Marktstart und Preis: Die Basis dürfte weiterhin unter 40.000 Euro kosten

Ford hat den neuen Ranger mit kantigerem Design, einem weniger robust wirkenden Innenraum und vielen funktionalen Lösungen für die Ladefläche vorgestellt. Zuerst wird das Topmodell, der Ranger Raptor, Ende 2022 zu Preisen ab 64.990 Euro bei den Händlern stehen. Im Februar 2023 folgen dann die regulären Varianten. Deren Preise nennt Ford noch nicht, AUTO BILD geht davon aus, dass die Basis weiterhin unter 40.000 Euro kosten wird.
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Ranger Raptor: Topmodell mit V6-Benziner und Klappenauspuff

Jetzt hat Ford auch das Topmodell vorgestellt, den Ranger Raptor. Der wird künftig ein Benziner und bekommt zwei Zylinder mehr: Der Vierzylinder-Diesel des Vorgängers wird durch einen Dreiliter-V6-Benziner ersetzt. Die Leistung wächst dadurch um stolze 75 PS auf 288 PS. Das maximale Drehmoment fällt mit 491 Nm ein kleines bisschen geringer aus, der Diesel lieferte glatte 500 Nm. Eine Zehngang-Automatik ist serienmäßig. Für den richtigen Sound sorgt ein neuer Klappenauspuff, der vier verschiedene Klangkulissen (von "Leise" bis "Baja") liefert.
Als erster Ranger bekommt der Raptor außerdem einen permanenten Allradantrieb mit Geländeuntersetzung und Differentialsperren an der Vorder- und Hinterachse. Ganze sieben Fahrmodi sollen den Pick-up für alle Anforderungen rüsten. Darunter ist auch der "Baja"-Modus mit einem aus dem Rennsport erprobten Anti-Lag-System.

Überarbeitetes Fahrwerk mit größeren Fox-Dämpfern

Um das Fahren in schwerem Gelände zu unterstützen, gibt es einen neuen Assistenten. Die "Trail Control" übernimmt auf Wunsch bei Geschwindigkeiten unter 32 km/h das Bremsen und Beschleunigen. Natürlich hat Ford auch das Fahrwerk umfangreich überarbeitet. Teil davon sind die neuen, elektronisch gesteuerten Fox-Dämpfer. Mit 2,5 Zoll Durchmesser sind es die größten, die es bislang serienmäßig für den Ranger Raptor gibt. Spezielles Teflon-Öl reduziert die Reibung im Vergleich zum Vorgänger um bis zu 50 Prozent.
Ford Ranger Raptor
Matrix-LED-Scheinwerfer und 17-Zoll-Felgen sind beim Raptor genauso serienmäßig wie ein beheizbares Lederlenkrad mit 12-Uhr-Markierung.

Optisch hebt sich das Topmodell vor allem an der Front durch den großen Ford-Schriftzug auf dem Grill, den fast doppelt so großen Unterfahrschutz und eine veränderte Schürze mit mehr Lufteinlässen von den zahmeren Ranger-Varianten ab. Innen findet sich viel Schwarz zusammen mit Akzenten in dunklem Orange. In den Verkauf geht der Ford Ranger Raptor ist Ende 2022, die Preise starten bei 64.990 Euro.

Design: Weniger Rundungen als beim Vorgänger

Optisch bleibt sich der Pick-up treu, hat aber weniger Rundungen als sein Vorgänger. Besonders auffällig sind die neuen, quadratischer gestalteten Scheinwerfer mit C-förmiger Signatur. 
Die massige Querstrebe des neu designten Grills reicht bis in die Leuchteinheiten hinein und betont damit die Breite des Autos. Die neue Frontschürze mit Unterfahrschutz ist optisch mit dem Rahmen des Grills verbunden, was den Ranger aggressiver wirken lässt. Am Heck spendiert Ford neue Rücklichter.
Ford Ranger Wildtrak
Am Heck fallen die Änderungen nicht ganz so üppig aus, aber die neuen Rücklichter sind direkt zu erkennen.

Abmessungen: Mehr Radstand und Platz für eine Europalette

Mit konkreten Abmessungen und weiteren technische Daten hält sich Ford aktuell noch etwas zurück. Verkündet wird nur, dass Radstand und Spur jeweils um 50 Millimeter vergrößert wurden. Der Neue dürfte also einen Radstand von 3270 Millimetern und je nach Ausführung eine Spurweite von 1610 oder 1760 Millimetern haben. Die bis zu 1200 Liter fassende Ladefläche variiert natürlich auch. Hier gibt es konkrete Zahlen. Sie ist je nach Ausführung 1638 bis 2305 Millimeter lang. Dank des Zuwachses in der Breite passt nun eine Europalette zwischen die hinteren Radhäuser.
Ford Ranger Wildtrak
Es gibt zahlreiche größere oder neue Fächer und Ablagemöglichkeiten; etwa ein zusätzliches Handschuhfach auf dem Armaturenbrett.

Innenraum: Hochkant-Bildschirm wie im Mustang Mach-E

Der Innenraum scheint vom Mustang Mach-E inspiriert zu sein, denn auch der Pick-up bekommt ein Hochkant-Display (Serie 10 Zoll, optional 12 Zoll) sowie einen digitalen Tacho. Beides ist aber konventionell ins Armaturenbrett integriert. Einige Knöpfe und Schalter flogen raus, die Funktionen werden jetzt über den Zentralbildschirm angesteuert. Die Klimabedieneinheit darunter bleibt aber analog. Das neue Lenkrad wirkt dank schlankeren Speichen und neuem Pralltopf weniger wuchtig. Auf den ersten Bildern sieht der Innenraum insgesamt hochwertiger und mehr nach Pkw aus. Gezeigt wird aber auch die top ausgestattete Wildtrak-Version, Details wie die Ziernähte oder die Intarsien der Luftausströmer könnten bei den günstigeren Varianten entfallen.

Ausstattung: Die Heckklappe kann als mobile Werkbank genutzt werden

Ford sieht den Ranger aber nach wie vor vor allem als Arbeits- oder Transportfahrzeug. Darum hat man sich verschiedene Verbesserungen überlegt. Die wichtigste dürften die in die Karosserie integrierten Trittstufen hinter den Hinterrädern sein. Über die gelangt man einfacher auf die Ladefläche. Damit man hier auch im Dunkeln alles findet, sind die Innenseiten der Ladeplanken nun beleuchtet. Für Licht auch rund um den Pick-up sorgt die 360-Grad-Beleuchtung, bei der Scheinwerfer, Umfeldbeleuchtung, Nummernschild- und Ladeflächenbeleuchtung zusammen eingeschaltet werden. 
Hinweis
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Die Ladefläche ist jetzt mit Kunststoff beschichtet und bietet verschiedene neue Befestigungs- und Sicherungsmöglichkeiten. Es gibt Trennwandelemente, Zurpunkte oder die Möglichkeit, kleinere Gegenstände mit Federklemmen zu befestigen. Die Heckklappe lässt sich dank integriertem Lineal und Klemmvorrichtungen als mobile Werkbank nutzen.
Ford Ranger Wildtrak
Bei der neuen Ranger-Generation gibt es viele neue Möglichkeiten zur Ladungssicherung.

Für die Ausstattung "Wildcat" gibt es gegen Aufpreis zusätzlich ein elektrisches Laderaumrollo. Das lässt sich per Schlüssel aus dem Innenraum oder über einen Knopf im Ladebereich betätigen. Das Rollo hält eigentlich an, wenn es einen Widerstand spürt, es gibt aber einen Frostmodus, in dem diese Sicherheitsvorrichtung übergangen wird, damit es sich selbst von Eis befreien kann. Eine weitere gute Idee der Entwickler: Da davon ausgegangen wird, dass viele Ranger-Fahrer weiteres Zubehör installieren, wurde im Motorraum Platz für eine zweite Batterie gelassen. Außerdem findet sich dort eine vorverdrahtete Schalttafel, die beispielsweise den Einbau einer Seilwinde oder einer Abschleppvorrichtung erleichtert.

Motoren: V6-Benziner ergänzt Vierzylindermotoren

Bei seinem Nutzfahrzeug setzt Ford entgegen dem Trend nicht auf Downsizing: Beim Topmodell, dem Ranger Raptor, ersetzt ein Dreiliter-V6-Benziner den Vierzylinder-Diesel. 288 PS und 491 Nm maximales Drehmoment liefert der neue Motor. Er ist immer an eine Zehngang-Automatik gekoppelt. Außerdem im Angebot: Zwei Vierzylinder-Diesel mit zwei Liter Hubraum, die mit Sechsgang-Schaltung oder Automatik kommen. Der stärkere liefert 213 PS, die Leistung des schwächeren Motors ist noch offen. Erstmals stehen zudem zwei Allradsysteme zur Wahl. Ford bietet einen elektronisch während der Fahrt zum Hinterradantrieb zuschaltbaren Frontantrieb sowie einen permanenten Allradantrieb an.