Mercedes elektrifiziert seine Submarken AMG, Maybach und G!
Mercedes richtet sich neu aus: Alle Submarken sollen elektrifiziert werden, mit E-Reichweiten von bis zu 1200 km. Der Verbrenneranteil wird stark reduziert!
Mercedes macht eine klare Ansage: weg vom Verbrenner, hin zum Elektroantrieb. Die Marke will künftig verstärkt auf Luxus setzen, dabei gleichzeitig die Kosten senken und profitabler werden. Das wollen die Schwaben unter anderem mit einer flächendeckenden Elektrifizierung der Produktpalette und neuen Plattformen erreichen. Vorreiter ist die neue Elektro-Sparte EQ, die auch einen breiteren Kundenstamm erreichen soll. Eine große Rolle spielen aber auch die Submarken AMG, Maybach und G!
Zwei neue Plattformen für E-Antriebe
Die EQ-Modelle (hier EQS, EQS SUV und EQE) bilden bald eine eigene Familie – zusammen mit EQA, EQB und EQE SUV.
Bild: Daimler AG
Die neuen Plattformen heißen EVA (Electric Vehicle Architecture) und MMA (Mercedes-Benz Modular Architecture). EVA dient als Basis für die größeren EQ-Fahrzeuge EQE, EQS und deren SUV-Derivate. 2021 geht's los, zunächst mit der elektrischen S-Klasse-Variante EQS. MMA bildet ab 2025 die Basis für Kompakt- und Mittelklasse-Fahrzeuge mit Elektroantrieb. Mit dieser breit eingesetzten Plattformstrategie sollen Kosten gesenkt und natürlich die Elektrifizierung vorangetrieben werden.
Als erstes EQ-Modell kommt 2021 der EQS (hier die Studie Vision EQS) auf den Markt.
Bild: Daimler AG
Zusätzlich kündigt Mercedes ein neues Technologieprogramm namens EQXX an. Unterstützung kommt dabei von der britischen Mercedes-Motorsportabteilung "AMG High Performance Powertrain Group". Ziel des Programms sei die Entwicklung von E-Fahrzeugen mit größtmöglicher Reichweite. Dabei gehe es nicht um immer größere Akkus, sondern darum, die Effizienz zu maximieren. Am Ende soll ein Prototyp mit einer Reichweite von gut 1200 Kilometern dabei herausspringen. Die Erkenntnisse daraus werden dann in die Serienfahrzeuge einfließen.Darüber hinaus will Mercedes bis 2030 die Verbrennervarianten über die ganze Modellpalette um 70 Prozent reduzieren. Stattdessen sollen dann mindestens 50 Prozent der verkauften Neufahrzeuge einen Elektro- oder Plug-in-Hybrid-Antrieb haben. Außerdem soll 2024 eine plattformübergreifende Fahrzeugsoftware einsatzbereit sein. Das vollintegrierte Betriebssystem namens "MB.OS" erlaubt häufigere und schnellere Updates. Die Software vereinfacht auch die Entwicklung, was am Ende zusätzlich Kosten senkt.