Zu früh gefreut! Seit Monaten kursierte der 9. Oktober 2025 als Premierendatum für den ersten elektrischen Ferrari im Internet. Jetzt wissen wir: Das finale Auto wird erst 2026 präsentiert. AUTO BILD war trotzdem bereits in Maranello und erhielt im Rahmen eines Workshops erste konkrete Informationen zur Technik des Elektro-Ferrari!
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Das erste Elektroauto aus Maranello ist ein Meilenstein für die Marke, deren Entwicklung weit zurückreicht: Das Thema Elektrifizierung spielt bei Ferrari bereits seit 2009 eine Rolle, als die Italiener begannen, an einer aus der Formel 1 abgeleiteten Hybridlösung zu arbeiten. 2013 wurde mit dem auf 499 Exemplare limitierten Hypercar LaFerrari das erste Hybridmodell an den Start gebracht. Dank der High-Performance-Hybridmodelle SF90 und 296 waren im Jahr 2024 bereits 51 Prozent aller verkauften Ferrari elektrifiziert. Mit dem neuen, auf 799 Exemplare limitierten Hypercar F80 und dem kürzlich präsentierten SF90-Nachfolger 849 Testarossa dürfte diese Zahl in Zukunft noch steigen.
F80 Ferrari Supercar
Der F80 ist das neue Hypercar von Ferrari. Er setzt auf den Hybrid-Antriebsstrang aus der Formel 1. Der V6 in Kombination mit zwei Elektromotoren leistet 1200 PS.
Bild: Ferrari S.p.A.
Doch ein reines Elektroauto ist für die Marke mit dem springenden Pferd Neuland. Kein Wunder, dass die Italiener beim intern "Elettrica" getauften Erstlingswerk alle Register ziehen.
Dass Ferrari es ernst meint mit der Elektrostrategie, unterstreicht nicht nur das Motorsport-Engagement, sondern vor allem die Eröffnung des sogenannten "e-Buildings" im Juni 2024. In diesem neuen Gebäudekomplex wird der Forschungs-, Entwicklungs- und Herstellungsprozess der Marke gebündelt – denn Ferrari entwickelt, testet und fertigt alle Komponenten wie Elektromotoren, Batteriemodule, Konverter und mehr in Maranello.
Die Batteriemodule sind unterhalb der Bodenplatte platziert und fest ins Chassis integriert.
Bild: Ferrari S.p.A.
Im Rahmen eines Technik-Workshops im e-Building wurde jetzt das serienreife Chassis des Elettrica gezeigt. Was wir bereits wissen: An den Achsen sitzen jeweils zwei Elektromotoren. Die elektrische Vorderachse leistet 210 kW (286 PS) und kann jederzeit entkoppelt werden, sodass auf Hinterradantrieb gewechselt wird. Das Entkoppeln geschieht bedarfsgerecht in nur 500 Millisekunden. In den meisten Fahrsituationen soll der Elettrica mit Allrad unterwegs sein. Womit wir zur elektrischen Hinterachse kommen, deren zwei Elektromotoren insgesamt 620 kW (843 PS) leisten.

Über 1000 PS und 310 km/h

In Summe soll das Erstlingswerk über 1000 PS auf die Straße bringen, in 2,5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h erreichen. Außerdem wurde eine nahezu optimale Gewichtsverteilung von 47/53 Prozent in Aussicht gestellt. Das Leergewicht wird mit etwa 2300 Kilo angegeben.
Typisch für ein E-Auto ist zudem der niedrige Schwerpunkt. Die Batterie ist direkt ins Chassis integriert und besteht aus 15 einzelnen Modulen, von denen 13 im Fahrzeugboden und zwei unterhalb der Rücksitze montiert sind. Der Clou: Die einzelnen Module können ausgetauscht werden – nicht nur bei einem etwaigen Defekt, sondern auch für den Fall, dass die Batterietechnik in den kommenden Jahren weiter so rasant voranschreitet.
Bei Ferrari wollen sie damit sicherstellen, dass der Elettrica langfristig "up to date" bleibt und lange auf der Straße ist. Schließlich sind heutzutage noch knapp 90 Prozent aller jemals gebauten Ferrari fahrtüchtig.
Die Batteriemodule werden in Maranello auf einer eigenen Produktionsstraße gefertigt. Die Zellen stammen vom Zulieferer SK On aus Südkorea.
Bild: Ferrari S.p.A.

800-Volt-Technologie an Bord

Die Batteriekapazität beträgt 122 kWh, die Zellen stammen übrigens vom Zulieferer SK On aus Südkorea. Schnellladen mit bis zu 350 kW soll dank 800-Volt-Technologie kein Problem sein. Die maximale Reichweite geben die Italiener mit ungefähr 530 Kilometern an – ein ordentlicher, aber kein Fabelwert.
Den Austausch der Batteriemodule ermöglicht ein separater hinterer Hilfsrahmen, der zu 90 Prozent aus recyceltem Alu besteht – eine Premiere bei Ferrari. Aufgrund des fehlenden Verbrenners sollen so die Vibrationen und Geräusche im Innenraum minimiert werden.
Gleichzeitig soll der Elettrica natürlich auch in puncto Fahrdynamik ein waschechter Ferrari sein. Hierbei soll das aus dem Purosangue und dem F80 bekannte und weiterentwickelte aktive 48-Volt-Fahrwerkssystem (Active Suspension Management) genauso helfen wie die Hinterachslenkung (bis zu 2,15 Grad). Extra für das Elektroauto wurden in Zusammenarbeit mit drei Partnern zudem Reifen mit einem um 15 Prozent verringerten Rollwiderstand entwickelt.

Authentischer Elektro-Sound

Damit auch die Emotionen nicht zu kurz kommen, hat Ferrari sich beim Sound etwas Besonderes einfallen lassen. Der Elettrica bekommt keinen Soundgenerator, der womöglich einen V8 oder V12 imitiert. Stattdessen versprechen die Italiener einen authentischen Elektro-Sound. Dazu wird ein hochsensibler Sensor an der elektrischen Hinterachse montiert, der die Frequenz aufnimmt, verstärkt und im Innenraum wiedergibt. Ferrari vergleicht die Funktionsweise mit der einer E-Gitarre und ließ sich diese Technik 2023 extra patentieren. Klingt innovativ – schade, dass wir noch nicht Probe hören konnten.
Der separate hintere Hilfsrahmen war laut Ferrari nötig, um Geräusche und Vibrationen im Innenraum zu minimieren, die sonst vom Verbrenner übertönt werden. Gleichzeitig soll der Hilfsrahmen der Fahrdynamik zugutekommen.
Bild: Ferrari S.p.A.
Und auch wenn es in Bezug auf das Design noch nichts Handfestes zu begutachten gab, so ließ Ferrari immerhin durchblicken, dass die Serienversion kurze Überhänge bekommen wird: Eine Reminiszenz an frühere Mittelmotor-Berlinettas. Zudem ist von einer weit nach vorn versetzten Sitzposition die Rede. Der Radstand des Elettrica beträgt 2,96 Meter, womit er nur unwesentlich kürzer ist als der des Purosangue (3,02 Meter).
Was außerdem schon klar ist: Für den Designprozess hat sich das Team um Flavio Manzoni Unterstützung vom Designkollektiv "LoveFrom" geholt, dessen Gründer Jony Ive jahrelang für Apple gearbeitet hat.
Die immer noch stark getarnten Prototypen legen nahe, dass der Elettrica eine Art Crossover wird – das Wort SUV ist bei den Italienern schließlich verpönt. Fest steht: Das neue Modell wird ein Viertürer.

Serienversion wird 2026 gezeigt

Potenzielle Kunden müssen sich allerdings noch etwas gedulden, die Präsentation des Elettrica soll im ersten Halbjahr 2026 stattfinden. Dann soll auch spätestens die offizielle Modellbezeichnung bekannt gegeben werden, denn Elettrica ist nur der aktuelle Codename für das Auto.
Zum Preis hält sich Ferrari zum aktuellen Zeitpunkt ebenfalls noch bedeckt. Doch es darf davon ausgegangen werden, dass das erste Elektroauto aus Maranello sich irgendwo im Bereich von rund 500.000 Euro ansiedeln wird.

Fazit

Dass Ferrari sein erstes Elektroauto präsentiert, bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass in Maranello keine Verbrenner mehr gebaut werden. Ganz im Gegenteil, das Angebot an Hybridmodellen soll noch ausgeweitet werden. Ich bin jedenfalls gespannt, wie die finale Serienversion des Elettrica aussieht – und vor allem klingt!