Mercedes Schadstoffausstoß WLTP Prüfzyklus

Euro-7-Abgasnorm: Grenzwerte, Schadstoffe, Benziner, Diesel, 2025

Droht durch die neue Euro-7-Abgasnorm das Aus für Benziner und Diesel?

Mit der Euro-7-Norm plant die EU-Kommission schärfste Abgasregeln für Neuwagen. Droht 2025 das Aus für Benziner und Diesel? Eine heftige Diskussion hat begonnen!
Rund 3,6 Millionen neue Pkw wurden 2019 in Deutschland zugelassen, 2020 werden es, bedingt durch das Coronavirus, weniger sein. Ab 2025, wenn die neue Euro-7-Abgasnorm EU-weit in Kraft treten soll, könnten es noch sehr viel weniger werden – weil es manche Autos dann nicht mehr geben kann. Die EU-Kommission, angeführt von Ursula von der Leyen, plant mit der nächsten Euro-Norm die bislang strengsten Abgasregeln.
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*Stand: 27.November
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) warnte in einer ersten Reaktion vor gravierenden Auswirkungen für die Zukunft von Benzinern und Dieseln. Doch es gibt auch Zustimmung.

Diese Schadstoffwerte sollen Neuwagen ab 2025 einhalten

Die Grafik zeigt: Bei Euro 7 liegen die Grenzwerte deutlich niedriger – und das ohne die heute zulässigen Ausnahmen.

©AUTO BILD

Die strengen Flottenziele für die CO2-Emissionen sind längst beschlossen, jetzt geht es um Schadstoffe wie NOx, die schon in vielen europäischen Städten zu Fahrverboten geführt haben. Diskutiert wird eine im Auftrag der EU erstellte 66-seitige Studie von Experten aus ganz Europa ("Advisory Group on Vehicle Emission Standards"), die AUTO BILD vorliegt. Der Inhalt:
Neuwagen sollen künftig nur noch 30 mg/km NOx ausstoßen dürfen, in einem zweiten Szenario sogar nur 10 mg/km. Grenzwerte bisher: 60 mg für Benziner, 80 mg für Diesel. Kohlenmonoxid soll von 1000 bzw. 500 mg auf 300 bzw. 100 mg reduziert werden.
• Der RDE-Test, der mit einem mobilen Messgerät die Einhaltung der Grenzwerte auch im Fahrbetrieb misst (PEMS, Portable Emission Measurement System), soll verschärft werden. RDE (Real Driving Emissions) berücksichtigt bestimmte Parameter (Durchschnittsgeschwindigkeit, Außentemperatur, Meereshöhe, mindestens 16 km Fahrstrecke). Beispiel: Nach dem Kaltstart stößt ein Auto, bis der Katalysator warm ist, mehr Schadstoffe aus als bei Betriebstemperatur – ebenso bei Vollgas. Beim neuen Test ist Vollgas erlaubt, theoretisch andauernd, nur ist die Strecke mit 5 km viel kürzer. Künftig müssen Autos die Werte einhalten bei Temperaturen von minus 10 bis plus 40 Grad, auch in 1000 oder 2000 Meter Höhe (bisher höchstens 700 m) und über eine theoretische "Lebenszeit" von 15 Jahren bzw. 240.000 km Laufleistung (bisher 160.000). Die Regeln sollen auch mit Dachbox, Fahrradträger oder Anhänger gelten.
Die bisherige Messtoleranz des PEMS von 25 bis 30 mg soll wegfallen. Das bedeutet insgesamt: Um sicher unter 30 mg zu kommen, müsste ein Auto eigentlich 0 mg NOx ausstoßen. Das wäre eine Kampfansage an die modernen Verbrenner, die gerade so sauber sind wie noch nie.

Branchenverband hält Standards für utopisch

VDA-Präsidentin Müller kritisierte die geplanten EU-Vorschriften für Abgaswerte scharf.

©DPA

Experten aus der Branche reden von einer "Kriegserklärung" und dem faktischen Ende für Diesel und Benziner, wenn Euro 7 so beschlossen würde. "Die Kommission will vorschreiben, dass künftig ein Fahrzeug in jeder Fahrsituation quasi emissionsfrei bleiben muss – sei es mit Anhänger am Berg oder im langsamen Stadtverkehr. Das ist technisch unmöglich, und das wissen auch alle", kritisierte die Chefin des Branchenverbands VDA, Hildegard Müller. Ingenieure sagen, die Standards seien so gesetzt, dass man sie gar nicht erfüllen könne.

Dudenhöffer: "VDA-Geschrei nicht nachvollziehbar"

Prof. Ferdinand Dudenhöffer kritisierte hingegen den Branchenverband: "Das Geschreie des VDA ist nicht nachvollziehbar. So erreichen beim wichtigen Stickoxid-Ausstoß viele Diesel-Fahrzeugmodelle die für 2025 angedachten Werte schon heute. Und: In China gelten bereits ab 2021 Grenzwerte für Benziner, die halb so hoch sind wie heute in der EU", sagte der Direktor des CAR-Instituts in Duisburg zu AUTO BILD. Dudenhöffer glaubt, dass die Mehrkosten durch strengere Abgasnormen überschaubar sein werden. "Ich schätze, wir reden da maximal von 1000 Euro pro Auto." Auch beim Diesel-Partikelfilter habe die Autoindustrie einst in "Hiobsmeldungen" vor immensen Mehrkosten gewarnt. "Und heute kostet so ein Teil für die Neuwagenproduktion beim Autobauer vielleicht 200 Euro." Dudenhöffer hält neue Grenzwerte für überfällig: "Die aktuellen Emissionsregelungen sind aus dem Jahr 2014. Da ist es doch nur nachvollziehbar, dass nach zehn Jahren die neue Euro-7-Norm kommt."

Fotos: Daimler AG

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Abgasnorm

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