschalter ausgewählt. Neben sieben Airbags umfasst die Sicherheitsausstattung auch einige neue elektronische Helfer. Der Soul hat zukünftig einen im Notfall selbstständig bremsenden Kollisionswarner, einen Querverkehrs- und Müdigkeitswarner, sowie einen Spurhalte- und Spurwechselassistenten an Bord. Ein Head-up-Display sorgt dafür, dass der Fahrer seinen Blick immer auf die Straße richtet.

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Fahren: Der Soul wirft sich ziemlich flott in die Kurve

Das Torque Vectoring macht den e-Soul in Kurven deutlich handlicher.

AUTO BILD ist den Kia e-Soul schon gefahren! Wir haben uns für die größere Akku-Variante entschieden, da diese auch in Deutschland die gefragtere sein wird – Kia rechnet mit einer Nachfrage von 90 Prozent. Die vier wählbaren Fahrprogramme unterscheiden sich merklich. Wer möglichst weit kommen will, wählt "Eco", wer maximale Fahrleistungen bevorzugt, stellt "Sport plus" ein und freut sich über ein reaktionsschnelles Ansprechverhalten. Dann erreicht der Stromer in 7,9 Sekunden Landstraßentempo. Reichweiten-Fetischisten entscheiden sich für "Eco plus" – dann limitiert das System die maximale Geschwindigkeit auf 90 km/h und schaltet elektrische Verbraucher aus, darunter die Klimaanlage. Diese Zeitgenossen berauben sich dann aber des Fahrspaßes, den der e-Soul bietet. Neben dem kräftigen Antritt wirft sich der 1757 Kilogramm schwere Crossover dank Torque Vectoring per Bremseingriffe nämlich ziemlich flott um die Kurven. Aber irgendwann kommt auch dieser Dynamik-Kniff an seine Grenzen, und der Crossover fängt an, über die Vorderräder zu schieben. Doch im Vergleich zum e-Niro wirkt sich der um zehn Zentimeter kürzere Radstand (2,60 Meter) des e-Soul beim Kurventanz genauso positiv aus wie das um 55 Kilogramm geringere Gewicht des kleinen Bruders. Der Niro fährt eben einen Schuss agiler, ohne dass der Komfort leidet.

Motor: Technik aus dem e-Niro sorgt für mehr Reichweite

Der neue e-Niro ist bis zu 90 PS stärker als sein Vorgänger.

Die bisherige Elektroversion des Soul kommt mit einer Akkuladung lediglich 200 Kilometer weit. Das neue Modell legt aber mit der Technik aus dem Kia e-Niro einiges an Reichweite zu. Der e-Soul kann, wie der e-Niro, in zwei Batteriegrößen geordert werden: 39,2 und 64 Kilowattstunden sowie mit 100 kW (136 PS) Leistung und 150 kW (204 PS). Neben der Reichweite von 275 bzw. 452 Kilometern ist auch die Höchstgeschwindigkeit unterschiedlich: 157 km/h bei den kleinen Akkus stehen 167 km/h beim Batteriemaximum gegenüber. Steckt man die große Batterie an eine normale Haushaltssteckdose, dauert es satte 31 Stunden, bis die Akkus zu 100 Prozent geladen sind. Mit einer 7,2-kW-Ladestation sind es neun Stunden und 35 Minuten. Wenn man die Stromspeicher an eine 100-kW-Schnellladestation lädt, vergehen 54 Minuten, bis die Batterie zu 80 Prozent gefüllt ist. Die Koreaner gewähren sieben Jahre Garantie auf die Batterie. Neben dem Antrieb haben die Ingenieure auch das Fahrwerk verbessert. Die neue Mehrlenker-Hinterachse soll das Fahrverhalten deutlich agiler machen. Beim Vorgänger setzte Kia noch auf eine Verbundlenkerachse. Die Preise des neuen e-Soul starten bei 33.990 Euro.

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Autoren: , , Wolfgang Gomoll

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