Andreas, zeigst du mir bitte, wie Schnellladen geht?" Hundefreundin Barbara fährt jetzt Kia EV6, sie mag ihn, aber der Händler hat ihr (fast) nichts erklärt. Wir haben mit ihr zum ersten Mal mit 230 kW schnellgeladen. Barbara: "Das ging ja einfach!" Alle Tipps für Barbara – hier auch für Sie.
1. Ich habe erstmals ein E-Auto gekauft. Welche Karte brauche ich?
Viele Hersteller haben eigene Ladekarten, meist mit sehr guter Abdeckung. Ich habe kein eigenes E-Auto, aber zwei Ladekarten:  "Charge" der TankE GmbH sowie die ADAC-Ladekarte. Mit beiden komme ich auch im Ausland klar.
2. Was ist die beste Lade-App?
Die Kollegen von COMPUTER BILD sagen: "Mercedes Me" ist die beste Hersteller-App. Bei den freien Anbietern sieht die Stiftung Warentest die "EnBW mobility+"-App vorn. So eine App navigiert zur Säule und regelt die Bezahlung.
3. Was kostet es, das E-Auto zu laden?
Zu Hause an der Wallbox ist es am günstigsten, mit rund 35 Cent pro kWh, je nach Vertrag. An der 11-kW-Säule zahle ich mit der ADAC-Karte 42, an der EnBW-Schnellladesäule 48, bei anderen 52, bei Ionity 79 Cent. Wer oft unterwegs lädt, nimmt eine Karte mit Grundgebühr, bei der die Kilowattstunden günstiger sind.

E-Auto nur mit festem Ladeplatz

4. Wo lade ich mein E-Auto?
Da bin ich konservativ und rate meinen Freunden: kauft E-Auto nur, wenn ihr einen festen Ladeplatz habt, Wallbox zu Hause oder im Büro. In der Regel fahren wir nur 15.000 km im Jahr, Schnellladen unterwegs ist die Ausnahme. Und bitte leer nach Hause kommen, erst da laden! Ich habe keine Wallbox, lade ab und zu in Hamburg am 11-kW-Lader, muss nach zwei Stunden wieder weg. Bis dahin habe ich nur Strom für 70 km – nervig.
5. Brauche ich an der Säule ein eigenes Kabel?
Ja und nein. In der Stadt hat die 11-kW-Säule kein eigenes Kabel, also eins mitbringen. Jede Ladestation ab 50 kW hat ein eigenes, dickeres Kabel, einfach nur mit dem Auto verbinden und laden. Ich mache es immer so: Kabel rein, Karte vors Lesegerät, Auto erkannt. Zum Beenden wieder Karte vors Lesegerät, Laden beendet.

Drei verschiedene Stecker an den Ladesäulen

6. Welche verschiedenen Stecker gibt es?
An unseren Ladesäulen gibt es drei verschiedene Stecker. 1. Schnelllader (mit "Doppelkopf") heißen CCS. 2. Mit Typ-2-Stecker laden wir an der Wallbox bis 22 kW. 3. CHAdeMO ist eine Japan-Erfindung, lädt Toyota, Mitsubishi und Co.
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7. Wie lange dauert es, bis das E-Auto voll ist?
Ein Kia EV6 lädt mit bis zu 230 kW, braucht von 10 bis 80 Prozent 18 Minuten. Ein VW ID.3 schafft 125 kW, braucht eine Viertelstunde länger. Zu Hause laden beide mit 11 kW in etwa sieben Stunden voll.
Laden Tipps
Auto laden ist (fast) so einfach wie Staub saugen, findet jetzt auch Barbara: Stecker rein, Start drücken. Es reicht eine Ladekarte.
8. Soll ich mein Auto immer ganz voll laden?
Barbara (Foto) hat ihren Kia auf 80 Prozent Akkukapazität limitiert, um die Batterie zu schonen. Genau das empfehlen wir: Im Alltag nicht über 80 Prozent laden; an der Schnellladesäule auch aus Zeitgründen. Bis 80 Prozent "tanken" die meisten Autos im Sausetempo, danach wird es zäh. Lieber einmal öfter laden als immer zu lange.

Laden lohnt immer

9. Lohnt es sich, auch mal nur kurz zu laden?
E-Auto-Fahrer laden immer da, wo sie gerade stehen. Oder anders: Ich hatte letztens einen Banktermin, 400 Meter weiter ist eine 50-kW-Säule. Während der halben Stunde, die ich in der Bank verbracht habe, hat mein Auto geladen – danach waren wieder 150 Kilometer mehr im Akku. (Hier können Sie beim Einkaufen oder Essen Ihr E-Auto aufladen)
10. Wie finde ich unterwegs die passende Ladesäule?
Vertrauen Sie nicht Ihrem Auto-Navi, das ist nicht immer auf dem neuesten Stand. Der Grund: Es kommen täglich neue Säulen dazu. Den coolen, neuen Ladepark von EnBW (16 Säulen mit je 350 kW) an der A 7 bei Bispingen kannte weder der Kia EV6 noch der BMW iX3 oder der Porsche Taycan. Aber die App! Ich benutze die Kia-Charge-App, da kann ich eingeben, wo ich hinwill, wie schnell ich laden möchte. Kollegen schwören auf die Elli-App von VW. Einfach selbst testen, was einem gefällt!