Eis kratzen: Kärcher EDI 4

Eiskratzen: Autoscheiben richtig enteisen

So werden die Autoscheiben schnell vom Eis befreit

Für alle, die ihr Auto draußen stehen haben, geht jetzt die ungeliebte Zeit des Eiskratzens wieder los. AUTO BILD erklärt, wie Sie das Auto einfach enteisen – vom Luxus-Eiskratzer über Scheiben-Enteiser bis zur Standheizung!
Viele Autofahrer kennen das Problem: Morgens steht man vor einem vereisten Auto, die Scheiben müssen freigekratzt oder enteist werden – lästig. Die absolute Luxus-Lösung ist in so einem Fall ein elektrischer Eiskratzer wie der Kärcher EDI 4. Er soll den Wagen ganz mühelos und ohne den Einsatz von Körperkraft vom Eis befreien. Kalte und nasse Hände sollen der Vergangenheit angehören. Einfach den Eiskratzer über die Scheibe bewegen und die sechs rotierenden, austauschbaren Kunststoffklingen erledigen den Rest – laut Hersteller sogar ohne Schlieren oder Strukturen zu hinterlassen. Das Ganze hat aber auch seinen Preis: Stolze 50 Euro stehen auf dem Etikett. Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte, der bekommt von AUTO BILD Tipps, wie die vereisten Scheiben trotzdem wieder frei werden!
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*Preise: Stand 17.12.2020

Worauf sollte man beim Eiskratzer achten?

Wer weiter auf eigene Kraft setzt und seinen Wagen auf altmodische Art vom Eis befreit, der sollte beim Kratzen nur eine stabile Kunststoffklinge verwenden. Andere Lösungen wie Metallklingen oder auch EC-Karten können Kratzer auf den Scheiben hinterlassen. Am besten hat der Eiskratzer zusätzlich eine Seite mit einer Gummilippe, damit lässt sich angetautes Eis besonders schonend entfernen. Auch eine geriffelte Seite ist wichtig: Ist die Eisschicht dick, wird sie damit zuerst aufgebrochen und dann mit der glatten Kunststoffseite heruntergekratzt. Wer auf Komfort wert legt, kann einen Eiskratzer mit kleiner Teleskopstange kaufen: Er ist etwas teurer als die typische "Plastikkarte", sorgt aber dafür, dass die Hände trocken bleiben.
Weitere Themen: Eiskratzer im Vergleich

Wie bekommt man gefrorene Autoscheiben ohne Kratzen frei?

Scheiben-Enteiser: Der Klassiker der komfortablen Scheibenenteisung sind die Enteiser-Sprays. Sie werden einfach auf die vereisten Scheiben gesprüht und tauen das Eis durch ihren hohen Alkoholgehalt von selbst. Zusätze sorgen dafür, dass die Scheiben nicht wieder zufrieren. Welcher Scheiben-Enteiser gut ist, lesen Sie im AUTO BILD-Test!
Wärmflasche: Wer früh genug daran denkt, kann etwa 20 bis 30 Minuten vor dem Losfahren eine heiße Wärmflasche auf das Armaturenbrett hinter die Windschutzscheibe legen. Mit ein wenig Zeit sorgt sie dafür, dass die Scheibe abtaut oder das Eis zumindest so weit antaut, dass es leicht zu entfernen ist.
Heizlüfter: Um das Wageninnere schnell auf Temperatur zu bringen, gibt es spezielle Heizlüfter. Manche werden über den 12-Volt-Anschluss im Wagen betrieben– davon ist aber eher abzuraten, denn das ist eine starke Belastung für die Autobatterie, die bei Kälte ohnehin schon viel leisten muss. Alternativ gibt es solche Geräte auch für den 230-Volt-Betrieb, vorausgesetzt natürlich, dass eine Steckdose in der Nähe ist.
Standheizung: Die Standheizung ist kostspielig, hat aber viele klare Vorteile. Sie taut den Wagen nicht nur ab, sondern sie schont auch den Motor und sorgt für geringeren Schadstoffausstoß. Wer im Winter also ständig mit dem Eiskratzer anrücken muss, der sollte über die Investition nachdenken. Letztlich ergibt sich daraus auch eine große Zeitersparnis, den Wagen auf Knopfdruck abtauen zu können. Weitere Infos zur Nachrüstung einer Standheizung gibt es hier!

Welche Fehler sollte man beim Enteisen vermeiden?

Auto warmlaufen lassen: Das ist umweltschädlich und streng verboten. Wer den Wagen warmlaufen lässt und dabei erwischt wird, muss mit zehn Euro Verwarnungsgeld rechnen. Zudem ist das Warmlaufen im Stand auch für den Motor nicht gut. Denn in der Warmlaufphase ist der Verschleiß besonders hoch. Durch das Warmlaufen im Stand wird diese Phase ungünstig in die Länge gezogen.
EC-Karte und Co nutzen, weil kein Kratzer zur Hand ist: Die Autoscheiben sollten nur mit speziellen Eiskratzern aus Kunststoff vom Eis befreit werden. Andere Gegenstände, die gerne zweckentfremdet werden (z. B. CDs oder EC-Karten) können Kratzer auf der Scheibe hinterlassen.
Scheiben schnell mit heißem Wasser abtauen: Das ist gleich in doppelter Hinsicht schlecht. Denn zum einen frieren die Scheiben sofort wieder zu, zum anderen kann die Scheibe durch den plötzlichen Temperatursprung Schaden nehmen. Das gilt auch schon für lauwarmes Wasser.
Spiritus zum Enteisen nutzen: Spiritus ist ein effektiver Enteiser, hat allerdings oft den unschönen Nebeneffekt, Schlieren zu hinterlassen. Das ist besonders bei Autoscheiben ungünstig. Hier sorgen die Schlieren nämlich für schlechte Sicht und beeinträchtigen dadurch die Sicherheit. Deswegen lieber zu einem richtigen Enteiser greifen.

Wie kann man vereisten Scheiben vorbeugen?

Bei Temperaturen bis minus vier Grad empfiehlt sich ein einfaches Hausmittel: Essig. Er wird im Verhältnis eins zu drei mit Wasser gemischt und auf die Scheiben aufgetragen. Das Gemisch verhindert die Eisbildung, das Prozedere muss aber jeden Abend wiederholt werden. Alternativ kann die Windschutzscheibe mit einer Abdeckung geschützt werden. Auch für die Seitenspiegel gibt es spezielle Überzieher, alternativ eignen sich dort auch ein paar ausrangierte Socken. Wer den ganzen Wagen schützen will, der kann zu einer Stoffgarage greifen. Welche Stoffgaragen gut sind, zeigt AUTO BILD im Test!

Was tun, wenn die Scheiben von innen gefroren sind?

Ist der Wagen auch von innen gefroren, hilft am besten der Eiskratzer. Damit müssen die Scheiben von innen freigekratzt werden. Wichtig: Die Eiskristalle auffangen, zum Beispiel mit einem Handtuch. Chemische Enteiser sollten hier nicht verwendet werden, da es unter Umständen ungesund sein kann, die Dämpfe die ganze Fahrt über einzuatmen. Sind die Scheiben von innen gefroren, steckt in der Regel Feuchtigkeit im Auto dahinter. Wie Sie die Feuchtigkeit erfolgreich beseitigen, lesen Sie hier!

Welche Scheiben müssen enteist werden?

Es ist Pflicht, vor der Fahrt die Windschutzscheibe und die vorderen Seitenscheiben vom Eis zu befreien – und zwar komplett. Ansonsten drohen zehn Euro Verwarnungsgeld. Passiert mit gar nicht oder unvollständig enteisten Scheiben auch noch ein Unfall, werden daraus 35 Euro. Auch aus Sicherheitsgründen sollten die genannten Scheiben immer komplett enteist werden – das Sichtfeld des Fahrers wäre sonst zu stark eingeschränkt.
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