Feinstaub durch Elektroautos. BMW i3

Elektroautos: mehr Gewicht gleich mehr Feinstaub

Mehr Feinstaub durch Elektroautos

Lange Zeit dominierte der Feinstaub die Nachrichten. Die Corona-Krise verdrängte das Thema in die dritte Reihe. Nun könnte es zurückkommen, weil Elektroautos durch ihr höheres Gewicht mehr Feinstaub produzieren.
Immer striktere Schadstoffrichtlinien und nicht zuletzt die Corona-Krise haben dafür gesorgt, dass das Thema Feinstaub vom Radar der Öffentlichkeit scheinbar verschwand. Doch jetzt sorgt eine OECD-Studie für Aufsehen, die befürchtet, dass die immer größere Zahl an elektrifizierten Fahrzeugen die Feinstaubwerte ansteigen lassen könnte. Das mag zunächst überraschen, da viele davon ausgingen, dass der für die Lunge des Menschen so gefährliche Feinstaub in erster Linie auf die Partikel-Emissionen des Verbrennungsmotors zurückzuführen ist.

Höheres Gewicht sorgt für mehr Abrieb

Das höhere Gewicht der E-Autos führt zu mehr Abrieb an Asphalt und Reifen.

©Jaguar Land Rover Holdings Limited

Doch das erscheint nur auf den ersten Blick so. Denn nur ein Teil des Feinstaubs stammt aus dem Verbrennungsprozess selbst. Untersuchungen haben ergeben, dass der Abrieb von Reifen, Bremsen und der Fahrbahn selbst einen nennenswerten Anteil an der Feinstaubbelastung hat. Und der erhöhte sich zuletzt prozentual durch die saubereren Fahrzeuge. Durch ihre schweren Akkupakete bringen Plug-in-Hybride und speziell die reinen Elektroautos deutlich mehr auf die Waage als vergleichbare Verbrenner. Folglich nutzen sie ihre Reifen und die Fahrbahnoberfläche stärker ab. Diese Emissionen, die nicht aus dem Verbrennungsprozess stammen, spielen bei der Umwelteinstufung jedoch keine Rolle.
"Während die Emissionsstandards für Abgaspartikel von Kraftfahrzeugen weltweit stetig strenger werden, bleiben die nicht abgasbedingten PM-Emissionen weitgehend unreguliert. Der Anteil der PM-Emissionen aus Nicht-Abgasquellen hat in den letzten Jahren zugenommen. Der Grund dafür ist die erhebliche Verringerungen der PM aus Abgasemissionen in diesem Zeitraum", so die Studie der OECD.

Der Verkehr in Städten wird weiter wachsen

Problematisch ist dabei, dass sich der städtische Personenverkehr bis 2050 nach aktuellen Kalkulationen mehr als verdoppeln wird. "Reifenverschleiß, Straßenverschleiß und Staubwiederaufwirbelung bleiben bedeutende Quellen für Nichtauspuffemissionen von elektrischen Fahrzeugen", so der OECD-Bericht, "die Nicht-Abgasemissionen aus diesen Quellen können bei Elektrofahrzeugen tatsächlich höher sein." Das heißt unter dem Strich, dass die größer werdende Zahl an Fahrzeugen im urbanen Bereich auch bei Elektrifizierung dazu führt, dass der Feinstaub ein Problem ist.
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Beim Bremsen den Verbrennern voraus

Zumindest der Bremsenabrieb geht aber deutlich zurück, weil die E-Fahrzeuge einen Großteil der Verzögerung über das regenerative Bremssystem verwirklichen. Die Bremsbeläge kommen also nur bei einem kleinen Teil von starken Abbremsvorgängen zum Einsatz. Die restliche Energie wird über einen Generator in Strom umgewandelt.

*Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist (www.dat.de).

Autor: Stefan Grundhoff

Fotos: BMW Group

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Feinstaub

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