E-Bike kaufen: Tipps und Bestseller

E-Bike kaufen: Tipps und Bestseller

5 Tipps für den E-Bike-Kauf

Ein E-Bike ist eine teure Anschaffung, deswegen sollten Sie beim Kauf auf einige Dinge achten, damit Sie auch lange Freude daran haben. AUTO BILD gibt fünf wichtige Tipps!
E-Bikes erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Kein Wunder, man bewegt sich umweltfreundlich und an der frischen Luft, gleichzeitig ist man durch die Motorunterstützung bequem unterwegs. Mit einem E-Bike sind in unserem Sprachgebrauch in der Regel Pedelecs gemeint, deren Motor bis 25 km/h unterstützt. Dabei muss der Fahrer jedoch selbst in die Pedale treten. Wenn Sie ein E-Bike kaufen möchten, gibt es einiges, worauf Sie achten sollten.

Tipp 1: Den passenden E-Bike Typ finden

E-Citybike: Wie der Name schon verrät, ist das City-E-Bike für die alltäglichen kurzen Wege in der Stadt gedacht. Zum Beispiel zur Arbeit oder zum Einkaufen. Hier liegt der Fokus in der Regel auf Komfort, also einer bequemen Sitzposition und guter Ausstattung wie abnehmbarem Akku oder guter Federung (zum Beispiel für Kopfsteinpflaster). Meist zeichnen sie sich auch durch einen tiefen Einstieg aus.
Trekking-E-Bike: E-Trekking-Räder sind besonders vielseitig einsetzbar und gehören deshalb zu den beliebtesten E-Bikes. Sie schaffen den Spagat zwischen Citybike, Rennrad und Mountainbike. Sie sind sowohl für längere Touren und Ausflüge geeignet, als auch im Alltag einsetzbar. In der Regel sind die Motoren etwas stärker und die Rahmen stabiler als bei gewöhnlichen E-Bikes für den Alltag. Welche Trekking-E-Bikes besonders gut sind, lesen Sie im Test
E-Mountainbike: Beim Mountainbike geht es vor allem um einen starken Motor, breite Reifen und eine gute Federung - schließlich ist dies das E-Bike für die Waldwege in den Bergen gedacht. Beim Rahmen wird unterschieden zwischen Hardtrail und Fullsuspesion (kurz: Fully). Der Unterschied liegt in der Federung: Beim Hardtrail gibt es lediglich vorne eine Federgabel, das Fullsuspension-E-Bike verfügt auch hinten über eine Federung. Wer öfter auf unbefestigten Wegen unterwegs ist, sollte lieber zum vollgefederten E-Mountainbike greifen.

Klappräder sind besonders praktisch für die Mitnahme im Kofferraum oder in den Öffis.

E-Bike Klapprad: Das elektrisch unterstütze Klapprad lohnt sich vor allem für Radfahrer, die häufig die Verkehrsmittel wechseln und das Rad zum Beispiel mit in die U-Bahn nehmen oder in den Kofferraum packen wollen. Es zeichnet sich durch sein besonders kompaktes Format aus und wie der Name schon sagt, kann das Fahrrad über einen Klappmechanismus zusammengefaltet werden. Ähnlich praktisch sind E-Kompakträder, die ebenfalls kompakt gehalten sind, aber nicht über einen Faltmechanismus verfügen. Mehr dazu lesen Sie im E-Bike-Klappräder-Test
Lasten-E-Bike: Der Vorteil des Lasten-E-Bikes sind die großen Transportschalen oder Gepäckträger, die es erlauben, Kinder mitzunehmen, große Einkäufe von A nach B zu bringen oder auch Umzugskartons zu transportieren. Dabei können einige Cargo-E-Bikes bis zu 200 Kilo Zuladung stemmen.
E-Rennrad: Ein Rennrad mit Motorunterstützung ergibt auf den ersten Blick nur wenig Sinn, da hier die sportliche Betätigung im Vordergrund steht. Dabei ist der E-Motor auf anspruchsvollen Strecken eine gute Unterstützung dabei, den Puls im optimalen Bereich zu halten. So kann sich der Radsportler seine Kräfte besser einteilen. Auch bei den beliebten Gravelbikes gibt es mittlerweile Modelle mit E-Motor. Beim Gravelbike handelt es sich um eine Art geländefähiges Rennrad.
E-Crossbike: Das Crossbike ist vor allem für längere Radtouren gedacht. Dementsprechend verfügt es über einen starken Motor, einen stabilen Rahmen und eine gute Federung. Auch abseits befestigter Wege ist man dadurch mit dem Crossbike gut unterwegs. Aber auch im Stadtverkehr macht der Allrounder unter den E-Bikes eine gute Figur.
Speed-Pedelec: Das sogenannte S-Pedelec unterscheidet sich vom gängigen Pedelec vor allem durch seine Geschwindigkeit: Es unterstützt den Fahrer bis zu 45 km/h elektrisch. Voraussetzung für das Fahren eines S-Pedelec ist deswegen auch mindestens die Führerscheinklasse AM und ein Versicherungskennzeichen.
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Tipp 2: Motorposition berücksichtigen

Wie beim Auto gibt es auch beim E-Bike verschiedene Positionen für den Motor. Am praktischsten ist in der Regel der Mittelmotor, da er das Fahrverhalten durch die gleichmäßige Gewichtsverteilung nicht ungünstig beeinflusst. Zudem zeichnet er sich durch geringen Verschleiß aus. Heckmotoren übertragen die Kraft direkt ans Hinterrad und trumpfen vor allem durch eine eher sportliche Fahrweise auf. Aber: Sie können nicht mit Rücktrittbremse oder Nabenschaltung kombiniert werden. Frontmotoren sind vor allem eins: preiswert. Deswegen sind sie meist an sehr budgetorientierten Modellen zu finden. Dadurch verlagert sich der Schwerpunkt des E-Bikes allerdings etwas nach vorne, was für das Fahrrad eher untypisch ist und dadurch das Lenkverhalten negativ beeinflussen kann und auch das Fahren auf nassem, rutschigem Untergrund erschwert.

Tipp 3: Den richtigen Akku wählen

Auch der Akku ist beim E-Bike-Kauf ein wichtiger Punkt. Hier sollte man sich vor allem zwei Fragen stellen: Soll der Akku abnehmbar oder integriert sein? Welche Reichweite soll er schaffen? Ein abnehmbarer Akku ist praktisch, da er zum Laden überall angeschlossen werden kann. Dafür kann ein fest eingebauter Akku nicht geklaut werden. Bei der Reichweite geht es vor allem um die Kapazität, dabei sollte man berücksichtigen, dass diese im Laufe des Fahrradlebens abnimmt. Die meisten E-Bike-Akkus haben eine Kapazität um 400-500 Wattstunden. Dabei sollte man aber beachten: Mit der Reichweite steigt auch das Gewicht. 

Tipp 4: Unbedingt Probefahren

Ein E-Bike ist eine kostspielige Anschaffung, deswegen ist vor dem Kauf eine Probefahrt wichtig. Nur so kann man feststellen, ob das Rad wirklich zu einem passt. Das gilt auch für die Rahmengröße, denn nicht immer ist der errechnete Wert auch ideal für den individuellen Körperbau. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist der Sattel: Ist er unbequem wird man wohl kaum eine längere Radtour darauf aushalten. Auch der Lenker sollte angenehm anzufassen und zu bedienen sein.

Tipp 5: Gewicht im Auge behalten

Wollen Sie das Fahrrad tragen oder transportieren, spielt natürlich auch das Gewicht eine Rolle. Gerade bei sportlichen E-Bikes gibt es viele Modelle, die aus sehr leichten Materialien gefertigt wurden. Ein weiterer Gewichtstreiber ist der Akku: Hier sollte man zwischen Gewicht und Reichweite genau abwägen. Die meisten E-Räder haben ein zulässiges Gesamtgewicht von 120 Kilo. Aber dazu zählt auch schon das Gewicht des Fahrrads selbst. Mit dem eigenen Körpergewicht und ggf. Gepäck kann es dann schon mal eng werden. Ggf. lohnt sich hier die Anschaffung eines speziellen Lastenrads.

Darauf sollten sie beim E-Bike-Kauf außerdem achten

Bremsen: Mit dem E-Bike erreicht man deutlich höhere Geschwindigkeiten als mit dem normalen Fahrrad. Entsprechend müssen die Bremsen leistungsfähiger sein und besser verzögern. Beim E-Bike sollte man deshalb darauf achten, dass es mit hydraulische Felgen- oder Scheibenbremsen ausgestattet ist.
Schaltung: Käufer haben die Wahl zwischen Ketten- und Nabenschaltung. Kettenschaltungen sind belastbarer und können häufig selbst gewartet und repariert werden. Die Nabenschaltung hingegen ist weniger verschleißanfällig und oft günstiger. Dafür muss man hier bei einer Reparatur meist zum Profi.
Informieren: Um lange Freude am E-Bike zu haben, sollten Sie sich vorher mit aktuellen Testberichten über die Stärken und Schwächen der jeweiligen Modelle informieren. Aktuelle Tests und weitere Berichte rund ums Fahrrad lesen Sie bei bike-bild.de

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