Ford: Handschaltung für Elektroautos (2025)
Arbeitet Ford an einer Handschaltung für Elektroautos?

Bild: Ford
Elektroautos sind leise, effizient und beschleunigen in der Regel schneller als die meisten Verbrenner. Für Enthusiasten gibt es nur ein Problem: Elektroautos sind nicht emotional, bieten nur selten klassischen Fahrspaß. Das will Ford in Zukunft ändern!
Erst kürzlich hat Ford ein Patent angemeldet, das nahelegt, dass der Autobauer an einer Handschaltung für Elektroautos tüftelt. Technisch benötigen Elektroautos eigentlich keine Handschaltung, aber darum geht es in diesem Fall nicht. Es macht den Anschein, als wolle Ford seinen Elektroauto-Kunden in Zukunft mehr Fahrspaß bieten.
Weltweit sind manuelle Schaltgetriebe auf dem absteigenden Ast und werden mittlerweile fast ausschließlich in günstigen Kleinwagen oder sündhaft teuren Sportwagen angeboten. Rational betrachtet mag das sogar Sinn ergeben, schließlich schaltet eine Wandlerautomatik verschliffener und ein modernes Doppelkupplungsgetriebe schneller, als jeder Mensch es je hinbekäme. Doch für Enthusiasten kommt nichts an das unvergleichliche Gefühl heran, die Gänge von Hand zu wechseln, begleitet von einem perfekten Zwischengasstoß.
Hyundai hat es vorgemacht
Ein Gefühl, das in Zeiten von Elektromobilität fast vollkommen ausgestorben ist und das sich viele Autoliebhaber heutzutage in Form eines Old- oder Youngtimers zurückholen. Wenn es nach Ford geht, soll das manuelle Wechseln der Gänge schon bald auch in einem modernen Elektroauto möglich sein. Hyundai hat es mit dem bis zu 650 PS starken Ioniq 5 N vorgemacht. Trotz Elektroantrieb wird beim Betätigen der Schaltwippen am Lenkrad eine Zugkraftunterbrechung imitiert – macht das Auto zwar nominell langsamer, bringt aber so etwas wie Fahrspaß.

Diese Explosionszeichnung soll den Mechanismus der "Pseudo-Handschaltung" für E-Autos verdeutlichen.
Bild: US Patent and Trademark Office
Ford will sogar noch einen Schritt weitergehen. Das Patent zeigt nämlich einen klassischen Schaltknauf, der wie eine konventionelle Sechsgang-Handschaltung durch einzelne Gassen bewegt wird. Der entscheidende Unterschied: Er ist nicht mit einem Getriebe verbunden, sondern sendet Signale an eine elektronische Steuereinheit, die wiederum das Drehmoment der Elektromotoren variiert. Gerüchten zufolge will Ford sogar einen etwas unruhigen Motorlauf und Vibrationen im Antriebsstrang imitieren. Letztendlich ist jeder Gangwechsel somit reine Illusion: Dem Fahrer wird lediglich vorgegaukelt, dass er schaltet.
Auch Toyota arbeitet an einer Lösung
Neben Hyundai und Ford arbeitet im Übrigen auch Toyota an einer ähnlichen Lösung – die japanischen Elektroautos könnten womöglich sogar mit einem Kupplungspedal und der Möglichkeit des Abwürgens ausgestattet werden.
Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Patente von Ford und Toyota lediglich Ideen. Ob sie es in Serie schaffen, bleibt abzuwarten. Fakt ist: Elektroautos benötigen aus technischer Sicht keine manuellen Schaltgetriebe. Ob das Vorgaukeln eines solchen den Fahrspaß erhöht, ist zumindest diskutabel.
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