Bildergalerie Kia e-Niro (2018)

Bildergalerie Kia e-Niro (2018)

Kia e-Niro (2018): Fahrbericht

Niro als Elektro-Crossover

Kia verspricht für seinen Niro EV mehr als 450 Kilometer Reichweite. AUTO BILD hat alle Infos, den Preis und den Fahrbericht!
Kia bietet zukünftig eine Elektro-Version des Crossovers Niro an. Sie wurde im Rahmen der Busan International Auto Show (8. bis 17. Juni 2018) erstmals auf einer Messe gezeigt. Die Europapremiere fand auf dem Pariser Autosalon (2. bis 14. Oktober 2018) statt.

Der e-Niro ist der erste Kia, dessen Automatikgetriebe über einen Drehregler bedient wird.

Die Designer haben beim e-Niro die Grundform der bereits erhältlichen Verbrennerversion beibehalten. Statt eines Kühlergrills prangt aber eine in Wagenfarbe gehaltene Kunststoffblende an der Front. Hinter einer Klappe steckt der Ladeanschluss. Die Lufteinlässe im Stoßfänger wurden ebenfalls neu gestaltet. Sie werden bei dem Elektroauto von einer türkisen Leiste umrahmt. Auch die Tagfahrlichter sind anders angeordnet und werden von einer ebenfalls türkisen Zierleiste geteilt. Daneben sind die Nebelscheinwerfer angebracht. Am Heck bekommt der Elektro-Niro eine neue Schürze. Der Innenraum wurde gegenüber der Verbrennerversion ebenfalls nur dezent verändert. Die Zentralkonsole bietet mehr Ablageflächen und ein Fach für das induktive Laden von Smartphones. Erstmals wird in einem Kia das Automatikgetriebe über ein Drehrad bedient. Der Kofferraum hat einen ebenen Ladeboden und ein Volumen zwischen 451 und 1451 Litern.

In nur 54 Minuten ist der Akku zu 80 Prozent geladen

Anstatt des Kühlergrills prangt beim e-Niro eine in Wagenfarbe gehaltene Kunstoffblende an der Front.

Die Kunden können bei dem Elektromodell zwischen zwei verschieden großen Lithium-Polymer-Batterien wählen. Mit der 64 kWh großen Variante soll der Crossover über 450 Kilometer weit kommen. Praktisch: An einer Schnellladestation kann der Akku in nur 54 Minuten zu 80 Prozent geladen werden. Die kleinere Akkuvariante ist 39,2 kWh groß und ermöglicht eine Reichweite von rund 300 Kilometern, beim größeren Stromspeicher sollen es mehr als 400 Kilometer sein. Der 204 PS und 395 Nm starke E-Niro soll den Sprint von 0 auf 100 in nur 7,8 Sekunden schaffen. Das Angebot an Assistenzsystemen besteht aus einem Spurwechselassistenten, einem Frontkollisionswarner und einem Notbremsassistenten. Im Stau gibt der Crossover selbstständig Gas und bremst auch selbst wieder ab. Die ersten Niro mit Elektroantrieb rollen im April 2019 zu den Händlern. Die Preise starten bei 34.290 Euro.

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Fahren: e-Niro macht trotz des hohen Gewichts Spaß

Die Unterschiede der Fahrmodi sind deutlich ausgeprägt. Wer möglichst weit kommen will, wählt Eco, wer maximale Fahrleistungen bevorzugt, stellt Sport plus ein und freut sich über ein reaktionsschnelles Ansprechverhalten. Dann schafft der Stromer in 7,8 Sekunden die 100-km/h-Marke und bis zu 167 km/h Spitze. Der Verbrauch soll bei 15,9 Kilowattstunden pro 100 Kilometer liegen. Bei den Testfahrten waren es sogar nur 15,6 kWh. Das Gegenstück ist der Eco plus Modus – dann versucht sich der e-Niro an die nächste Ladestation zu retten, limitiert die maximale Geschwindigkeit auf 90 km/h und schaltet elektrische Verbraucher, wie zum Beispiel die Klimaanlage aus.
 

Trotz des Frontantriebs und dem vergleichweise hohen Gewicht: Der elektrische Niro fährt sich ziemlich flott.

Diese nüchternen Zahlen sagen wenig über den Fahrspaß des e-Niro aus, der sich mit dem Hyundai Ionic die Plattform teilt und deswegen ebenfalls ein Fronttriebler ist. Damit der Crossover einigermaßen flott um die Kurven flitzt, haben die Koreaner ein Torque Verctoring mit Bremseingriffen und eine direktere Lenkung installiert. Diese beiden bewährten Kniffe klappen ganz gut, und der koreanische Stromer zieht in langgezogenen Kurven talentiert seine Bahnen. In engen Kurven kann der e-Niro das Gewicht von gut 1,8 Tonnen bei dem Modell mit den größeren Akkus nicht ganz verhehlen und fängt an, mit den Vorderrädern zu scharren. Dank des Drehmoments von 395 Newtonmetern macht das Elektro-SUV viel Spaß, auch wenn die Lenkung mehr Rückmeldung geben könnte.
 
Der Komfort gibt keinen Anlass zur Klage und wenn man es im Eco-Fahrprogramm entspannt angehen lässt, freut man sich darüber, dass im adaptiven Tempomat auch ein Spurhalteassistent integriert ist. Außerdem unterstützen ein Totwinkelwarner und ein Notbremsassistent den Fahrer. Wer gerne selbst aktiv ist, greift mit den beiden Paddeln, die sich hinter dem Lenkrad befinden, ins Geschehen ein. Links wird die Rekuperation erhöht und rechts heruntergeschraubt bis zum Segeln. Fünf Modi stehen zur Auswahl, wobei man bei der One-Pedal-Einstellung die linke Wippe konstant ziehen muss, was umständlich ist. Dennoch: Nach einer Weile geht das Verzögern per Rekuperation in Fleisch und Blut über.

Autoren: Elias Holdenried, Andreas May, Wolfgang Gomoll

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