Fehler beim Polieren

Fehler beim Polieren

7 Todsünden bei der Autopolitur

Das Autopolieren ist nicht unbedingt ein Job für die Fachwerkstatt. Aber wer es selber macht, sollte aufpassen, denn einige Fehler verzeiht der Autolack nicht so schnell!
Ist der Autolack erstmal ordentlich poliert, erstrahlt der Wagen in völlig neuem Glanz. Das Beste daran: Eine Politur ist einfach und kann selbst von Laien mit ein bisschen Geschick in Eigenregie durchgeführt werden. Allerdings gibt es ein paar fatale Fehler, die schnell hässliche Spuren hinterlassen und den Lack im schlimmsten Fall beschädigen. Diese sieben Sünden darf man sich beim Polieren keinesfalls erlauben:

1. Poliermaschine falsch halten

Das Polieren mit Maschine ist nichts für Anfänger! Denn wer im Umgang damit nicht geübt ist, macht schnell Fehler. Gerade Laien sollten deswegen erstmal mit der Handpolitur üben. Bei der Poliermaschine steigt die Schleifwirkung von der Mitte des Pads zum äußeren Rand. Wer die Maschine schräg hält, scheuert unter großer Hitzeentwicklung den Lack ab. Auch unregelmäßige Bewegungen oder ungleichmäßiger Druck führen zu Riefen im empfindlichen Lack, die in der Sonne als die sogenannten Hologramme erkennbar sind. Welche Poliermaschine wirklich gut ist, erfahren Sie im AUTO BILD-Poliermaschinen-Test

2. Handpolitur für Poliermaschine verwenden

Für das Polieren mit Maschine wird eine spezielle Politur benötigt. Für den Handeinsatz optimierte Polituren sind dafür nicht geeignet. Sie sind generell dickflüssiger und enthalten teilweise grobkörnige, stark abrasive Schleifmittel. Bei einer solchen Politur auf dem Maschinenteller besteht die Gefahr, dass aufgrund von Drehzahl und Anpressdruck Hitzeschäden auf dem Lack entstehen oder der Lack nach dem ersten Ansetzen schon gar nicht mehr da ist. Spezielle Maschinenpolituren haben eine dünnflüssigere Konsistenz und meist feinkörnigere Schleifmittel. Welche Polituren empfehlenswert sind, lesen Sie im AUTO BILD-Lackpolituren-Test

3. In der Sonne polieren

Eigentlich klingt es traumhaft, einen schönen, sonnigen Tag zu nutzen, um sein Auto bei dem herrlichen Wetter zu polieren. Das kann aber schnell schiefgehen. Denn durch die Einstrahlung erhitzt sich der Lack. Das sorgt für das Austrocknen der Politur. Sie lässt sich dann nicht mehr rückstandslos abtragen, verursacht im schlechtesten Fall sogar Lackschäden. Zum Polieren sollte man sich deswegen stets einen geschützten, schattigen Platz suchen.

4. Versiegelung vergessen

Wer nach der Politur die Versiegelung mit einem Autowachs oder einer speziellen Versiegelung vergisst, hätte sich eigentlich die ganze Prozedur sparen können. Schmutz und Insekten kleben anschließend umso fester am Lack. Zudem wird der Lack schneller wieder Stumpf und wirkt matt, der ungeschützt den Umwelteinflüssen ausgesetzt ist.

5. Haushaltsartikel als Polierhilfe verwenden

Das Geld für Polierpads oder -schwämme sparen und stattdessen einen Haushaltsschwamm oder gar ein altes Unterhemd zum Polieren nutzen? Keine gute Idee. Denn damit lässt sich die Politur nicht gleichmäßig und gut verteilen. Schlieren und Hologramme sind die Folge. Sind die Hilfsmittel zudem verschmutzt – und da reicht schon etwas Staub – können sie den Lack verkratzen und schließlich eine schlechtere Oberfläche hinterlassen als vor der Politur.

6. Auto in einem Zug polieren

Gerade beim Polieren von Hand gilt: von Bauteil zu Bauteil arbeiten. Die Politur muss zwischendurch abgetragen werden. Ansonsten trocknet sie ein und hinterlässt unschöne Rückstände. Das ganze Auto auf einmal zu polieren, ohne die Politurreste zu entfernen, ist deswegen wenig ratsam. Lieber Abschnitte einteilen und Schritt für Schritt vorarbeiten.

7. Wirkung des Schleifpads unterschätzen

Viele denken bei der Polier-Wirkung käme es nur auf die Stärke der Politur an, aber auch das verwendete Schleifpad bzw. Schwämmchen ist entscheidend. Je härter es ist, desto höher ist die abrasive Wirkung.
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